Grundschule in Bierlingen: Wird die Schulerweiterung zehn Prozent teurer?

Die Grundschule in Bierlingen soll erweitert werden. (Archivfoto)
LückBereits im November 2024 beriet der Gemeinderat über eine Erweiterung der Grundschule Starzach in Bierlingen. Damals wurde der Bebauungsplan „Erweiterung Grundschule Starzach“ beschlossen. Entstehen soll ein Erweiterungsneubau mit Ganztagsbereich und einer Schulturnhalle. Derzeit prüft das Landratsamt Tübingen den Bauantrag. Eine Baugenehmigung liegt noch nicht vor. Im Rahmen der Haushaltsberatung des Starzacher Doppelhaushalts hatte der Gemeinderat damals mehrheitlich beschlossen, Mittelansätze für die Erweiterung der Grundschule in Bierlingen einzuplanen. In der damaligen Diskussion ging es unter anderem darum, ab welchem Fördersatz das Projekt weiter verfolgt und angegangen wird.
Haushalt nicht genehmigt
Eine Genehmigung des Haushalts liegt derzeit noch nicht vor – im März soll über den Haushalt nochmals beraten werden. Dies vor allem hinsichtlich der benötigten Kreditaufnahmen. Das Projekt der Erweiterung der Grundschule Starzach wurde von der Kommunalaufsicht nicht generell in Frage gestellt – doch wann die Entscheidung über eine mögliche Förderung und deren Höhe erfolgt, ist noch nicht bekannt. Für Noé sollten diese Infos spätestens im April oder Mai bekannt sein. Es könne aber auch sein, dass die Fördermittel überzeichnet sind. Dies werde zu einer weiteren Projektverzögerung führen – dann sei mit Kostensteigerungen zu rechnen, und die Umsetzung des Rechtsanspruchs wäre gefährdet.
Beim Sportunterricht können die Vorgaben des Bildungsplans nicht vollumfänglich erfüllt werden. Aktuell wird für die dritte Sportstunde am Schulstandort Bierlingen die vorhandene Außenanlage genutzt, soweit dies witterungsbedingt möglich ist.
Neben den bereits vorhandenen Mensa-Containern werden ab dem Schuljahr 2028/2029 – wenn alle acht Klassen am Ganztagsbetrieb teilnehmen müssen – zwei Klassenzimmer-Container zusätzlich benötigt. Nicht klar ist, ob weitere Räume am Schulstandort benötigt werden, wenn ab 2028 die sogenannten Juniorklassen zusätzlich umzusetzen sind.
Wichtig für den Standort
Für Noé ist klar, dass eine Erweiterung der Grundschule schnellstmöglich begonnen werden muss. Für ihn ist eine zukunftsfähige und moderne Schule einer der wichtigsten Standortfaktoren. Nach seiner Einschätzung sind auf jeden Fall Fördermittel aus dem Ausgleichsstock zu bekommen, alle weiteren Förderungen decken für ihn lediglich das Defizit. Für ihn spielt es keine Rolle, ob es dann mehr oder weniger wird. Viel bedenklicher ist es für ihn, das Projekt noch weiter zu verschieben, um dann nach aktuellem Kenntnisstand Mehrkosten von rund 10 Prozent in Kauf zu nehmen und den Rechtsanspruch mit möglichen Schadensersatzanforderungen zu erfüllen.
Als Gegenfinanzierung nicht gedeckter Förderung kann sich Noé eine weitere Anhebung im Bereich der Steuern vorstellen. Derzeit ist eine Fertigstellung bis Dezember 2026 vorgesehen. Die Kosten liegen bei rund 14,1 Millionen Euro. Das Projekt soll unabhängig von Förderbescheiden verfolgt werden.