Großevent in Horb
: Preise, Hitze, Wasser - Ritterspiele-Bilanz sorgt für Diskussionen

Die Zukunft der Ritterspiele bewegt viele Menschen in Horb. Die Reaktionen reichen von deutlicher Kritik bis zu leidenschaftlicher Verteidigung.
Von
Florian Ganswind
Horb
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Pommes für fünf Euro - bei vielen Veranstaltungen mittlerweile normal. Doch für eine vierköpfige Familie bedeutet das schon 20 Euro plus Getränke - neben Wegezoll und möglicherweise Eintritt fürs Turnier. Da kommen schnell mal über 120 Euro zustande.

Pommes für fünf Euro - bei vielen Veranstaltungen mittlerweile normal. Doch für eine vierköpfige Familie bedeutet das schon 20 Euro plus Getränke - neben Wegezoll und möglicherweise Eintritt fürs Turnier. Da kommen schnell mal über 120 Euro zustande.

Jürgen Lück
  • Besucherzahlen der Horber Ritterspiele sanken deutlich – die Zukunft wird diskutiert.
  • Viele kritisieren Preise: Eintritt, Wegezoll sowie teures Essen und Trinken belasten Familien.
  • Einige verweisen auf Hitze dieses Jahr als Grund; Temperaturen lagen deutlich über 30 Grad.
  • Vorschläge reichen von Konzeptänderungen bis zu einem Rhythmus alle zwei Jahre.
  • Es gibt auch Unterstützung: Fans loben die Veranstaltung und halten Preise für üblich.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Nachricht über rund 5000 Besucher weniger bei den Horber Ritterspielen hat auf der Facebook-Seite des Schwarzwälder Boten eine lebhafte Diskussion ausgelöst.

Sind die Ritterspiele in Gefahr? SInd die Verluste zu groß? Oder muss das Konzept geändert werden? Der Horber Gemeinderat muss letztendlich entscheiden.

Viele Leser sehen die Ursachen vor allem in steigenden Preisen und der wirtschaftlichen Lage. Andere halten die Kritik für überzogen und verweisen auf die Hitze oder die allgemeine Entwicklung bei Veranstaltungen.

Können sich Familien die Ritterspiele noch leisten?

Besonders häufig wurde die Preisentwicklung thematisiert. Birgit K. schreibt: „Tja, man wundert sich, warum 5000 Personen fehlen. Zu teuer. Da gibt's nichts zu diskutieren.“ Ähnlich äußert sich Kai B.: „Wenn ich die Eintrittspreise bedenke und noch dazu was für Essen und Trinken verlangt wird, wundert mich das nicht.“

Mehrere Kommentatoren sehen vor allem Familien vor Herausforderungen gestellt. Alex G. fragt: „Familienfreundlich ist es sicher nicht, wer kann sich das mit Kindern noch leisten?“ Auch Lea B. findet, dass die Belastung für Besucher zu groß geworden sei: „Geldverdienen ist ok, doch man bezahlt ja auch Eintritt/Wegzoll. Das sollte genügen.“ „Wir sind richtige Mittelalter Fans und haben auch mittelalterlich geheiratet“, schreibt eine Leserin und fügt dann hinzu: „Wir haben 3 Kinder... wir hätten uns das dieses Jahr schlicht nicht leisten können.“

Viele Haushalte unter Druck

Auch die allgemeine wirtschaftliche Situation vieler Haushalte wurde angesprochen. Tanja F. verweist auf gestiegene Lebenshaltungskosten und schreibt, dass viele Familien inzwischen genau überlegen müssten, für welche Freizeitangebote sie Geld ausgeben. Ein anderer Leser schreibt: „Früher war es schön. Klar die Kosten sind explodiert. Und ehrlich, wir haben es alle nicht mehr dicke.“

Andere verweisen dagegen auf die Kosten der Veranstalter und Standbetreiber. Andrea M. schreibt: „Von irgend etwas müssen die Standbetreiber ja auch leben.“ Sonja G. zeigt Verständnis für die wirtschaftliche Seite, schlägt aber günstigere Getränke vor: „Aber irgendwie ist es auch verständlich, dass man Geld verdienen möchte.“

Wunsch nach Veränderungen

Mehrere Leser sehen die Gründe für den Besucherrückgang allerdings nicht allein im Preisniveau. Romy D. kommentiert schlicht: „Vielleicht die Hitze?“ Tatsächlich mussten die Ritterspiele in diesem Jahr Temperaturen von deutlich über 30 Grad bewältigen.

Neben Preisen und Hitze wurde auch das Konzept der Ritterspiele diskutiert. Einige Leser wünschen sich Veränderungen. Sebastian B. schreibt: „Wenn das Konzept jedes Jahr gleich ist, ist man dann halt auch irgendwann satt.“ Chris A. schlägt vor: „Es würde auch alle zwei Jahre reichen! Bevor man es ganz abschafft.“

Andere sehen die Zukunft der Veranstaltung grundsätzlich kritisch. Michaela M. schreibt: „Ich finde es schade, dass eine solche Veranstaltung zunichte gemacht wird.“

Kritik wird auch beim Thema Getränkemitnahme und fehlender Versorgung mit Trinkwasser laut. „Hitzeprävention sieht anders aus!“, schreibt Alexandra R. Facebook-Nutzer Klaus F. kommentiert: „Da sollte die Stadt einschreiten. Das ist bei den Temperaturen nicht richtig. Das andere Getränke, Softdrinks, Bier usw. nicht zulässig ist, klar. Aber Wasser muss erlaubt sein.“ Daniel B. schlägt vor: „Man könnte ein Wasserspender aufstellen und leere Flaschen erlauben.“

Ritterspiele bekommen auch Lob

Doch es gibt auch zahlreiche Stimmen, die die Ritterspiele weiterhin positiv sehen. Katha O. schreibt: „Wir lieben die Ritterspiele und kommen jedes Jahr.“ Sie hält die Hitze für einen wichtigen Grund der schwächeren Besucherzahlen. Mehrere Leser weisen zudem darauf hin, dass vergleichbare Preisniveaus inzwischen bei vielen Veranstaltungen anzutreffen seien. Thomas I. kommentiert knapp: „Dann bleibt Zuhause und Trinkt euer Wasser dort....“

Die Diskussion zeigt vor allem eines: Die Ritterspiele bleiben für viele Menschen in Horb ein emotionales Thema. Dabei geht es längst nicht mehr nur um Ritter, Händler und Turniere. Die Debatte dreht sich inzwischen auch um die Frage, wie teuer Großveranstaltungen sein dürfen, wie familienfreundlich sie bleiben müssen und welche Zukunft die Ritterspiele in Horb haben.

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