Gemeinderat Waldachtal: Neue Straßenbeleuchtung kommt

Die Straßenbeleuchtung in Hörschweiler soll erneuert werden.
Manuel Genolet/dpaIn der öffentlichen Sitzung brachte der Gemeinderat umfangreiche Vergaben auf den Weg, um die Straßenbeleuchtung im Ortsteil Hörschweiler zu erneuern. Da OEW Breitband ohnehin mit der großflächigen Verlegung von modernen Glasfaserkabeln beginnt, nutzt die Gemeindeverwaltung konsequent die Gunst der Stunde. Überall dort, wo die bestehenden Straßenbeleuchtungskabel bereits veraltet sind oder die Straßenlampen noch unwirtschaftlich über oberirdische Leitungen versorgt werden, werden die neuen Beleuchtungskabel direkt im selben Arbeitsschritt mit in die Erde verlegt. „Wir graben in den nächsten Jahren Waldachtal komplett um“, konstatierte Bürgermeisterin Annick Grassi.
Durch dieses koordinierte Vorgehen können ohnehin notwendige Tiefbauarbeiten optimal ausgenutzt und Kosten effektiv minimiert werden. Der Gemeinderat beauftragte die Netze-BW mit der Lieferung und fachgerechten Verlegung der neuen Straßenbeleuchtungskabel sowie mit den zugehörigen Tiefbauarbeiten.
Kabelverlegung enthalten
Die vertragliche Grundlage für diesen Projektabschnitt bildet ein Angebot in Höhe von brutto 246.808,40 Euro. In dieser Auftragssumme sind neben den Erdarbeiten auch alle notwendigen modernen Verteilerkästen sowie die vollständige Lieferung und Verlegung des Kabelsystems enthalten.
Die Firma Databau übernimmt das vollständige Entfernen der alten Masten und Fundamente im Plangebiet. Das beauftragte Unternehmen wird im gleichen Zuge das Setzen der neuen Masten sowie das fachgerechte Legen neuer Fundamente zu einem Preis von 81.149 Euro brutto übernehmen.
Diese aktuellen Beschlüsse bauen direkt auf den Entscheidungen aus der vorangegangenen Sitzung im vergangenen Mai auf. Damals hatte das Gremium bereits die umfangreichen Elektroarbeiten einschließlich der Lieferung der neuen Kabel und Straßenlampen vergeben. Den Zuschlag erhielt die einheimische Firma Elektro Dettling aus Waldachtal als günstigste Bieterin zu einem Angebotspreis von brutto 375.607,38 Euro.
Geld ist fest eingeplant
Im aktuellen Haushaltsplan für das Jahr 2026 sind bereits 1,5 Millionen Euro fest für diese Maßnahmen eingeplant. Um auch die kommenden Abschnitte langfristig abzusichern, sind im Zahlenwerk der Gemeinde weitere 2,5 Millionen Euro in Form einer Verpflichtungsermächtigung verbindlich vorgesehen.
Ratsmitglied Franz Schweizer brachte im Zuge der Diskussion eine neue Generation von Straßenlaternen ins Spiel, die angeblich nicht wesentlich teurer, aber mit umfangreichen Funktionen aufwarten würden. „Wäre es nicht sinnvoll mal darüber nachzudenken, bevor wir die neuen Leitungen verlegen?“, wandte sich Schweizer fragend an die Verwaltung. Grassi antwortete, dass hierfür gesonderte Steuerungskabel mitverlegt werden müssten. Die Verwaltung sei ferner der Überzeugung, dass die Vorteile dieser Technik zu gering seien und eine höhere Investition nicht rechtfertigen würden.