Gemeinderat Starzach: Sabine Nowak ist sach- und gemeinwohlorientiert

Sabine Nowak ist neu im Gemeinderat. Bürgermeister Thomas Noé hat sie verpflichtet.
Marzell SteinmetzSabine Nowak, gebürtige Westfälin, kam vor zwölf Jahren nach Starzach und wohnt heute in Bierlingen. Sie ist beruflich als Unternehmensberaterin für Finanzen tätig.
Kommunalpolitisch engagierte sie sich bislang im „Gemeindeentwicklungsprojekt Starzach 2025“. Bei der Kommunalwahlen hatte sie auf der Liste der BVS für ein Mandat kandidiert. „Das hatte etwas mit Verantwortung zu tun“, erklärte sie im Gespräch mit unserer Zeitung ihr kommunalpolitisches Interesse.
Es ist gerade nicht einfach Gemeinderätin zu sein
Dass es gerade nicht einfach ist, Gemeinderätin in Starzach zu sein, schreckt sie vor ihrem neuen Amt nicht ab. „Ich bin sachorientiert, vor allem gemeinwohlorientiert. Ich bin der Meinung, dass die Summe der Einzelinteressen noch lange kein Gemeinwohl ergeben“, formulierte sie ihre Haltung.
Die 57-Jährige hat bei der vergangenen Sitzung miterlebt, dass die Grundschule ein heißes Thema ist. Die Erweiterung hatte der Gemeinderat gestoppt, dagegen regt sich Widerstand. Wie berichtet, hat eine Initiative Unterschriften gesammelt, um zu zeigen, dass viele Bürger den Beschluss nicht akzeptieren wollten.
Noch tue sie sich schwer, sich hier zu positionieren, räumte sie ein. Nach einer Besichtigung der Grundschule in Bierlingen sehe sie zwar genug Handlungsbedarf. „Demgegenüber steht aber eine wahnsinnig hohe Summe, von der ich nicht weiß, wie sie gegenfinanziert werden soll“, meinte sie.
Ein zweites strittiges Thema ist derzeit das Baugebiet „Mühlacker IV“ in Sulzau. Soll es erschlossen werden? „Eigentlich kann ich es mir nicht vorstellen“, sagte Sabine Nowak. Was die Fraktionsarbeit angeht, ist sie überzeugt: „Wir halten es aus, unterschiedlicher Meinung zu sein.“ Für ihr Nachrücken in den Gemeinderat gab es keine Hinderungsgründe.
Obstfelder erfüllt Voraussetzungen für Abschied
Das Gremium akzeptierte auch das Ausscheiden von Monika Obstfelder. Sie konnte auf 26 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit im Gemeinderat verweisen und sei mittlerweile 72 Jahre alt. Beides sind nach der Gemeindeordnung wichtige Gründe, um auszuscheiden.
Den eigentlichen Hintergrund für ihren Rückzug erläuterte Monika Obstfelder in einem Brief an Bürgermeister Thomas Noé und den Gemeinderat. Sie schreibt: Sie sehe sich nicht mehr in der Lage, „weiterhin konstruktiv mit einem Großteil des aktuellen Gremiums zusammenzuarbeiten.
Besonders enttäuschend war für mich die jüngste Entscheidung, nach zehn Jahren Planung und trotz zugesagter Fördermittel, den Ausbau der Grundschule zur Ganztagsschule abzulehnen. Dieses Projekt war mir ein persönliches Herzensanliegen.“
Abschied
Monika Obstfelder
dankte in einem Schreiben allen Bürgern, die ihr das Vertrauen geschenkt haben, Bürgermeister Noé und den Kollegen, mit denen sie offen und respektvoll zusammenarbeiten konnte.
An der Sitzung
am vergangenen Freitag hatte sie nicht mehr teilgenommen. Bürgermeister Noé hätte sie gern verabschiedet.