Feuerwehr Horb zieht Bilanz: Acht Menschen können nicht gerettet werden

Der Horber Feuerwehrkommandant Sven Weniger stellt seinen Bericht über einen Fünf-Jahres-Zeitraum vor.
Freiwillige Feuerwehr HorbDie Angehörigen der Feuerwehr Horb haben sich zu ihrer alle fünf Jahre stattfindenden Hauptversammlung getroffen. Der Spielmannszug der Abteilung Talheim eröffnete den Abend mit einer musikalischen Darbietung, im Anschluss wurde den Verstorbenen in der obligatorischen Totenehrung gedacht.
Kommandant Sven Weniger lies anschließend in seinem Bericht die vergangenen fünf Jahre Revue passieren und zeigte auch den Ist-Zustand der Wehr auf: 788 Angehörige, davon 515 in der Einsatzabteilung sowie 143 in der Altersabteilung und 130 in der Jugendfeuerwehr, mehr als 30 Fahrzeuge und dies an 14 Standorten konnten aufgezeigt werden.
1119 Einsätze im Zeitraum vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2023 mussten bewältigt werden, dabei wurden 116 Menschen aus lebensbedrohlichen Lagen gerettet, leider kam für acht Menschen jede Hilfe zu spät. 13 Angehörige der Feuerwehr verletzten sich im Dienst.
Neue Technologien notwendig
Sven Weniger ging auch auf die Herausforderungen der vergangenen und nächsten Jahre ein: In Zukunft werde die Feuerwehr zunehmend mit neuen Technologien arbeiten müssen, um effizienter auf Einsätze reagieren zu können beziehungsweise für die stetig wachsende Zunahme an Aufgaben, die durch das Hauptamt bewältigt werden muss.
Der stellvertretende Jugendfeuerwehrwart Florian Wein berichtete über die Belange der 14 Jugendgruppen im Stadtgebiet und ihrer Aktivitäten, wie die erfolgreiche Teilnahme am BW-Cup und den Austausch mit Jugendlichen aus dem polnischen Partnerlandkreis Tomaszow Lubelski. Hans Dettling berichtete über die Aktivitäten der Altersgruppen und der Altersabteilung.

Ein Foto von den Verabschiedungen (von links): Ralph Zimmermann, Christine Klemm, Achim Weinstein, Sven Weniger, Achim Wössner, Martin Dettling , Julia Lormis, Andreas Welte, Ulrich Galsterer, Christopher Meyer, Wolfgang Schneider, Christian Kuon, Thomas Hofer, Stefan Graf.
Foto: Freiwillige Feuerwehr HorbKreisbrandmeister Frank Jahraus hob in seiner Rede die Besonderheit der Feuerwehr Horb für ihn und den Landkreis hervor, ob als Ausbildungsstandort bei Truppmann, Truppführer, Sprechfunker oder Maschinisten für Löschfahrzeuge, Lehrgänge oder als Garant für ehrenamtliches Personal in den verschiedensten Funktionen auf Landkreisebene, wie zum Beispiel Bernhard Müller (Abteilung Horb-Talheim) als stellvertretender Kreisbrandmeister.
Außerdem durfte Jahraus zurückblicken auf seine Amtszeit und seine Erlebnisse mit der Horber Wehr. Denn in diesem Rahmen war es der letzte Auftritt für ihn, bei der nächsten Hauptversammlung ist er im wohlverdienten Ruhestand.

Ein Foto von den Beförderungen (von links): Kommandant Sven Weniger, Tobias Vögele, Stefan Raab, Michael Kocheise, Armin Schäfer, Thomas Gunkel.
Foto: Freiwillige Feuerwehr HorbVerabschiedungen und Ehrungen
Weiter ging es mit der Verabschiedung von verdienten Feuerwehrangehörigen aus ihren Ämtern und der Beförderung von fünf Kameraden, allesamt Abteilungskommandanten, vom Brandmeister zum Oberbrandmeister.
Fünf Mitglieder wurden durch die Stadtverwaltung zusätzlich geehrt, vier Ehrenmedaillen der Stadt Horb in Bronze gingen an Achim Wössner, Grünmettstetten, Wolfgang Schneider, Mühlen, Christian Kuon, Talheim, Stefan Graf, Rexingen und eine in Gold an Thomas Hofer von der Abteilung Horb-Stadt.
Bei den anschließenden Wahlen wurden Wilhelm Knödler und Thomas Hofer in ihren Ämtern als stellvertretene Kommandanten der Wehr bestätigt sowie Hans Dettling und Dieter Fais als Führungsduo in der Altersabteilung, Nicky Schneiderhan wurde als Schriftführerin der Gesamtwehr ebenfalls in ihrem Amt bestätigt.