Festakt in Tübingen
: Regierungspräsident Klaus Tappeser tritt in den Ruhestand

Nach einer fast zehnjährigen Amtszeit an der Spitze des Regierungspräsidiums Tübingen ist Regierungspräsident Klaus Tappeser am vergangenen Montag in den Ruhestand verabschiedet worden.
Von
red/pm
Tübingen
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Der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Manuel Hagel gemeinsam mit Regierungspräsident Klaus Tappeser.

Der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Manuel Hagel gemeinsam mit Regierungspräsident Klaus Tappeser.

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  • In Tübingen wurde Regierungspräsident Klaus Tappeser feierlich in den Ruhestand verabschiedet.
  • Manuel Hagel würdigte ihn als vermittelnden Entscheider zwischen Land, Kommunen und Verwaltung.
  • Weggefährten erzählten Anekdoten, die Belegschaft dankte und überreichte ein Abschiedsgeschenk.
  • Tappeser betonte die Mittelbehörde als Bindeglied und die Nähe zu regionalen Entscheidungen.
  • Er blickte auf Stationen von Bundeswehr über Rottenburg bis ins Ministerium zurück; Kurzfilm online.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und der Region kamen zusammen, um die prägende Arbeit und das langjährige Engagement Tappesers für den Regierungsbezirk Tübingen zu würdigen.

Regierungsvizepräsident Utz Remlinger hieß die geladenen Gäste herzlich willkommen und bedankte sich persönlich bei Klaus Tappeser für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Ein Regierungspräsident ist Vermittler

In der sich anschließenden Festrede würdigte der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Manuel Hagel das langjährige Wirken des scheidenden Regierungspräsidenten: „Ein Regierungspräsident ist Vermittler zwischen Land und Kommunen, zwischen Politik und Verwaltung, zwischen unterschiedlichen Interessen. Er muss Entscheidungen treffen, die oft nicht einfach sind. Er muss zuhören, abwägen, vermitteln – und am Ende Verantwortung übernehmen. Genau das hat Klaus Tappeser getan. Mit ruhiger Hand. Mit klarem Kompass. Mit der Erfahrung eines Kommunalpolitikers, der immer wusste: Politik beginnt nicht in Ministerien, sondern bei den Menschen. Dafür bin ich ihm sehr dankbar. Für den neuen Lebensabschnitt wünsche ich Klaus Tappeser viel Gesundheit, Gottes reichen Segen, viele erfüllende Begegnungen und die Gelassenheit, das für unser Land Erreichte mit Freude zu betrachten.“

Im Rahmen einer moderierten Fragerunde sprachen langjährige Weggefährten – darunter der Oberbürgermeister der Stadt Balingen, Dirk Abel, die Stuttgarter Regierungspräsidentin, Susanne Bay sowie der Bundestagsabgeordnete Michael Donth, – über Anekdoten, Persönliches und die Arbeit des scheidenden Regierungspräsidenten.

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Nach den Wortbeiträgen übermittelte der örtliche Personalrat den Dank im Namen der gesamten Belegschaft. Tappesers engste Mitarbeitenden und die Abteilungsleitungen des Hauses bedankten sich im Anschluss bei ihm für die langjährige Zusammenarbeit und überreichten ihm zum Abschied ein Präsent als Zeichen ihrer Anerkennung.

Blick auf eine fast zehnjährige Zeit an der Spitze der Behörde

In seiner abschließenden Rede blickte Klaus Tappeser, der seinen Ruhestand offiziell zum 1. August 2026 antreten wird, bewegt auf seine fast zehnjährige Zeit an der Spitze der Behörde zurück. Er betonte die Bedeutung der Mittelbehörde als wichtiges Bindeglied zwischen der Landesregierung, den Landkreisen und Kommunen: „Die unglaubliche Vielseitigkeit, die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen, die Nähe zu den Menschen sowie den Dialog mit Kommunen, Landkreisen, Vereinen, Verbänden und Interessensvertretungen habe ich bei meiner Arbeit als Regierungspräsident besonders geschätzt. Es begegnen einem jeden Tag neue Herausforderungen, bei deren Bewältigung die regionale Nähe zu den Entscheidungen unsere besondere Stärke ist. Denn als Regierungspräsidium sind wir nicht nur Schnittstelle, sondern mittendrin“, so Tappeser.

Mit einem finalen Musikstück des zwölfköpfigen Chors des Wildermuth-Gymnasiums Tübingen klang der offizielle Festakt aus.

Hintergrundinformationen

Regierungspräsident Klaus Tappeser ist seit dem 11. Oktober 2016 Regierungspräsident des Regierungsbezirks Tübingen.

Nach dem Abitur im Jahr 1976 studierte Tappeser an der Universität der Bundeswehr in München und schloss dort 1982 als Diplom-Pädagoge ab. Im Dienst der Bundeswehr absolvierte er an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg eine Generalstabsausbildung.

Nach verschiedenen Aufgaben und Funktionen bei der Bundeswehr wechselte Klaus Tappeser im Jahr 1992 als Sozialdezernent in das Landratsamt Ravensburg.

Im Jahr 1995 wurde Tappeser zum Oberbürgermeister der Stadt Rottenburg gewählt. Dieses Amt bekleidete er über zwei Amtsperioden hinweg bis zu seiner Ernennung zum Ministerialdirektor des Ministeriums für Wissenschaft Baden-Württemberg im Jahr 2008.

Nach dem Wechsel der Landesregierung im Jahr 2011 war Tappeser bis ins Jahr 2016 als freier wirtschaftspolitischer Berater tätig. Von April 2006 bis 2008 gehörte er außerdem dem Landtag von Baden-Württemberg an.

Impressionen aus seiner fast zehnjährigen Amtszeit zeigt ein Kurzfilm des Regierungspräsidiums, der unter folgendem Link abrufbar ist:
https://rpt.baden-wuerttemberg.de/presse-und-soziale-medien/pressemitteilungen/artikel/regierungspraesident-klaus-tappeser-verabschiedet/