Evangelische Kirche Waldachtal: „Wir müssen reden über das, was uns bewegt“

Investitur in Waldachtal: Dekan Andreas Streich (von links), Zeugin Brigitte Köstlin, Pfarrerin Bettina Morlock, Zeugin Andrea Waidelich, Vize-Kirchengemeinderat-Vorsitzende Karin Bohnet.
Walter Maier- Bettina Morlock wurde in der Christuskirche Tumlingen/Hörschweiler als Pfarrerin eingesetzt.
- Dekan Andreas Streich leitete den Investitur-Gottesdienst und verpflichtete sie zur Seelsorge.
- Chöre und Bläser begleiteten die Feier, darunter der Posaunenchor Waldachtal und der Kirchenchor.
- Morlock betonte „miteinander Glauben leben“ und rief zum Gespräch über Glauben und Zukunft auf.
- Nach dreijähriger Vakanz zeigte die Gemeinde Dankbarkeit, Grußworte betonten gutes Miteinander.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Großer Festtag in Waldachtal: Bettina Morlock wurde in der voll besetzten Christuskirche Tumlingen/Hörschweiler als neue Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Waldachtal eingesetzt. Dekan Andreas Streich verpflichtete die 57-jährige Theologin in einem festlichen Investitur-Gottesdienst für die Verkündigung des Evangeliums und die Seelsorge. Es sei eine besondere Beauftragung, zu taufen und zu lehren, den Weg aus der Finsternis in das wunderbare Licht aufzuzeigen, das Reich Gottes zu bauen und Menschen in ihrer Zuversicht zu stärken.
Der Posaunenchor Waldachtal, verstärkt mit Bläsern aus Igelsberg und Klosterreichenbach, umrahmte die Feier unter Leitung von Friedemann Seid. Der Ehemann der neuen Pfarrerin, Hans-Peter Morlock, der seit über 40 Jahren den Posaunenchor Klosterreichenbach leitet und als Organist im Kirchenbezirk tätig ist, wirkte im Ensemble mit.
Dankbarkeit über die Neubesetzung der Pfarrstelle
Musikalisch mitgestaltet wurde die Investitur vom Kirchenchor Waldachtal mit Chorleiterin Margrit Baur, die auch die Weigle-Orgel spielte. Katharina Wilding begleitete an der Veugels-Orgel. Die aus Tumlingen stammende Diakonin Lena Seid sprach Gebete und brachte ihre Freude und Dankbarkeit über die Neubesetzung der Pfarrstelle in Waldachtal nach dreijähriger Vakanz zum Ausdruck. Diakonin Manuela Gouget und Kirchengemeinderätin Margot Kirschenmann formulierten Fürbitten im Anliegen der Gemeinde.
Die neue Pfarrerin stellte sich vor: „Etwas vom Reiz des Pfarrberufs liegt darin, Menschen ein Stück auf ihrem Lebensweg begleiten zu dürfen. Im Gottesdienst und in persönlichen Begegnungen, bei fröhlichen Anlässen und auch dann, wenn das Leben schwer wird.“ Sie wolle offen sein für Gewachsenes und für das, was man miteinander in der Gemeinde entwickeln könne, wohin uns Gott führen möchte. „Gelebte Kirche ist für mich, ‚miteinander Glauben zu leben‘, der nicht nur im Gottesdienst am Sonntag seinen Platz hat, sondern auch im Alltag, in unseren Beziehungen und in den unterschiedlichen Stationen unseres Lebens.“
Nach ihrer berufsbegleitenden Ausbildung zum Pfarrdienst war sie in den vergangenen drei Jahren in Effringen und Schönbronn tätig. Sie kommt aus einem Haushalt, in dem die Frauen deutlich in der Überzahl waren: „Wir haben vier Töchter und auch d’Ahne gehörte dazu.“ Und: „Auch wenn die Mädels inzwischen alle erwachsen sind und ihren eigenen Hausstand haben, hat mich das Familienleben über viele Jahre geprägt.“ Das seien für sie bis heute noch Lernfelder gewesen.
Reden über das, was uns bewegt
„Schatz, wir müssen reden“, so das Thema der Predigt von Bettina Morlock, wolle sie als Einladung verstanden wissen. „Wir müssen reden über das, was uns bewegt. Über das, was uns freut. Über das, was uns Sorgen macht. Über unseren Glauben und unsere Zweifel. Über unsere Gemeinde und ihre Zukunft. Über Menschen, die uns am Herzen liegen.“ Vier Symbole seien ihre Begleiter: ein Kreuz, eine Taube, ein Anker und ein Ölzweig. Die neue Pfarrerin manifestierte: „Was trägt, ist Christus, sein Geist, unsere Hoffnung und sein Friede.“
„Was für ein besonderer und bewegender Tag! Der feierliche Investitur-Gottesdienst, die vielen Menschen und bisherigen Weggefährten, die sich ,extra wegen mir‘ auf den Weg gemacht haben, das hat mich tief berührt und überwältigt“, zeigte sich die neue Pfarrerin emotional berührt. „Ich habe an diesem Tag viel Segen erlebt und bin dankbar für all die Begegnungen.“ Morlock: „Nun hoffe ich und freue ich mich auf viele weitere Begegnungspunkte, an denen wir miteinander Glauben leben, teilen und feiern können. Und über allem steht mein Dank an Gott: Du warst, du bist und du wirst immer sein.“
Humorvolle Grußworte
Bürgermeisterin Annick Grassi, Pastor Siegfried Breithaupt von der Liebenzeller Gemeinschaft und Diakon Toni Babic von der Katholischen Kirchengemeinde unterstrichen in ihren humorvollen Grußworten den Wunsch nach einem guten Miteinander aller christlichen Gemeinschaften. Beim anschließenden Stehempfang im proppenvollen evangelischen Gemeindehaus überraschte der Kirchenchor die Pfarrerin mit einem ihrer Lieblingslieder: „Alles, was Odem hat, lobe den Herrn“.
Die Amtseinsetzung bezeugten Brigitte Köstlin, eine Jugendfreundin aus der alten Heimat Südafrika, die Morlock zeitlebens begleitet hat und seit vielen Jahren in Baiersbronn wohnhaft ist, sowie Andrea Waidelich, ihre Nachbarin in der Kirchengemeinde Effringen.







