Entscheidung in Rottenburg
: Initiative wirbt für Hedwig-Baur-Platz

Die geplante Benennung des Hedwig-Baur-Platzes stößt auf breite Zustimmung der Initiativgruppe zur Würdigung der früheren Rottenburger Kommunalpolitikerin.
Von
red/pm
Rottenburg
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Hedwig Bauer wurde 1982 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Hedwig Bauer wurde 1982 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Faiss
  • Initiative unterstützt die Benennung eines Hedwig-Baur-Platzes in Rottenburg.
  • Thema steht auf der Tagesordnung der kommenden Gemeinderatssitzung.
  • Baur prägte Stadtleben über Jahrzehnte, war seit 1948 im Gemeinderat – Vorbild für Frauen.
  • Gruppe sieht Zeichen für Gleichstellung und stärkere Sichtbarkeit von Frauen.
  • Bei Zustimmung: Infotafel zu Baur und eine würdige Einweihungsfeier sind vorgeschlagen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wie die Gruppe in einer Pressemitteilung erklärt, begrüßt sie, dass das Thema auf der Tagesordnung der kommenden Gemeinderatssitzung steht. Bereits im März hatte die Initiative Oberbürgermeister Stephan Neher und den Gemeinderat aufgefordert, das Lebenswerk Hedwig Baurs öffentlich zu würdigen.

Der Initiativgruppe gehören Ehrenbürgerin Ursula Sieber, Alt-Oberbürgermeister Klaus Tappeser, Stadtführerin Rosemarie Sieß-Vogt, der frühere Stadtrat Hermann Sambeth sowie der Vorsitzende des Integrationsbeirats und Koordinator der Initiative, Pietro Scalera, an.

Zeichen für Gleichstellung und stärkere Sichtbarkeit von Frauen

Hedwig Baur habe das gesellschaftliche, soziale und politische Leben Rottenburgs über Jahrzehnte entscheidend mitgeprägt. Sie zog nach dem Zweiten Weltkrieg ihre Kinder allein groß, engagierte sich im Gemeinderat und Kreistag, wirkte in zahlreichen Vereinen mit und gehörte zu den Mitbegründerinnen der Lebenshilfe Rottenburg.

Mit der Benennung des Platzes würde nach Angaben der Initiative erstmals ein öffentlicher Platz in Rottenburg nach einer Frau benannt, die bereits 1948 – noch vor Inkrafttreten des Grundgesetzes – in den Gemeinderat gewählt wurde. Darin sieht die Gruppe nicht nur eine verdiente Würdigung ihres Lebenswerks, sondern auch ein Zeichen für Gleichstellung und die stärkere Sichtbarkeit von Frauen in der Stadtgeschichte.

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Nach heutigen Maßstäben Ehrenbürgerin der Stadt

Rosemarie Sieß-Vogt ist überzeugt, dass Hedwig Baur nach heutigen Maßstäben zweifellos Ehrenbürgerin der Stadt geworden wäre. Klaus Tappeser erinnert daran, dass Baurs Name und Wirken auch lange nach ihrem Ausscheiden aus dem Gemeinderat mit großem Respekt verbunden gewesen seien. Ursula Sieber hebt hervor, wie bemerkenswert sich Hedwig Baur in der damals von Männern geprägten Kommunalpolitik behauptet habe. Pietro Scalera bezeichnet sie als Vorbild für Frauen und junge Menschen.

Sollte der Gemeinderat der Benennung zustimmen, möchte die Initiativgruppe den weiteren Prozess begleiten. Vorgeschlagen werden unter anderem eine Informationstafel zur Person Hedwig Baurs sowie eine würdige Einweihungsfeier. Zugleich bedankt sich die Initiative bei Oberbürgermeister Stephan Neher, der Stadtverwaltung, den Fraktionen und dem Bezirksrat für die konstruktiven Gespräche und die bisherige Unterstützung.