Energetische Sanierung: Heizkosten reduzieren – Energieagentur Horb gibt Tipps für Hausbesitzer

Eine Frau dreht an einem Thermostatregler einer Heizung in einer Wohnung. Bevor es zu einer großer Sanierung kommen muss, liegt es oftmals an verschiedenen Gründen, warum die Heizkostenabrechnung hoch ist. (Symbolbild)
Elisa Schu/dpa- Energieagentur Horb rät: Erst Schwachstellen des Hauses ermitteln, dann sanieren.
- Häufige Problemzonen sind Dächer, Außenwände, Kellerdecken und alte oder undichte Fenster.
- Auch Heizung und ungedämmte Rohre treiben den Verbrauch – Einstellungen prüfen.
- Kalte Wände bedeuten nicht automatisch Dämmung: Ursache klären, Wärmebrücken beachten.
- Sanierung schrittweise mit Sanierungsfahrplan planen – Förderungen und Beratung nutzen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Kalte Wände, Zugluft am Fenster oder eine hohe Heizkostenabrechnung: Gerade mit Beginn der Heizsaison rückt bei vielen Hausbesitzern der Energieverbrauch wieder stärker in den Fokus. Doch bevor viel Geld in neue Fenster, Dämmung oder eine neue Heizung investiert wird, empfiehlt die Energieagentur Horb, zunächst die Schwachstellen des Gebäudes zu ermitteln.
Wärme kann an ganz unterschiedlichen Stellen verloren gehen. Typische Schwachpunkte sind unzureichend gedämmte Außenwände, Dächer und Kellerdecken sowie alte oder undichte Fenster. Aber auch die Heizungsanlage selbst kann eine Rolle spielen. Alter, Zustand und Einstellung beeinflussen den Verbrauch. Selbst ungedämmte Heizungsrohre in unbeheizten Räumen können unnötig Energie abgeben.
„Bei der energetischen Sanierung gibt es nicht die eine Maßnahme, die für jedes Haus passt“, sagt Anna Neumann, Energieexpertin der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und der Energieagentur in Horb. Entscheidend sei, zunächst die energetischen Schwachstellen zu kennen und anschließend die Maßnahmen aufeinander abzustimmen.
Kalte Wand muss nicht gleich Sanierung bedeuten
Hinweise auf Probleme können kalte Wände, Zugluft oder auffällig hohe Heizkosten liefern. Eine kalte Oberfläche allein bedeute allerdings noch nicht, dass sofort gedämmt oder ein Bauteil ausgetauscht werden müsse. Zunächst gelte es, die Ursache herauszufinden. Eine Rolle können beispielsweise Wärmebrücken spielen. Dort ist die Oberflächentemperatur niedriger. Unter ungünstigen Bedingungen kann sich Feuchtigkeit bilden und damit das Schimmelrisiko steigen.
Auch beim Fenstertausch sollte deshalb nicht nur das einzelne Bauteil betrachtet werden. Neue Fenster sind dichter und verändern den Luftaustausch im Gebäude. Lüftung und mögliche Feuchteprobleme müssen daher ebenfalls berücksichtigt werden. Eine energetische Sanierung muss nach Angaben der Energieagentur nicht auf einmal erfolgen. Einzelne Maßnahmen können schrittweise umgesetzt werden. Wichtig sei jedoch eine sinnvolle Reihenfolge.
Sanierung Schritt für Schritt möglich
Ein individueller Sanierungsfahrplan kann dabei helfen, den energetischen Zustand des Hauses zu bewerten und die einzelnen Schritte aufeinander abzustimmen. „Wer vor einer größeren Investition erst klärt, wo die höchsten Einsparpotenziale liegen, kann gezielter entscheiden, mögliche Synergieeffekte nutzen und vermeidet unnötige oder nicht aufeinander abgestimmte Maßnahmen“, erklärt Neumann. Berücksichtigt werden sollten dabei auch mögliche Förderungen. Neben Zuschüssen kommen steuerliche Vergünstigungen und zinsgünstige Förderkredite infrage, sofern die jeweiligen Voraussetzungen erfüllt sind. Auch ein Sanierungsfahrplan wird bei Ein- und Zweifamilienhäusern mit bis zu 650 Euro gefördert.
Unabhängige Beratung bietet die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg unter anderem zu Gebäudehülle, Heizung, erneuerbaren Energien und Fördermöglichkeiten an. Informationen gibt es zudem direkt bei der Energieagentur in Horb unter 07451 5529979.