Elring Klinger legt Zahlen vor: Umsatz im Bereich E-Mobilität mehr als verdoppelt

Ein Elektroauto steht an einer Ladesäule. Der Automobilzulieferer Elring Klinger konnte seinen Umsatz im Bereich E-Mobilität mehr als verdoppeln. (Symbolfoto)
Sven Hoppe/dpaDer Automobilzulieferer ElringKlinger, der unter anderem einen Standort in Ergenzingen betreibt und seinen Hauptsitz in Dettingen an der Erms (Kreis Reutlingen) hat, hat die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2025 vorgelegt. Demnach hat der Konzern im Berichtszeitraum einen Umsatz von 423,1 Mio. Euro (Quartal 1 2024: 465,3 Mio. Euro) erzielt. In diesem Zusammenhang sei laut Unternehmen zu berücksichtigen, dass die beiden veräußerten Konzerngesellschaften in der Schweiz und den USA im ersten Quartal 2024 noch einen Umsatz von 44,7 Mio. Euro beigesteuert hatten, das heiße die entsprechende Vergleichsbasis aus dem Vorjahresquartal betrage 420,6 Mio. Euro. Das Unternehmen teilt weiter mit: „Zudem schmälerten Währungseffekte in Höhe von 7,9 Mio. Euro oder 1,7 Prozent den Umsatz. Organisch, das heißt um Währungs- und M&A-Effekte (Mergers and Acquisitions, deutsch Fusionen und Übernahmen, d. Red.) bereinigt, stiegen die Umsatzerlöse um 10,4 Mio. Euro oder 2,2 Prozent – gleichbedeutend mit einer besseren Performance als der Markt, der sich im ersten Quartal 2025 global um plus 1,3 Prozent und in Europa um minus 6,7 Prozent veränderte.“
Während bei den Segmenten das Ersatzteilgeschäft um 12,8 Prozent und die Kunststofftechnik um 12,1 Prozent zugelegt hätten, habe sich das Segment Erstausrüstung unter Berücksichtigung der Veräußerung der beiden Konzerngesellschaften leicht rückläufig entwickelt. „Innerhalb des Segments konnte der Geschäftsbereich E-Mobility seinen Umsatz von 11,3 auf 26,8 Mio. Euro erneut mehr als verdoppeln. Hierfür ist insbesondere der weitere Hochlauf eines Großserienauftrags über Zellkontaktiersysteme am Standort Neuffen (D) verantwortlich“, schreibt das Unternehmen.
Serienproduktion in China in Vorbereitung
Thomas Jessulat, Vorstandsvorsitzender des Elring-Klinger-Konzerns, kommentiert die Quartalszahlen: „Wir investieren derzeit in die Herstellung von E-Mobility-Produkten auf Basis unserer erhaltenen Großserienaufträge. In Neuffen läuft der erste Auftrag über Zellkontaktiersysteme weiter hoch, ein weiterer läuft zum Jahresende an. Zudem bereiten wir die Serienproduktion in China vor und errichten in South Carolina in den USA unseren Battery Hub Americas. Diese wichtigen Wachstumsschritte spiegeln sich sowohl in den Investitionen als auch im Cashflow und in den Nettofinanzverbindlichkeiten wider. Insgesamt sind wir auf Kurs, unsere Jahresziele 2025 zu erfüllen.“
Ein konzerninterner Arbeitsmarkt
Um Elring Klinger weiter zielgerichtet für die Zukunft aufzustellen und die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns nachhaltig zu verbessern, hat der Vorstand das Programm Streamline zur Überprüfung und Reduzierung der Personalkostenstruktur beschlossen. Streamline beinhalte gezielte Maßnahmen für unterschiedliche Beschäftigtengruppen und habe zum Ziel, die Kapazitäten des Konzerns in seinen einzelnen Zentral- und Geschäftsbereichen zu optimieren. Bestimmendes Prinzip für Beschäftigte der deutschen Standorte sei die beidseitige Freiwilligkeit. Zum Kern des Programms gehöre hier auch ein konzerninterner Arbeitsmarkt, um Beschäftigte in andere Bereiche zu übernehmen. Das Programm habe zum Ziel, die Personalkosten des Konzerns um mindestens 30 Mio. Euro pro Jahr ab 2026 zu reduzieren.
Konzentration auf profitable Bereich
Dazu sagt Thomas Jessulat, CEO: „ElringKlinger hat in den vergangenen Jahren ein breites Produktportfolio entwickelt und dafür eine entsprechende Organisationsstärke aufgebaut. Im Zuge des Wandels unserer Branche haben wir bereits strategische Entscheidungen zur Fokussierung getroffen und konzentrieren uns künftig auf unsere profitablen Bereiche. Mit unserem Programm Streamline passen wir nun auch unsere internen Strukturen an die neuen Gegebenheiten an, um für den weiteren Weg der Transformation schlagkräftig aufgestellt zu sein.“