Einweihung in Wachendorf: Kindergartenerweiterung für 3,4 Millionen Euro

Kindergartenleiterin Carina Probst (Vierte von rechts) und ihre Stellvertreterin Jessy Illi (links daneben) begrüßten die Gäste zur offiziellen Übergabe des Kindergartenanbaus. Mit auf dem Bild: Bürgermeister Thomas Noé (Dritter von links).
Marzell Steinmetz- In Starzach-Wachendorf wurde der Kindergartenanbau offiziell übergeben und gefeiert.
- Kosten: knapp 3,4 Millionen Euro – Zuschüsse von 606.400 Euro aus Programm und Ausgleichsstock.
- Betrieb lief schon während der Bauphase weiter, was Lärm und Einschränkungen brachte.
- Einrichtung hat drei altersgemischte Gruppen und zwei Krippengruppen mit derzeit 84 Kindern.
- Bürgermeister bat um bessere kommunale Finanzierung, Eltern gestalteten das Außengelände.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Räume im Kindergartenanbau sind hell und freundlich. Es gibt viel Platz für die Kinder. Kindergartenleiterin Carina Probst und ihre Stellvertreterin Jessy Illi hießen zur offiziellen Einweihung zahlreiche Eltern, Großeltern, Kinder, Gemeinderäte und weitere interessierte Gäste willkommen.
Der Anbau war schon in Betrieb genommen worden, als die Bauarbeiten noch im Gang waren. Der damit verbundene Lärm und Staub brachten einige Einschränkungen mit sich. Für die Erzieherinnen war es nicht einfach gewesen, den Kindergartenalltag mit der lauten Baustelle in Einklang zu bringen. „Wir mussten flexibel darauf reagieren“, sagte Leiterin Carina Probst.
Bauarbeiten konnten nur mit vielen Händen gelingen
Das war offenbar auch gelungen, ganz nach dem Motto „Hand in Hand“, wie der Name des Wachendorfer Kindergartens lautet. „Die Bauarbeiten konnten nur mit vielen Händen gelingen“, sagte Jessy Illi.
Am 31. Juli 2023 sei es mit den Abbrucharbeiten am Bestandsgebäude losgegangen, berichtete Bürgermeister Thomas Noé. Zuvor musste die Krippengruppe ins Gemeindehaus St. Josef ausgelagert werden. Noé bedankte sich bei Pfarrer Franz Xaver Weber sowie der katholischen Kirchengemeinde für die Überlassung der Ersatzräume und die gute Zusammenarbeit.

Kinder und Erzieherinnen tanzen zum Gute-Laune-Lied.
Marzell SteinmetzDie Gesamtkosten für die Kindergartenerweiterung belaufen sich auf knapp 3,4 Millionen Euro. Dafür habe die Gemeinde Zuweisungen in Höhe von 606.400 Euro erhalten. Das Geld kam vom Investitionsprogramm der Kindertagesbetreuung (136.400 Euro) und aus dem Ausgleichsstock (470.000 Euro). „Trotz der seit über 20 Jahren bekannten Finanzsituation der Gemeinde hat der damalige Gemeinderat der erneuten Investition in diese Kindertagesstätte zugestimmt“, sagte Noé. Er merkte allerdings auch an, dass sich die Ausgaben auf die Höhe der Elternbeiträge auswirkten.
Die Wachendorfer Einrichtung umfasst drei altersgemischte Gruppen sowie zwei Krippengruppen. Insgesamt werden im Kindergarten derzeit 84 Kinder von 22 pädagogischen Fachkräften betreut. Hinzu kämen eine Auszubildende und eine Inklusionskraft. Die Zahlen zeigten, welch gutes und flexibles Angebot vorhanden sei. Das verursache aber auch die entsprechenden Personal- und Betreuungskosten. Noé rief die Anwesenden auf, sich bei Bund und Land für eine bessere Finanzausstattung der Kommunen einzusetzen. Andererseits sei Kindeswohl zuallererst Elternpflicht. Eine gut geführte Kindertagesstätte könne nie elterliche Fürsorge, häusliche Geborgenheit und familiäre Bindung ersetzen.
Eltern haben das Außengelände gestaltet
Die Kinder und Erzieherinnen brachten ihre Freude über den gelungenen Anbau mit dem „Gute-Laune-Lied“ zum Ausdruck. Pfarrer Franz Xaver Weber segnete bei einem Rundgang den Erweiterungsbau. Dabei konnten die Besucher auch die kindgerecht gestalteten neuen Räume besichtigen. Dass sie schön geworden sind, war verschiedentlich zu hören. In der Turnhalle wurde bewirtet, draußen wäre es an dem Tag zu heiß gewesen.
Bei einem größeren Arbeitseinsatz haben die Eltern das Außengelände bereits im vergangenen Jahr neu gestaltet. Dafür sind auch Spenden gesammelt worden. Der frühere Schulhof bietet attraktive Spielmöglichkeiten, von denen die Kinder am Einweihungstag im Schatten auch regen Gebrauch machten.
