Ehrung in Waldachtal: Lebensretter für Blutspenden ausgezeichnet

Bürgermeisterin Annick Grassi und DRK-Bereitschaftsleiter Thomas Schwarz ehrten im Rahmen der jüngsten Gemeinderatssitzung verdiente Blutspender in der Gemeinde.
WAGNER Foto-MediaWie Grassi in ihrer Ansprache betonte, sei die Ehrung der Vielfachblutspender mehr als nur eine Anerkennung für eine gute Tat.
„Wir danken nicht nur offiziell für die Blutspenden, sonders für das Retten von Menschenleben“, betonte Grassi. Die Notwendigkeit von Blutspenden sei ungebrochen und von entscheidender Bedeutung für die medizinische Versorgung in Deutschland.
Täglich werden in Deutschland rund 14 000 Blutspenden benötigt. Sie seien unerlässlich für die Akuthilfe bei Unfällen, in der Krebstherapie, bei planbaren Operationen und zur Behandlung von Immunerkrankungen. Trotz aller Fortschritte in Wissenschaft und Medizin könne Blut bis heute nicht künstlich hergestellt oder ersetzt werden. Eine Bluttransfusion bleibt somit für viele Menschen die einzige Überlebenschance. Mit zunehmendem Alter steige zudem das Risiko, zu erkranken. Auch Unfälle sind unvorhersehbar. In vielen dieser Fälle ist gespendetes Blut die rettende Hilfe.
Im Notfall müssen passende Präparate zur Verfügung
Jede einzelne Blutspende kann in bis zu drei verschiedene Präparate aufgeteilt werden, wodurch bis zu drei Menschen geholfen werden kann. Neben den vier Hauptblutgruppen A, B, 0 und AB gibt es außerdem zahlreiche weitere Merkmale, die bei Transfusionen berücksichtigt werden müssen. Die Blutspendedienste erforschen diese und sorgen dafür, dass im Notfall passende Präparate zur Verfügung stehen.
Grassi machte ferner darauf aufmerksam, dass durch den demografischen Wandel immer mehr langjährige Blutspender aus gesundheitlichen Gründen ausscheiden. „Deshalb braucht es mehr junge Menschen, die bereit sind, in ihre Fußstapfen treten, um die Blutversorgung weiterhin zu sichern“, appellierte Grassi an die Bevölkerung. Ihr Dank galt vor allem auch den Ehrenamtlichen vom DRK. Die DRK-Blutspendedienste seien nämlich gemeinnützige Organisationen. Blutspenden seien ein selbstloses und soziales Engagement, bei dem kein finanzieller Gewinn im Vordergrund steht.
Wie üblich richtete Grassi ihren Blick auch auf das Blutspendebarometer, das erfahrungsgemäß mit Beginn der Sommerferien wieder absinken wird. Dies unterstreiche die fortwährende Notwendigkeit, immer wieder zum Spenden aufzurufen. Als Zeichen der Wertschätzung und des Dankes erhielten die Geehrten Urkunden, Ehrennadeln und kleine Präsente.
Das sind die fleißigen Blutspender
Für zehn Blutspenden erhielten Sebastian Maier, Frank Mayer, Horst Ruoß, Gina Maria Salemi, Jan-Lukas Schwarz, Katharina Stehle, Mathias Haag sowie Bürgermeisterin Annick Grassi die Blutspender-Ehrennadel in Gold. Mit der Blutspender-Ehrennadel in Gold mit goldenem Lorbeerkranz und eingravierter Spendenzahl 25 wurde Dagmar Schneider (25 Blutspenden) ausgezeichnet, während Brunhilde Enderle für 50 Blutspenden die Ehrennadel in Gold mit goldenem Eichenkranz und eingravierter Spendenzahl 50 erhielt. Beeindruckende 75 Blutspenden tätigten Hans-Georg Bohnet, Walter Kirschenmann und Manfred Mäder. Sie erhielten die Blutspender-Ehrennadel in Gold mit goldenem Eichenkranz und eingravierter Spendenzahl 75.
Foto: Bürgermeisterin Annick Grassi und DRK-Bereitschaftsleiter Thomas Schwarz ehrten im Rahmen der jüngsten Gemeinderatssitzung verdiente Blutspender in der Gemeinde.