Dramatischer Einsatz in Horb: Konnte Polizei das Schlimmste verhindern?

Zwei Polizeiautos stehen mitten in Horb vor dem Lotzer-Haus. Gibt es einen Zusammenhang mit der Zwangsräumung Mitte Mai?
Jürgen LückAm 15. Mai wurde das Lotzer-Haus in Horb zwangsgeräumt. Jetzt stehen zwei Polizeiautos am Nachmittag davor mit Blaulicht. Gibt es einen Zusammenhang?
Fakt ist: Am 15. Mai morgens ab 6 Uhr wurde das Lotzer-Haus mit damals 18 Mietern zwangsgeräumt. Seitdem ist es ruhig geworden. Bis zum Montag, 2. Juni, 15 Uhr. Es stehen zwei Polizeiautos am Eingang des Mühlgässle. Mit Blaulicht. Vor dem Polizeirevier steht sogar der Rettungswagen. Es geht nicht um das Lotzerhaus, sondern um ein benachbartes Gebäude im Mühlgässle.
Das sagt die Polizeisprecherin

Das Mühlgäßle ist abgesperrt wegen eines Polizeieinsatz in Horb.
Foto: Jürgen LückWas ist das los? Eine Polizeisprecherin: „Kurz nach 15 Uhr haben wir von einer dritten Person Kenntnis erhalten, dass jemand in dem Gebäude die Absicht geäußert hat, eine Straftat zu vollziehen.“
Aufgrund der unklaren Lage sind wir sofort mit allem verfügbaren Personal angerückt. Auch ein Rettungswagen wurde für den Fall der Fälle angefordert.“
Auch der Rettungswagen steht bereit

Der Rettungswagen steht vor dem Polizeirevier Horb bereit.
Foto: Jürgen LückZwischenzeitlich, so die Polizeisprecherin, konnten die Einsatzkräfte vor Ort mit der Person in Kontakt treten, die angeblich das Verbrechen vollziehen wollte. Die Sprecherin: „Diese Person hat das Objekt verlassen.“ Der Mann sei vorläufig festgenommen worden.
Gegen 16.30 Uhr stehen immer noch fünf Polizisten vor Ort. Einer hat eine Maschinenpistole umgeschnallt.
Was steckt dahinter? Ein Familienstreit mit Morddrohung? Die Polizeisprecherin: „Wir stehen ganz am Anfang der Ermittlungen. Mehr sagen wir nicht.“
