Großeinsatz in Rottenburg: Feuerwehr rettet eine Person aus brennendem Haus in der Altstadt

Mit der Drehleiter bekämpfte die Feuerwehr von der Rottenburger Königstraße aus den Brand eines Wohnhauses in der Burgsteige.
Hans-Jörg Schweizer- Wohnhausbrand in der Rottenburger Altstadt: Feuerwehr rückte in der Nacht zum Sonntag aus.
- Erster Alarm gegen 3 Uhr, später Meldung „Menschenleben in Gefahr“ – Dachstuhl lichterloh.
- Eine Person wurde über eine Steckleiter gerettet, weitere verließen das Haus selbstständig.
- Bewohner umliegender Häuser mussten raus und kehrten gegen 4.30 Uhr zurück.
- Enges Altstadtgebiet erschwerte Zugang; Drehleiter öffnete Dachhaut, keine Schwerverletzten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mit 78 Einsatzkräften und 14 Fahrzeugen ist die Feuerwehr in der Nacht zum Sonntag, 26. Juli, zum Brand eines Wohnhauses in der Rottenburger Altstadt ausgerückt. Beim ersten Alarm gegen 3 Uhr war noch von einer brennenden Scheune die Rede, wenige Minuten später hieß es dann aber, Menschenleben seien in Gefahr. Anwohner hatten die Einsatzkräfte über den Notruf informiert.
Augenzeugen berichten später, das ältere Doppelhaus in der Burgsteige habe lichterloh gebrannt. Über eine Steckleiter brachten die Feuerwehrleute eine Person in Sicherheit. Viele Bewohner der umliegenden Gebäude wurden von den Einsatzkräften aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen. Sie sammelten sich auf dem Marktplatz vor dem Dom und warteten dort ab, bis sie gegen 4.30 Uhr in ihre Häuser zurückkehren konnten. Das Rottenburger Ordnungsamt und das Rote Kreuz betreuten die Menschen im Rathausfoyer.
Nach Informationen der Feuerwehr wurde niemand ernsthaft verletzt. Ein Feuerwehrmann erlitt allerdings bei den Löscharbeiten eine leichte Verletzung an der Hand und zwei Bewohner mussten wegen Rauchgasvergiftungen notäztlich versorgt und vom Rettungsdienst, der mit acht Fahrzeugen und 15 Einsatzkräften vor Ort war, in eine Klinik gebracht werden.
Enge Altstadt erschwert den Einsatz
Angesichts der dichten Bebauung und engen Gassen in der Rottenburger Altstadt kam die Feuerwehr nur schwer an das brennende Gebäude heran. Von der Königstraße her war die Drehleiter im Einsatz. Doch auch so konnte die Feuerwehr das Dach des Gebäudes nicht gut von außen erreichen. Unter Atemschutz gingen weitere Feuerwehrleute ins brennende Gebäude, um das Feuer von innen zu bekämpfen. Das Feuer hatte zudem bereits auf mehrere angrenzenden Gebäude übergegriffen. Zwei der Häuser sind laut Polizei bis auf Weiteres nicht mehr bewohnbar. Die Löscharbeiten dauerten bis in die Morgenstunden an.
Die Bevölkerung wurde auch über die Warndienste Nina und Katwarn informiert: „Durch einen Großbrand kommt es im Bereich des Marktplatzes Rottenburg zu starker Rauchentwicklung. Halten Sie Fenster und Türen geschlossen. Schalten Sie Ihre Klimageräte ab“, hieß es in den beiden Apps. Der Abrollcontainer Atemschutz aus Tübingen war bis in die Morgenstunden auf dem Rottenburger Marktplatz stationiert. Auch die Drohneneinheit der Feuerwehr war im Einsatz, um aus der Luft mit einer Wärmebildkamera Glutnester ausfindig zu machen.
Feuer brach in Anbau aus
Wie Roland Haas, Einsatzleiter vom Dienst bei der Rottenburger Feuerwehr, am Sonntagmorgen berichtete, ist das Feuer in einem hölzernen Anbau der Doppelhaushälfte ausgebrochen. Die Flammen fraßen sich dann rasch durchs Treppenhaus in die oberen Stockwerke. Was genau die Brandursache war, sollen nun die Brandermittler klären, Spurensicherungsspezialisten der Kriminalpolizei werden hinzugezogen. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf 400.000 bis 500.000 Euro.











