Bruderhaus-Diakonie und Treppe
: Tagesstätten feiern Jubiläum in Horb

Die Tagesstätten der Bruderhaus-Diakonie in Horb und der Treppe in Freudenstadt blickten in Horb auf 25 Jahre Unterstützung für psychisch erkrankte Menschen zurück.
Von
(red/pm)
Oberndorf
Jetzt in der App anhören

Adrian Sonder (von links), Oberbürgermeister von Freudenstadt, Gerd Stägert (Geschäftsführer Die Treppe e.V.), Jonas Kabsch (Geschäftsfeldleitung Teilhabe zum Leben BruderhausDiakonie), Walter Riedel (Regionalleitung BruderhausDiakonie), Andreas Junt (Landrat Landkreis Freudenstadt), und Michael Keßler (Oberbürgermeister Stadt Horb) feiern das 25-jährige Bestehen der Tagesstätten der Bruderhaus-Diakonie und der Treppe.

Bruderhaus-Diakonie

Die Tagesstätte Horb der Bruderhaus-Diakonie und die Tagesstätte Freudenstadt der Treppe haben ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert. Seit einem Vierteljahrhundert bieten die beiden Einrichtungen sichere Orte der Begegnung, in denen Vielfalt willkommen ist und soziale Teilhabe im Mittelpunkt steht.

Laut Pressemitteilung nahmen am Jubiläumsfest im Gemeindepsychiatrischen Zentrum Horb zahlreiche Gäste aus der Politik und dem Sozialwesen teil. Freudenstadts Landrat Andreas Junt unterstrich in seinem Grußwort die Bedeutung niedrigschwelliger Unterstützungsangebote für Menschen mit psychischer Erkrankung.

Der Landkreis fördert das Angebot der Tagesstätten finanziell, diese sind ein freiwilliges kommunales Angebot.

Horbs Oberbürgermeister Michael Keßler sowie Freudenstadts Oberbürgermeister Adrian Sonder sprachen von einem wichtigen Bestandteil im sozialen Netz und für die kommunale Sozialarbeit in der Region.

„Orte der Hoffnung“

Walter Riedel, Leitung Region Freudenstadt der Bruderhaus-Diakonie, und Gerd Stägert, Geschäftsführer der Treppe, zogen Bilanz aus 25 Jahren sozialpsychiatrischer Arbeit: Die Tagesstätten trugen kontinuierlich dazu bei, Menschen mit psychischen Belastungen ein strukturiertes Tagesangebot, soziale Kontakte und individuelle Förderung zu ermöglichen. Sie leisteten einen zentralen Beitrag zur Stabilisierung psychischer Gesundheit, zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und zur Prävention von Isolation.

Jonas Kabsch, Geschäftsfeldleitung der Teilhabe zum Leben der Bruderhaus-Diakonie, betonte, wie entscheidend wohnortnahe und offen zugängliche Angebote für Prävention, Stabilisierung der Erkrankten und für gesellschaftliche Teilhabe seien. „Die Tagesstätten sind Orte der Hoffnung und ebnen den Weg zurück in die Gesellschaft – manchmal in kleinen, aber wichtigen Schritten“, sagt er.

Die Bruderhaus-Diakonie und die Treppe kooperieren bei der Versorgung psychisch erkrankter Menschen im Landkreis Freudenstadt. Die diakonische Stiftung betreut demnach den Ostkreis und die Freudenstädter Psychosoziale Hilfsgemeinschaft ist für den Westkreis zuständig.

Angebote der Tagesstätten

Die Horber Tagesstätte ist Teil des Gemeindepsychiatrischen Zentrums im Mühlgässle 13/1, zu dem auch der Sozialpsychiatrische Dienst gehört. Das Angebot richtet sich laut Mitteilung an Menschen mit einer psychischen Erkrankung und ihre Angehörigen.

Zu den kostenlosen Leistungen gehören demnach Information, Beratung und Begleitung, Vermittlung und Koordination von Unterstützungsangeboten sowie die gemeinsame Erstellung individueller Hilfskonzepte. Die ebenfalls angebotene ambulante Soziotherapie ist eine Krankenkassenleistung.

Die Tagesstätten sind ein niederschwelliger Treffpunkt für Menschen mit einer psychischen Erkrankung. Angeboten werden unter anderem eine soziale Gruppenarbeit, kreative Projekte und ein gemeinsamer Mittagstisch.

Der KreisLetter
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Kreis Freudenstadt Montag bis Samstag im kompakten Überblick.