Black Lächler in Eutingen
: Kultiges Mofarennen sorgt für Begeisterung

Zum 40-jährigen Bestehen des Vereins Black Lächler Eutingen luden Andreas „Lächler“ Woppert und sein Team am Samstag ein – 13 kreative Teams lieferten sich ein spektakuläres Rennen.
Von
Alexandra Feinler
Oberndorf
Jetzt in der App anhören

Die 13 teilnehmenden Teams beim Jubiläums-Mofarennen „Black Lächler Eutingen“ hatten sichtlich Spaß. Erster wurde Team 2 „Zündapp Orientexpress“ (Siebter von rechts).

Alexandra Feinler

Pünktlich zum Rennstart setzte der Regen aus, und Moderator Jürgen Schmid konnte die Teilnehmer vorstellen. Gemeinsam mit den Teams, den Mofa-Fans sowie den Organisatoren aus den Jahrgängen 1971/72 und Folgejahrgängen wurde die Strecke inspiziert. „Es ist eine Spaßveranstaltung – nicht das Preisgeld zählt, sondern der Gemeinschaftsgeist“, betonte Schmid.

Gleich zu Beginn war klar: Die Teams hatten nicht nur technisches Können, sondern auch jede Menge Humor im Gepäck. Die Jury achtete nicht nur auf die ordnungsgemäßen Tankpausen – wer sie vergaß, kassierte drei Strafrunden – sondern auch auf kreative Einlagen, denn ein Sonderpreis wurde für originelle Ideen vergeben.

In den letzten Runden das Publikum angespritzt

Echte Klassiker waren mit dabei: Die Hercules des „Getränke Creuzberger Werksteams“, die bereits vor 20 Jahren mitfuhr, wurde nun in dritter Generation von Marc und Axel Creuzberger pilotiert – stilecht im grünen Schaffhäs. Die „Men in Dreck“ glänzten mit ihrem Auftritt frisch aus dem Digel-Werksverkauf, verteilten Flyer und spritzten in den letzten Runden das Publikum mit einer grünen Wasserpistole an – mit Blick auf den Sonderpreis.

Das Gelände beim Narrenschuppen verwandelte sich nach einigen Runden und aufgrund des Regens in eine echte Rutschpartie – vor allem in der Dreck-Kurve.

Foto: Alexandra Feinler

Auch weibliche Power war am Start: Amalia Kaufmann fuhr für die „Kupplungskiller“ zum allerersten Mal überhaupt – unterstützt von ihrem Freund Aaron Schmid. „Ich bin noch nie gefahren“, gab sie ehrlich zu, meisterte aber die Herausforderung souverän.

Mit viel Bastelgeschick trat das Team „Wir brennen für Bier“ an: Ihr Luftfilter war ein Eigenbau aus Alufolie, PET-Flasche und Damenstrumpf. Die „Gäu-Granaten“ trieben ihre Vespa über 30 Runden lang an ihre Grenzen, das A+R-Racing-Team war nur mit „R“ vertreten – weil „A“ lieber ein Konzert besuchte. Trotzdem reichte es mit 46 Runden für Platz sieben. Der Gastgeber selbst, Andreas Woppert, fuhr mit Martin „Zagge“ Scherer für das Team Black Lächler. Ihre Automatik-Jawa aus Tschechien absolvierte 52 Runden – das Alter darf schließlich auch seine Vorteile haben.

Beim Schlamm-Loch ging es manchmal eng her, wie hier mit den Teams von „Grasdaggl“ und „Zündapp Orientexpress“.

Foto: Alexandra Feinler

Jüngster Teilnehmer war Leon Klink, der mit seinem Vater Peter als „Mopele Racing-Team“ auf einer nach 15 Jahren reaktivierten Prima 5S antrat. Auch die Gebrüder Schmid vom Team „Grasdaggl“ glänzten mit Erfahrung: Ihre Zündapp Z30 war schon vor zwölf Jahren dabei. Das Team „Frisiert“ hatte mit Mechatroniker Heiko einen technischen Vorteil, der immerhin 28 Runden ermöglichte. Und „Die Dorfdeppen“ mit Levin und Philipp schafften es trotz Startproblemen auf die Strecke.

Rutschiger Übergang forderte fahrerisches Können

Der rutschige Übergang von Kies auf Gras und Teer forderte fahrerisches Können – das Schlammloch war durch den Regen ohnehin feucht genug. Am Ende wurde ausgiebig gefeiert: Nach einer Stunde Rennzeit standen die Sieger fest.

Der KreisLetter
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Kreis Freudenstadt Montag bis Samstag im kompakten Überblick.