Biotope in Horb: Bürger bringen Ideen für Naturschutz ein

Die Pflege von Wiesen als magere Blühwiesen ist ein Aspekt der Biotopverbundplanung. (Archivfoto)
HoppDer Bestandsplan zeigt die bestehende Biotopverbundskulisse mit Kernflächen und Trittsteinen sowie Verbundachsen und Entwicklungsachsen des Plangebiets Horb. Dazu wurden im Rahmen von Geländebegehungen die Kernflächen des Fachplans Landesweiter Biotopverbund in Bezug auf ihren Qualitätszustand und ihre Flächengröße von Mitarbeitenden des Büros faktorgruen überprüft. Das berichtet die Stadt Horb in einer Pressemitteilung.
Gleichzeitig wurden auch vorhandene Merkmale in der Landschaft, wie zum Beispiel Steinriegel, Obstwiesen und Bachläufe, begutachtet. „So entstanden erste Vorstellungen, welche Maßnahmen helfen könnten, die Vernetzung der Biotope und damit die Lebensbedingungen der einzelnen Tierarten zu verbessern“, teilt die Stadt mit.
Magere Blühwiesen
Diese möglichen Maßnahmen, wie das Freischneiden von Steinriegeln, die Pflege von Wiesen als magere Blühwiesen oder die Pflege von Feldhecken, wurden mit Eigentümern von Grundstücken und Landwirten besprochen. Dazu organisierte die Stadtverwaltung Horb vier Beteiligungsveranstaltungen in Altheim, Dettlingen, Nordstetten und der Kernstadt. Nach einem kurzen Vortrag wurde an den Stellwänden rege über den Zustand und die Möglichkeiten in den Schwerpunktbereichen mittleres Grünland, Steinriegel und sonstige trockene Standorte sowie dem Schwerpunktbereich Gewässer und feuchte Standorte diskutiert.
Freiwillige Umsetzung
Die zahlreichen Besucher informierten sich, gaben wertvolle Hinweise zu den Gegebenheiten vor Ort und können sich die freiwillige Umsetzung von Maßnahmen vorstellen. Die Biotopverbundbotschafterin des Landschaftserhaltungsverbands, Joana Czermin, informierte über mögliche Förderungen solcher Maßnahmen, die im Einzelfall geprüft werden müssen.
Die Projektleiterin des Büros faktorgruen, Anne-Sophie Rausch, war mit der Resonanz und den lebendigen Diskussionen sehr zufrieden. Bewirtschaftende und Flächeneigentümer, die Interesse an der Umsetzung von Entwicklungs- oder Pflegemaßnahmen haben, können sich dazu beim Büro faktorgruen oder der Stadtverwaltung Horb melden.
Aus den gesammelten zahlreichen Maßnahmenideen wird im kommenden Herbst ein Maßnahmenplan entwickelt sowie für einzelne Maßnahmen konkrete Steckbriefe ausgearbeitet. Ziel ist, erste Maßnahmen im Frühjahr 2026 umzusetzen. Der Biotopverbundplan mit allen Unterlagen soll perspektivisch Mitte 2026 fertiggestellt werden.