Abteilung Bierlingen
: Feuerwehr bekommt neues Löschfahrzeug

Die Feuerwehrabteilung Bierlingen musste 15-mal ausrücken. Neben Einsätzen, Übungen und Lehrgängen gab es beim Starzachfest und dem 50. Jubiläum der Gesamtwehr auch nebenher einiges zu tun.
Von
Marzell Steinmetz
Oberndorf
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Bei einem Brand in Bierlingen konnte die Feuerwehr Schlimmeres verhindern. (Archivfoto)

Steinmetz

Die Bierlinger Feuerwehrabteilung kann sich so langsam auf das neue Löschfahrzeug freuen. Ein genauer Auslieferungstermin steht zwar noch nicht fest. In zwölf bis 16 Wochen könnte es eventuell abgeholt werden, stellte Abteilungskommandant Heiko Pape bei der Hauptversammlung in Aussicht. Es werde allerdings kein „Luxusliner“ sein, auf Extras habe man verzichtet.

Zuvor blickte Pape auf das abgelaufene Feuerwehrjahr zurück. „Wir haben viel geleistet“, sagte er mit Blick auf die 15 Einsätze. Es kam aber auch noch nebenher einiges auf die Aktiven zu. Im Juli vergangenen Jahres beteiligten sich die Feuerwehrleute am Starzachfest in Felldorf, im September waren sie bei der Ausrichtung des 50. Jubiläum der Starzachfeuerwehr in der Wachendorfer Mehrzweckhalle gefordert, und im Oktober leisteten sie Dienst beim Starzachlauf.

Die Abteilung hat derzeit 20 aktive Mitglieder, davon vier Frauen. Die Zahl der Aktiven blieb damit weitgehend stabil. Unterstützt werden sie, wie Pape betonte, von der Alterswehr.

Sechs Brände

Nach dem Bericht von Timo Mix musste die Abteilung zu sechs Bränden ausrücken, unter anderem zu einem Silobrand in einem landwirtschaftlichen Gebäude, einem Wohnhausbrand und einem Zimmerbrand. Anfang September 2024 gab es einen Sturmeinsatz, bei dem Verkehrswege freigemacht werden mussten.

Kassierer Andreas Nutz berichtete von einem ordentlichen Plus in der Kasse. Tina Hilgers bescheinigte ihm eine einwandfreie Kassenführung.

Bürgermeister Thomas Noé äußerte sich lobend zur Mannschaftsstärke: „Die Abteilung sei funktionsfähig.“ Was ihm jedoch Sorgen mache, ist, genug Atemschutzgeräteträger zu haben. Zwei Brände in diesem Jahr hätten gezeigt, wie wichtig sie seien. Noé appellierte an die zur Verfügung stehenden Aktiven, die jährlichen Untersuchungen zu absolvieren.

Stefan Speiser, der Gesamtkommandant Simon Widemann bei der Hauptversammlung vertrat, appellierte ebenfalls, noch mehr Atemschutzgeräteträger auszubilden und Lehrgänge zu besuchen. Die Zusammenarbeit mit den anderen Starzacher Abteilungen funktioniere sehr gut, erklärte er. Das zahlt sich im Ernstfall aus: „Die Einsätze laufen ruhig, zügig und sachlich ab“, stellte Speiser fest.

App für Herz-Kreislauf-Notfälle

Mit der „Region der Lebensretter“ sprach er noch ein anderes Thema an. Es sei eine App-Alarmierung bei Herz-Kreislauf-Notfällen, die es erforderlich machten, dass Helfer schnellstmöglich vor Ort seien. Speiser rief die Feuerwehrleute dazu auf, in dieser Gruppe mitzumachen. Erst kürzlich habe es in Weitingen einen Alarm gegeben. Drei Kameraden aus Börstingen seien zu diesem Notfall gerufen worden. Die „Region der Lebensretter“ sei bereits im Gemeinderat besprochen worden, teilte Bürgermeister Noé dazu mit. Es sei geplant, für alle fünf Starzacher Ortsteile Defibrillatoren anzuschaffen. Sie sollen, jederzeit zugänglich, innerorts betriebsbereit aufgestellt werden.

Beförderungen in der Abteilung

Befördert wurden Michelle Pape, Tina Hilgers, Florian Fischer, Mathias Grünke, Luke Hilgers (Feuerwehrfrauen/männer), Matthias Frank (Oberfeuerwehrmann), Andreas Nutz (Löschmeister) und Hauptlöschmeister Timo Mix.

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