950 Jahre Cresbach: Alle Erwartungen deutlich übertroffen

Heitere Stimmung herrschte beim Publikum
HackstockUm 16 Uhr startete die Veranstaltung vor dem ehemaligen Gasthaus Hirsch. Man hatte hier und auf der davorliegenden, teilweise für den Verkehr gesperrten Längenhartstraße, vorsorglich 20 Festzeltgarnituren platziert.
Aber schon bald mussten weitere Tische und Sitzgelegenheiten aufgebaut werden. Die zahlreichen Gäste waren nicht nur aus Waldachtal, sondern aus dem ganzen Kreisgebiet angereist. Schon drei Stunden nach Festbeginn waren mehr als 500 Essensportionen verkauft und man musste mehrfach bei den Lieferanten Material nachordern. Beim gemütlichen Beisammensein gab es für viele der Anwesenden ein fröhliches Wiedersehen, hatten sich doch manche schon seit Jahrzehnten aus den Augen verloren.
Fotos aus dem letzten Jahrhundert bewundern
Wer wollte, konnte noch historische Fotos aus dem letzten Jahrhundert bewundern, auf denen Landschaften, Gebäude und das Leben im Ort dargestellt waren. Sabine Kübler hatte die Bilder gesammelt, beschriftet, auf Aufsteller geklebt und diese für die Feier zur Verfügung gestellt.

Die zielsichern Fußballer.
Foto: Karl HacksockMan konnte bei dem „Feschtle“ nicht nur dem leiblichen Wohl frönen, sondern sich auch sportlich betätigen. Neun Vierermannschaften hatten sich zur Teilnahme an einer „Bauernolympiade“ gemeldet. Klaus Ziefle erklärte die Spielregeln an jeder der vier Stationen und agierte danach, wie auch seine Frau Sylvia und Friedhelm Schwab als Wertungsrichter. Bei den ersten drei Disziplinen hatte jeder Wettkämpfer einen Probe- und danach zwei Wertungsdurchgänge zu absolvieren.

Hier war Feingefühl gefragt.
Foto: Karl HackstockDas jeweils beste Einzelergebis jeder Gruppe wurde für die Endplatzierung herangezogen. Beim Nägeln musste man´mit möglichst wenig Schlägen mit der Schmalseite des Hammerkopfes den Metallstift ganz ins Holz treiben. Bei der zwei Meter langen Bierkrugrutsche sollte der wassergefüllte Bierkrug möglichst nah an deren hinteres Ende geschoben wer den, ohne dieses zu berühren.

Wie weit fliegt der Stiefel? In Schwarz die späteren Gesamtsieger von der Feuerwehr Waldachtal.
Foto: HackstockGanze Reihe Außenstehender spontan engagiert
Besonders lustig ging es beim Stiefel-Weitkick zu. Der Proband musste in den Schaft eines Gummistiefels schlüpfen und diesen möglichst weit über eine vier Meter breite Landebahn schleudern. Schmunzelnde Gesichter, wenn das Flugobjekt die Bahn verfehlte oder gar in Nachbars Garten landete. Beim Bierkrugstemmen sollte das wassergefüllte Trinkgefäß möglichst lange mit ausgestrecktem Arm in der Waagrechte gehalten werden.

Hier wird „Kraftstoff“ getankt.
Foto: Karl HackstockBei der Siegerehrung durch Gebhard Weißgerber gab es folgende Ergebnisse: Das Team der Freiwilligen Feuerwehr Waldachtal belegte Platz eins, gefolgt von der Männergruppe der „Hofemer“ und der Bauhofgruppe „Der Klügere kippt nach“. Das rein weibliche Team der „Hofemer“-Frauen belegte einen Mittelplatz. Der Ortschaftsrat Cresbach und der Förderverein Bürgerhaus Waldachtal-Cresbach, beide unter Leitung von Gebhard Weißgerber, und der VfB Cresbach/Waldachtal unter Vorsitz von Klaus Ziefle hatten das Fest konzipiert und durchgeführt. Erfreulich, dass nicht nur Mitglieder dieser Gruppen aktiv mitwirkten, sondern dass sich auch eine ganze Reihe Außenstehender spontan engagierte.