Wahlkreis Tübingen-Hechingen
: Lebenswirklichkeiten prallen aufeinander

Der CDU-Kandidat überzeugt die Wähler, schreibt unser Autor Alexander Kauffmann.
Kommentar von
Alexander Kauffmann
Oberndorf
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Im Wahlkreis Tübingen-Hechingen schmiert die CDU ab, und die AfD bleibt dort eine Kleinpartei.

dpa/Sina Schuldt

Im Wahlkreis 290 prallen die Lebenswirklichkeiten aufeinander: der urbane Raum Tübingen und alle anderen Orte. Das verdeutlicht das Wahlergebnis. In der Universitätsstadt Tübingen sind die Grünen mit weitem Abstand führend bei Erst- und bei Zweitstimmen.

Die CDU schmiert ab und die AfD bleibt dort eine Kleinpartei mit jeweils etwas mehr als sechs Prozent bei Erst- und Zweitstimmen. Im nördlichen Zollernalbkreis wählten die Bürger dagegen vor allem CDU, und die AfD wird zweitstärkste Kraft. Letztere ist den Christdemokraten teils dicht auf den Fersen. In Grosselfingen ist die AfD bei den Zweitstimmen mit drei Prozentpunkten Vorsprung stärkste Kraft geworden.

Wollte man mutmaßen: Die Windkraft-Kritik zahlt sich für die AfD aus. Dies ändert freilich nichts daran, dass die CDU mit Abstand die meisten Stimmen in den Gemeinden des nördlichen Zollernalbkreises holte.

Christoph Naser führte einen überaus engagierten Wahlkampf. Vielleicht ist das ja die Erklärung dafür, dass der CDU-Kandidat in fast jedem Ort die mit Abstand meisten Erst- und Zweitstimmen erhielt – von einigen Ausreißern abgesehen. Vielerorts hat er offenbar persönlich überzeugt und mehr Erst- als Zweitstimmen erhalten. Fürs Mandat reicht’s am Ende dennoch nicht.

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