Vandalismus und Vermüllung
: Stadt Hechingen reagiert mit häufigeren Kontrollen

Wilde Müllablagerungen und Vandalismus nehmen in Hechingen überhand. Deshalb hat das städtische Ordnungsamt jetzt häufigere Kontrollen angekündigt.
Von
red
Hechingen
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Zusammengetreten wurde das Tor, das so schön in den Hechinger Märchenpfad einlädt.⇥

Ein Beispiel für die Ausmaße, die der Vandalismus in Hechingen gelegentlich annimmt: Vor Jahren wurde das Eingangstor zum Märchenpfad sinnlos zertrümmert. Die Stadt will jetzt Maßnahmen ergreifen.

SWP-Archiv
  • Hechingen reagiert auf Vandalismus und illegale Müllentsorgung mit mehr Kontrollen.
  • Der Ordnungsdienst kontrolliert nun abends unter der Woche – das erhöht die Kosten.
  • Kameraüberwachung ist an Brennpunkten möglich, wenn Vorfälle dokumentiert werden.
  • Bürgermeister Hahn meldet gute Haushaltsaussichten und keine Einsparungen bei Ortsteilen.
  • Stetten braucht bis 1. Januar 2027 Solidarität: Halle gesperrt, Boll hilft Vereinen und Schulen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Diskussion über den zunehmenden Vandalismus und die gleichfalls zunehmenden Fälle von illegaler Müllentsorgung im Stadtgebiet bildete den inhaltlichen Schwerpunkt der jüngsten Runde zwischen Ortsvorstehern und Stadtverwaltung.

Vermüllung nimmt „erschreckende Formen“ an

Die Analyse lautete: Sowohl innerorts als auch außerhalb, speziell im Umfeld öffentlicher Freizeiteinrichtungen, wie zum Beispiel Grillstellen oder entlang von Wander- und Themenwegen, nehmen die Ereignisse teils erschreckende Formen an.

Mehr Kontrollen, höhere Kosten

Patrick Loll, Leiter des Ordnungsbereichs im Fachbereich Bürgerdienste, informierte darüber, was seitens der Stadt getan und geplant wird. Neben den Mitarbeitern des städtischen Ordnungsdienstes, der jüngst wieder voll besetzt werden konnte, ist schon seit Jahren ein privater Sicherheitsdienst unterwegs, der insbesondere am Wochenende einschlägige Brennpunkte aufsucht. Allerdings, so musste Loll einschränken: „Die Gesamtstadt hat eine sehr große Ausdehnung, die Kontrollen können nicht flächendeckend erfolgen.“ Reagiert hat man im Rathaus allerdings bei der Frequenz: Auch unter der Woche wird jetzt an Abenden kontrolliert, was freilich höhere Kosten zur Folge hat.

Auch Kameraüberwachung ist möglich

Tipps gab Loll auch, wie mit Vandalismus und Vermüllung konkret umzugehen ist. Wichtig ist vor allem eine Dokumentation der Vorgänge, mit dem Handy schnell erledigt. Denn: Der Gesetzgeber hat bei dem Einsatz von Überwachungskameras die Einschränkungen wegen des Datenschutzes gelockert. An Orten, die regelmäßig vandalisiert und vermüllt werden, sind Kameraüberwachungen durchaus möglich. Die technische Ausstattung ist relativ günstig, allerdings bindet die Überwachung Arbeitskraft im Ordnungsbereich.

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Die Hechinger Ortsvorsteher tagten im Rathaus in Stein.

Die Hechinger Ortsvorsteher tagten im Rathaus in Stein. Das Bild zeigt sie zusammen mit Bürgermeister Philipp Hahn und leitenden Mitarbeitern der Stadtverwaltung.

Stadt Hechingen/Thomas Jauch

Die „Ortsvorsteherbesprechung“, ein Arbeitstreffen der acht Ortsvorsteher und Ortsvorsteherinnen zusammen mit Bürgermeister Philipp Hahn und den verantwortlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der städtischen Fachbereiche und Eigenbetriebe, findet in Hechingen traditionell im September statt. Informiert und diskutiert wird über Themen, die speziell die Ortschaftsverwaltungen und deren Zusammenarbeit mit der Kernverwaltung betreffen. Reihum finden die Treffen in den Stadtteilen statt.

Ortsvorsteher tagten in Stein

Dieses Jahr hatte Ortsvorsteher Manuel Riecher in das sanierte Rathaus in Stein eingeladen. Nach seiner Begrüßung hatte Bürgermeister Philipp Hahn viel Lob und Dank parat für die Ortsvorsteher und Ortschaftsverwaltungen, die die Stadt Hechingen in ihren Stadtteilen mit nicht zu unterschätzendem Aufwand vertreten.

Frohe Kunde über die Hechinger Haushaltslage

Vor allem brachte er frohe Kunde: „Es sieht gut aus in Bezug auf den nächsten Haushalt – dank der starken Wirtschaft in Hechingen.“ Die städtischen Finanzen und der Schuldenstand lassen eine Vorwärtsentwicklung zu. „Einsparungen bei den Ortschaftsverwaltungen, das Auflösen von Stadtteilschulen oder das Zusammenlegen von Feuerwehrabteilungen wird es in Hechingen absehbar nicht geben“, erklärte Hahn. Vorgänge, die in anderen Kommunen bereits diskutiert werden oder angesichts der klammen Kassen schon bittere Realität sind.

Appell an Solidarität mit Stetten

„Solidarität“ heißt das Stichwort im Zusammenhang mit der Turn- und Festhalle Stetten. Diese darf wegen des mangelnden Bauzustandes ab dem 1. Januar 2027 nicht mehr genutzt werden – ein Neubau, gemeinsam mit einem Kindergartenneubau, ist in Planung.
Bis dies soweit ist, haben die Stettener Vereine keinen Ort für Veranstaltungen und Trainingsbetrieb, die Schüler keinen Ort für den Sportunterricht. In die Bresche springt insbesondere das benachbarte Boll. Philipp Hahn bat in der Runde zusätzlich um Solidarität und darum, Anfragen, insbesondere von Vereinen, positiv aufzunehmen.

Schließlich informierte Michael Werner, Leiter des Bautätigkeitsbereichs im Fachbereich Bau und Technik, über ein konkretes Ergebnis des Starkregenrisikomanagements. In Boll und Stetten ist dieses bereits abgeschlossen. Die Erkenntnis: Manche Straßen werden bei Starkregen quasi zu verlängerten Wasserläufen, zu kleinen Flüssen. In genau diesen Straßen wird jetzt der Turnus für die Wartung und Reinigung der Einlaufschächte erhöht: Statt wie bisher einmal wird jetzt dreimal im Jahr geleert. Kein geringer Aufwand, pro Stadtteil sind es jeweils über 150 Schächte.