„Umsonst & Draußen“ Bisingen: Nicht übertrieben – ein kleines Wacken im tiefen Süden Deutschlands

Schwermetallmusiker können selbstverständlich auch ganz lieb sein. Zu beweisen beim U&D. Die beiden lauten Tage unter der Burg waren mit keinerlei besonderen Vorkommnissen garniert. Das will was heißen bei so vielen Menschen auf einem Haufen
Konrad Flegr- „Umsonst & Draußen“ in Bisingen zog an zwei Tagen rund 6000 Metal-Fans an.
- Die Veranstaltung verlief friedlich, trotz großem Andrang und voller Parkflächen.
- Der AKUuD verbesserte Parkplatz, Verkehrslenkung und Catering – der Zustrom blieb enorm.
- Musikalische Highlights: u. a. Chinchilla, Endlevel und als Glanzlicht „Hireas“ mit Britta Görtz.
- Abschluss mit „Grave Digger“; die Veranstalter planen: nächstes Jahr, gleicher Ort, gleiche Zeit.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In ein Meer von Glückseligen verwandelte sich am Wochenende der Festplatz der Gemeinde Bisingen. Zusammengerechnet geschätzte 6000 Metal-Fans, vom Kleinkind bis zur Rock-Oma, bescherten sich am Freitagabend und Samstagnachmittag bis kurz vor Mitternacht beim „Umsonst&Draußen“ gegenseitig ein rauschendes Happening. Sie ließen sich von der hochkarätigen Musik begeistern und genossen auch einfach nur das friedvolle Zusammensein in einer bunten und vielfältigen Gemeinschaft.
Größerer Parkplatz, und hinfahren geht auch besser
Die Macher vom „Arbeitskreis Umsonst und Draußen Zollernalb e.V.“ (AKUuD) haben sich dieses Jahr noch mal enorm ins Zeug gelegt, um die logistischen Rahmenbedingungen zu optimieren. So haben sie etwa den Parkplatz deutlich vergrößert, die Verkehrslenkung verbessert und das Catering entzerrt.
Dennoch brachte sie der zwar erhoffte, aber in diesem Maß unerwartete Besucherstrom an die Grenzen des Machbaren. Denn wenn auf jedem auch nur irgendwie zu nutzenden Quadratmeter rund um das Festgelände geparkt wird und die Autokennzeichen sich über ganz Süddeutschland und das nahe Ausland erstrecken, dann sagt das alles: Hier geschieht etwas ganz Großes, hier geht die Party ab, hier muss man (und frau) dabei gewesen sein.
Auch die wichtigste Zutat für dieses wohlschmeckende Menü war dieses Jahr vom Feinsten: die auftretenden Bands. Schon die Opener am Freitag, Stick tight aus dem Raum Tübingen, brachten mit ihrem Hardcore das erste Wohlgefühl auf die Wiese und Bewegung in die Massen. Diese Stimmung wurde von Ataraxy aus Balingen gekonnt hochgehalten, bevor Lords of Salem mit ihrer Mischung aus 80er Hardrock und düsterer Atmosphäre die pure Energie auf die Bühne brachten.

Volle Reihen bis weit, weit weg von der Bühne: Das Bisinger U&D ist Treffpunkt der Metalfans aus einer sehr, sehr großen Region.
Kon rad FlegrVon vielen war die Wiedergeburt von Chinchilla, der Power-Metal-Band aus Böblingen, erwartet worden. Sie wurden nicht enttäuscht. Die Band zeigte sich enorm spielfreudig und heizte die Stimmung weiter an. Die wurde dann zum Ausklang des Abends von Hireas bis zum Siedepunkt getrieben.

Die Vorschusslorbeeren waren nicht übertrieben: "Hireas" hat Hohenzollern gerockt! Wenn man schon solche magischen Zwergenbärtchen trägt.
Konrad FlegrAbsolutes Glanzlicht: „Hireas“
Die bereits bestens etablierte deutsche Melodic-Death-Metal-Band hat zuletzt noch einmal einen unglaublichen Karrieresprung auf internationaler Ebene hingelegt. Markantes Aushängeschild ist die Ausnahme-Sängerin Britta Görtz, die selbst den größten Spaß an ihrer Performance und dem Spiel mit dem Publikum hatte. „Wie geil seid ihr denn? Leute, Leute, Leute!“, brachte sie die Stimmung perfekt auf den Punkt.

Mächtig bei Stimme: Britta Görtz ist Leadsängerin von "Hireas".
Konrad FlegrDer Samstag sollte mit Violent Vortex eröffnet werden, die jedoch wegen Krankheit absagen mussten. Für sie sprang spontan Hexed ein, eine blutjunge Metalcore-Band aus Freiburg, die sich mit einer astreinen Bühnenshow bestens für weitere Auftritte in der Region empfehlen konnte. Kingsmash hielt die Begeisterung mit melodischem Power-Rock weiter hoch, bevor die Jungs von Swallow’s Rose mit melodischem Punkrock und grenzenloser Spielfreude die pure Partystimmung auf die Festwiese zauberten. Der harte, energiegeladene und vielschichtige Metal von Get into gear brachte dann wieder eine andere Spielart ein, was die Freude im Publikum weiter hochhielt.

Die Band „Get into gear“ kamen beim Bisinger Publikum besonders gut an.
Konrad FlegrDer Death- und Thrash-Metal von Endlevel ist längst weit über die Region hinaus als Top-Produkt anerkannt und ließ auch in Bisingen nichts zu wünschen übrig. Die so schon angefachte Euphorie wurde mit dem Metalcore und engagiertem Stage-Acting von Mavis weiter bestens gepflegt.
Heavy Metal nach alter Schule
Das Buffet konnte danach nur noch von Grave Digger getoppt werden. Der Old-School-Heavy-Metal der deutschen Institution in dieser Branche schlechthin erfüllte alle Erwartungen und sorgte für einen stimmungsgewaltigen Ausklang und ein glückseliges Publikum.
Auf nächstes Jahr unterm Zoller!
Trotz der großen Aufgabe an die Veranstalter des U&Dr, den enormen Zuspruch weiter gut zu kanalisieren, bleibt eines sicher: Nächstes Jahr, gleicher Ort, gleiche Zeit! Die Macher lassen grüßen: „Wir sehen und hören uns.“
