Umleitungen geplant
: Mehr als fünf Monate Vollsperrung zwischen Rangendingen und Hirrlingen

Der Verkehr auf der L391 – der direkten Verbindungsstraße zwischen Rangendingen und Hirrlingen – wird ab Ende April für mehrere Monate zum Erliegen kommen: Der Grund sind anstehende Sanierungsarbeiten am Hirrlinger Ortseingang.
Von
Vincent Kapitel-Stietzel
Oberndorf
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Die Hechinger Straße am Hirrlinger Ortseingang wird aufgrund von Sanierungsarbeiten ab Ende April komplett gesperrt.

Kapitel-Stietzel

Wie wichtig die direkte Strecke zwischen Rangendingen und seiner nördlichen Nachbargemeinde im Landkreis Tübingen ist, wird deutlich, wenn man an der Hechinger Straße hinter dem Hirrlinger Ortseingang steht: Selbst kurz nach 11 Uhr – und damit einer eher ruhigeren Uhrzeit unter der Woche – dauert es selten mehr als 30 Sekunden, bis ein Auto, Lieferwagen oder LKW an einem vorbeirollt.

Doch damit dürfte ab Ende April für etwas mehr als fünf Monate Schluss sein: Denn dann wird die Hechinger Straße – und damit auch die anknüpfende Landstraße L391 gesperrt. Der Grund für die Sperrung ist bereits jetzt deutlich sichtbar: Wenige Meter vor dem Ortsschild ist ein deutlich sichtbares Warnschild platziert, dass vor Straßenschäden warnt.

Zwei alternative Routen werden ausgeschildert

Entsprechend hatte der Hirrlinger Gemeinderat bei einer Sitzung im Februar die Vergabe der Bauleistung zur Sanierung der Straße vergeben: Ein größeres Projekt, für das im diesjährigen Haushalt der Gemeinde Mittel in Höhe von über anderthalb Millionen Euro vermerkt sind.

Wie Martin Bühler, Leiter des Finanzwesens der örtlichen Gemeindeverwaltung, im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten erklärt, wird die Straße ab dem Gasthaus Zur Krone nahe der Ortsmitte komplett asphaltiert. Das Regierungspräsidium Tübingen kümmert sich dabei um den Oberbelag, während die Gemeinde für die Kanalarbeiten darunter zuständig ist. Laut Bühler beginnen die Bauarbeiten Ende April und werden bis Anfang Oktober dauern: Sie sollten laut dem Leiter der Finanzverwaltung zum ersten Oktober abgeschlossen sein – auch witterungsbedingt. In der Ausschreibung habe man diese Deadline festgelegt, fügt er hinzu.

Noch wird der Hirrlinger Weiherplatz hauptsächlich zum Parken verwendet. Das könnte sich ab 2027 ändern.

Foto: Kapitel-Stietzel

Für Pendler und Durchfahrtsverkehr zwischen Rangendingen und Hirrlingen bedeutet das in diesem Zeitraum Umleitungen. Bühler erklärt, dass es davon zwei geben werde: zum einen über die L410, dann an Höfendorf und Bietenhausen vorbei. Die andere Alternative führt über Bodelshausen und Hemmendorf. Beide Umleitungen werden laut dem Hirrlinger Kämmerer ausgeschildert.

Weiteres Bauprojekt in der Ortsmitte kommt wohl ab 2027

Ein weiteres Sanierungsprojekt, das voraussichtlich ebenfalls Einfluss auf den Verkehr zwischen Rangendingen und Höfendorf haben wird, wird es voraussichtlich in einigen Jahren geben: Denn Hirrlingen plant, den Schlossweiherplatz in der Ortsmitte mit Hilfe von Geldern aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum neu herzurichten. Die Gemeinde erhält dafür fast 1,1 Millionen Euro aus dem Fördertopf des Landes. Laut Bühler wolle man dabei etwa die Fläche vor der Kreissparkasse neu gestalten und mehr in einen Aufenthaltsplatz verwandeln: Derzeit parken dort hauptsächlich Autos. Den Verkehr wolle man mehr Richtung Hechinger Straße „herausschieben“. Wann diese Arbeiten beginnen, sei aber noch nicht absehbar: der Kämmerer rechnet damit, dass das eher gegen das Jahr 2027 hin zum Thema wird.

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