Trauerfall Franz Maichle
: Familie und Freunde vermissen einen Mann mit großem Herzen

Der Salmendinger Schreiner und Bestatter starb mit 91 Jahren nach einem erfüllten Leben. Dennoch hinterlässt er eine Lücke.
Von
Matthias Badura
Burladingen-Salmendingen
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Franz Maichle verstorben Salmendingen

Franz Maichle, Schreiner und Bestatter, wie man ihn kannte. Der Salmendinger gründete einen erfolgreichen Betrieb, der heute in zwei Sparten von seinen Söhnen weitergeführt wird. Wichtiger als das Geschäftsleben war im jedoch stets die Familie. Die Trauerfeier findet an diesem Freitag, 4. September, in der Salmendinger Michaelskirche statt.

Privat
  • Trauer um Franz Maichle: Schreiner und Bestatter aus Burladingen-Salmendingen.
  • Er gründete 1959 einen Betrieb, den heute seine Söhne in zwei Sparten führen.
  • Familie stand für ihn an erster Stelle – Sonntagnachmittage waren Ausflügen gewidmet.
  • Er war Gründungsmitglied des Musikvereins und spielte jahrzehntelang Flügelhorn.
  • Trauerfeier am Freitag, 4. September, 13.30 Uhr in der Michaelskirche; Bestattung im Familienkreis.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Familie und Freunde trauern um den Salmendinger Franz Maichle – Bestatter und Schreiner. Er hatte sich in vergangenen Jahren aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, war jedoch geistig weiterhin rege. Nach dem Tod seines Bruders am 19. März, ausgerechnet am Geburtstag Franz Maichles, baute er schnell ab. „Ab da wollte er nicht mehr“, sagen die Angehörigen.

Der Salmendinger,  den man im Dorf den „Kai-Franz“ nannte (nach der Straße, in der er wohnte, bevor er sich etwas weiter entfernt ein eigenes Heim errichtete), hat ein erfülltes Leben hinter sich. Geboren am 19. März 1935, ging er in seinem Heimatort zur Schule und absolvierte anschließend eine Schreinerlehre in Melchingen. Damals war es üblich, dass ein Schreiner, der neben Möbel auch Särge fertigt, die Toten in den Sarg legt und für die Bestattung zurechtmacht.

Schritt in die Selbstständigkeit

Mit dem Gesellenbrief versehen arbeitete er zwei Jahre in der Pfalz in einer Möbelwerkstatt. Auf die Alb zurückgekehrt, war der Salmendinger als Betriebsschreiner bei der Burladinger Textilfirma Ambrosius Heim beschäftigt, bevor er 1959 in Salmendingen den Schritt in die Selbstständigkeit wagte: als Schreiner und Bestatter. Später übernahmen die Söhne Hans-Bernd und Anton den Betrieb. Hans-Bernd die Bestattungen, Anton den Fensterbau. Beide sind weiterhin erfolgreich tätig.

Sonntag gehörte der Familie

Der Vater unterstützte die Nachfolger in ihren Firmen solange es seine Kräfte zuließen. „Gearbeitet hat er immer, auch früher nach dem Kirchgang am Sonntagmorgen im Büro“, erzählt Hans-Bernd Maichle. Doch der Sonntagnachmittag gehörte ausnahmslos der Familie. Dann unternahm man Ausflüge. Diese Tradition hat Franz Maichle in anderer Form mit den acht Enkeln und Urenkeln fortgesetzt. Er nahm sie überall hin mit, wo sie etwas erleben oder lernen konnten. Auch um sie abzuholen war ihm kein Weg zu weit. Seinen sechsten Urenkel, der erst kürzlich das Licht der Welt erblickte, konnte er nicht mehr kennenlernen, nur auf einem Foto sehen, denn da lag er bereits im Krankenhaus. „Es war ihm vieles wichtig, aber das Allerwichtigste, dass es allen in seiner Familie gut ging“, erinnern sich die Hinterbliebenen.

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Die Liebe zum Instrument

Geheiratet hatte Franz Maichle kirchlich am 20. Januar 1962 Emma Jauch aus Burladingen. Neben den beiden Söhnen entspross Tochter Agathe der Ehe. Der Verstorbene war zudem Gründungsmitglied des Musikvereins Salmendingen (heute Kornbühlmusikanten), zeitweise Vorsitzender der Kapelle und spielte dort über Jahrzehnte Flügelhorn. Gebrechlich geworden und an Sehkraft verloren, mied er zunehmend die Öffentlichkeit, doch konnten ihn die Nachbarn noch hören, wenn er zuhause immer mal wieder zum Instrument griff und Melodien, die er liebte, ohne Notenvorlage auswendig spielte.

Das alles sagt die Familie. Doch selbst wer Franz Maichle nur flüchtig als Geschäftsmann oder von Vereinsfesten und Hockten her kannte, erlebte ihn als einen freundlichen, ausgeglichenen, sympathischen, geselligen Menschen. Und als echten Charakter. Man wird den „Kai-Franz“ in guter Erinnerung behalten. Der Familie, die ihn sehr vermisst, gilt das Beileid.

Beerdigung an diesem Freitag, 4. September

Franz Maichle verstarb am 26. August mit 91 Jahren. Die Trauerfeier beginnt an diesem Freitag, 4. September, um 13.30 Uhr in der Michaelskirche Salmendingen. Die Bestattung auf dem Dorffriedhof findet anschließend im engsten Familienkreis statt.