Tag des offenen Denkmals
: Warteschlangen am Wasserturm – halb Sickingen will aufs Wahrzeichen

Nanu. Der Wasserspeicher des Hechinger Stadtteils: ein Denkmal? So alt ist der doch nicht, und außerdem noch voll im Dienst. Das diesjährige Motto des Aktionstages hat es möglich gemacht.
Von
Ernst Klett
Hechingen
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Wenn dieses Bild nicht beim Beitrag über den Wasserturm stehen würde, hätte man es zuordnen können? Es ist die Treppenanlage, die steil und fast unendlich nach oben führt.

Wenn dieses Bild nicht beim Beitrag über den Wasserturm stehen würde, hätte man es zuordnen können? Es ist die Treppenanlage, die steil und fast unendlich nach oben führt.

Ernst Klett
  • Am Tag des offenen Denkmals lockte der Wasserturm in Hechingen-Sickingen viele Besucher.
  • Der Turm ist kein Denkmal, passte aber zum Motto „Netzwerke. Denkmale und Infrastruktur“.
  • Vor Ort bildeten sich lange Warteschlangen, Führungen dauerten offenbar länger.
  • Parken war schwierig, das Gelände und die Straße waren stark gefüllt.
  • Die Narrenzunft Erdmännle bewirtete die Gäste – der Blick auf die Alb gilt als Highlight.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Sonntagnachmittag am immer im September stattfindenden Tag des offenen Denkmals. Geschwind heraus aus der Redaktionsstube und flott nach Sickingen, um Fotos zu machen vom Wasserturm, der dieses Jahr erstmals mit dabei ist in der Gesamtstadt Hechingen. Der große Rest der anderen Denkmale, das sind schließlich lauter alte Bekannte.

Erste Verdachtsmomente bei der Fahrt durch Sickingen

Aber weit gefehlt mit dem zeitlichen Ablauf des Kurztermins. Schon bei der Anfahrt sieht man verdächtig viele Menschen mit und ohne Kinderwagen, aber fast immer mit dem Nachwuchs dabei, in Richtung Ortsende nach Bodelshausen hineilen. Hochverdächtig. Man kennt sich schließlich aus mit Terminen und viel Volk auf der Straße an diesem Wochentag.

Die Befürchtung wird beim flotten Abbiegen von der Kreisstraße nach rechts ins Neubaugebiet Witzenhart bestätigt: kein Durchkommen, und schon gar kein Parkplatz. Nur ein Illegaler am Tor zum Betriebsgelände. Egal, der Peugeot hat silberne Tarnfarbe. Den sieht man nicht so schnell. Die Straße am Turm ist voller Menschen, das eingezäunte Turmgelände noch voller. Mit einem Blitztermin ist nicht zu rechnen.

Die Warteschlange reicht von der Eingangstür des Turms bis auf die andere Straßenseite. Ob es wirklich wahr ist, was der befragte Sickinger Familienvater antwortet? Seit Viertel vor eins stehe er an, aber jetzt seien er und seine Leute ja gleich dran. Kann man es glauben? Die Mitteilung, dass man selbst sich nicht vordrängle, sondern nur schnell ein Foto machen wolle, wird argwöhnisch kommentiert. Angesichts der Höhe, der vielen Stufen und der fehlenden Zeit wird kurzerhand beschlossen, sich die physische Mutprobe zu sparen und anderweitig an Bilder von oben zu kommen: Herr Seeburger, bitte her damit!

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Wir warten noch ein wenig, aber gleich sind wir dran. Ganz weit oben auf dem Wasserturm gab es Führungen. Die dauerten offenbar länger.

Wir warten noch ein wenig, aber gleich sind wir dran. Ganz weit oben auf dem Wasserturm gab es Führungen. Die dauerten offenbar länger.

Ernst Klett

Kein Denkmal, aber ein Netzwerk

Der Wasserturm der Sickinger ist tatsächlich kein Denkmal. Aber das diesjährige Motto des Aktionstages, der mal gut, mal eher schlecht besucht ist, lautet „Netzwerke. Denkmale und Infrastruktur“. Und da lag es wirklich auf der Hand, dass das Wahrzeichen mit dabei sein sollte.

Die Erdmännle sorgen für Bewirtung

Mit einem solch enormen Andrang wiederum dürfte niemand gerechnet haben. Nur gut, dass die Wartezeit angenehm zu überbrücken war. Denn die Narrenzunft Erdmännle sorgte für ziemlich umfassende Bewirtung.

Schwierig, auch im Hochformat, im Online-Beitrag den Wasserturm und die Besucher auf ein Foto zu pressen!

Schwierig, auch im Hochformat, beim Online-Beitrag den Wasserturm und die Besucher auf ein Foto zu pressen!

Ernst Klett

Man kann in Sickingen nur hoffen, dass der Wasserturm nächstes Jahr wieder dabei ist. Motto hin oder her. Oder gibt es vielleicht eine weitere Gelegenheit, um die hohenzollerische und württembergische Welt von oben zu sehen? Vielleicht mit Verlosung der Eintrittskarten? Wir von der Zeitung sind mit dabei! Und der Blick vom Witzenhart auf die Alb ist wirklich atemberaubend. Da muss man nicht einmal auf den Turm steigen.

Noch mehr Menschen, bevorzugt aus dem Stadtteil selbst, die auf den Sickinger Wasserturm wollen.

Noch mehr Menschen, bevorzugt aus dem Stadtteil selbst, die auf den Sickinger Wasserturm wollen.

Ernst Klett