Seniorenarbeit
: Burladingen zeigt Stärken und Herausforderungen im Alter auf

Der Kreisseniorenrat zeigte sich beeindruckt vom Angebot für ältere und pflegebedürftige  Einwohner der Stadt. Natürlich gibt es Verbesserungspotenzial.
Von
SWP
Burladingen
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Kreisseniorenrat zu Besuch in Burladingen

Der Kreisseniorenrat unter Vorsitz von Josef Weiß (vorne Mitte) machte sich ein Bild von der Versorgung und Unterstützung älterer Menschen in der Stadt Burladingen. Das Gremium nahm viele Anregungen mit, hinterließ jedoch zugleich Impulse.Kreisseniorenrat zu Besuch in Burladingen

Privat
  • Kreisseniorenrat besuchte Burladingen und prüfte Angebote für ältere und Pflegebedürftige.
  • Ziel: Strukturen kennenlernen, Herausforderungen benennen und Impulse für die Zukunft setzen.
  • Stationäre Pflege in Haus St. Georg und BeneVit-Haus Fehlatal, ergänzt durch Tagesdienste.
  • Neues Bürgermobil unterstützt seit Mai 2024 mobilitätseingeschränkte Menschen im Alltag.
  • Verbesserungsbedarf bei ÖPNV und barrierefreien Haltestellen – Vernetzung der Fahrdienste angeregt.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Wie kann ein gutes Leben im Alter gelingen? Welche Angebote benötigen ältere Menschen, um möglichst lange selbstbestimmt und gut versorgt in ihrer vertrauten Umgebung leben zu können? Welche Pflegeplätze und Unterstützungsangebote stehen in Burladingen zur Verfügung?

Mit diesen Fragen beschäftigte sich der Vorstand des Kreisseniorenrates Zollernalbkreis unter dem Vorsitz von Josef Weiß bei seinem Besuch dieser Tage in Burladingen.

Auftakt für weitere Gespräche

Der Besuch bildete den Auftakt einer Reihe von Gesprächen, mit denen sich der Kreisseniorenrat ein umfassendes Bild von den Gemeinden, ihren Angeboten und der Infrastruktur für ältere Menschen im Kreis machen möchte. Ziel sei es, bestehende Strukturen kennenzulernen, Herausforderungen aufzuzeigen und Impulse für die Zukunft zu setzen.

Der Kreisseniorenrat vertritt die Interessen älterer Menschen überparteilich, überkonfessionell und gemeinnützig. Der direkte Austausch mit den Kommunen sei ein wichtiger Baustein, um die Bedürfnisse besser zu verstehen und gemeinsam die Situation älterer Menschen zu verbessern, so Weiß.

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Am Gespräch nahmen neben Bürgermeister Davide Licht Kreispflegeplanerin Janessa Roos, Karl-Moritz Kraus, Vorsitzender des örtlichen Vereins Bürger helfen Bürgern, Martin Paulus, Chef des Ordnungsamtes, sowie Annemarie Kanz, Leiterin des Forums „Älter werden“ St. Fidelis, teil.

Ebenfalls anwesend war Friedemann Mutschler, der 1990 den Förderverein Seniorenzentrum Burladingen federführend gründete. Er gab einen Einblick in die Entstehungsgeschichte des Fördervereins. Trotz anfänglicher Herausforderungen, sei es gelungen, Bürgerinnen und Bürger für das Vorhaben zu gewinnen. Damit wurde der Grundstein für die Entwicklung des Pflegeheims und der Wohnanlage „Haus St. Georg“ gelegt. Heute stehen mit dem Haus St. Georg und dem BeneVit-Haus Fehlatal zwei Einrichtungen für stationäre Pflege zur Verfügung. Das Angebot wird durch Tagesdienste ergänzt. (Wenngleich der Bedarf an Pflege- und Tagespflegeplätzen beständig wächst.)

Bürgermobil bewährt sich

Ein weiteres Beispiel für die Unterstützungsangebote in Burladingen ist das Bürgermobil des Vereins Bürger helfen Bürgern seit Mai 2024. Karl-Moritz Kraus stellte vor, wie es Menschen unterstützt, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. „Ob Fahrten zu Arztterminen, zum Einkaufen oder zu Bekannten: das Bürgermobil hilft, alltägliche Wege zu bewältigen, Selbstständigkeit zu bewahren und soziale Kontakte aufrechtzuerhalten.“

Bürgermeister Licht betonte, dass auch die „Landlädle“ in Gauselfingen, Killer und Stetten einen wichtigen Beitrag zur Versorgung von Senioren leisten.

Darüber hinaus unterstützt die Antonie-und-Apollonia-Scheu-Stiftung in Not geratene Einwohnerinnen. Auch solche Hilfsangebote sind ein wichtiger Bestandteil des sozialen Netzes vor Ort. Weitr organisiert das Forum „Älter werden“ des Gemeindeteams St. Fidelis einmal im Monat einen Seniorennachmittag. Dieses Angebot fördert das gesellige Miteinander sowie den Austausch untereinander.

Der Austausch zeigte, dass Burladingen mit seinen Pflege- und Unterstützungsangeboten, dem vielfältigen ehrenamtlichen Engagement und den zahlreichen Initiativen über eine gute Grundlage für ein lebenswertes Alter verfügt. Gleichzeitig gibt es weiterhin Herausforderungen. Der Personennahverkehr und die Barrierefreiheit von Bushaltestellen bieten Ansatzpunkte für Verbesserungen.

Ein Impuls aus dem angeregten Gespräch an diesem Nachmittag war die Anregung, die Träger und Verantwortlichen der verschiedenen Bürgerfahrdienste im Zollernalbkreis, wie den „Fleckahopser“ in Bisingen, das Bürgermobil in Burladingen oder weitere stärker miteinander zu vernetzen und den Erfahrungsaustausch zu fördern.

Für die Stadt Burladingen war der Besuch eine wertvolle Gelegenheit, die örtlichen Angebote und Strukturen vorzustellen, Herausforderungen zu benennen und neue Impulse für die Seniorenarbeit mitzunehmen.

Positives Fazit, weitere Herausforderungen

Das Fazit der Teilnehmenden: „Es wurde deutlich, wie wichtig es ist, bestehende Angebote weiterzuentwickeln und die Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Pflegeeinrichtungen, Vereinen und Ehrenamtlichen im gesamten Zollernalbkreis zu stärken.“