Schloßkonzerte
: Saxophonquartett Arcis-Ensemble zeigt Altmeister Bach in neuem Licht

Kreative Arrangements sorgten für einen fesselnden Konzertabend und ein gelungenes Finale der Haigerlocher Schlosskonzerte im Bad Imnauer Fürstensaal.
Von
Antonia Lezerkoss
Haigerloch-Bad Imnau
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Arcis Saxophon Quartett Haigerlocher Schlosskonzerte

Claus Hierluksch (Sopransaxophon), Bernardo Pereira (Altsaxophon), Sonia Tcherepanov (Tenorsaxophon) und Jure Knez (Baritonsaxophon) gestalteten den grandiosen Abschluss der diesjährigen Schlosskonzerte.

Antonia Lezerkoss
  • Finale der Haigerlocher Schlosskonzerte in Bad Imnau: Arcis Saxophon Quartett begeisterte.
  • Im Fokus stand Bachs „Wohltemperiertes Klavier“, neu arrangiert für Saxophon.
  • Moderne Auftragswerke trafen auf Bach – ein dialogisches, vielfältiges Klangspektrum entstand.
  • Komponisten darunter Alekeey Igudesman, Huey Ching Chong, Theresa Zaremba, Nyokabi Kariuki.
  • Abschluss mit Bernsteins „Prelude, Fugue & Riffs“ in rasanter Techno-Jazz-Version von Leonhard Kuhn.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Johann Sebastian Bachs „Wohltemperiertes Klavier“ stand im Mittelpunkt der letzten, diesjährigen Aufführung der Haigerlocher Schloßkonzerte im voll besetzten Fürstensaal von Bad Imnau. Unter dem Titel „JSB: 48“ präsentierten die Musiker des Arcis Saxophon Quartetts ein Kaleidoskop aus Fugen und Präludien des Großmeisters der Musikgeschichte in neuen, kreativen Arrangements für Saxophon. In ihnen trifft die zeitlose Meisterschaft Bachs auf die Kreativität von Musikern und Komponisten aller Stilrichtungen und zeigt bekannte Werke in neuem Licht.

Die vier Multitalente Claus Hierluksch (Sopransaxophon), Bernardo Pereira (Altsaxophon), Sonia Tcherepanov (Tenorsaxophon) und Jure Knez (Baritonsaxophon) erweiterten ihre fein austarierten Arrangements der Bach'schen Werke mit zeitgenössischen Auftragskompositionen von Alekeey Igudesman , Huey Ching Chong, Theresa Zaremba, Nyokabi Kariuki oder Nikolai Kapustin. Sie nahmen dabei das „Wohltemperierte Klavier“ als Inspirationsvorlage und schnitten es auf ihren Stil zu.

Faszinierendes Klangspektrum

So entstand ein fesselnder Dialog zwischen den Tonschöpfungen der modernen Komponisten und den klassischen Musikstücken Bachs. Jenseits von „Schubladendenken“ verbanden sich hier Tradition und Moderne auf kunstvolle Weise und es entstand daraus ein faszinierendes Klangspektrum von seltener Vielfalt, das facettenreicher und vielschichtiger nicht sein könnte.

Mit Leichtigkeit, mitreißendem Klang, virtuos und perfekt beherrschen die vier Musiker souverän den Spagat zwischen den verschiedenen musikalischen Genres und sie erkunden mit Experimentierfreude, hohem künstlerischem Anspruch und unbändiger Neugierde neue musikalische Gefilde. Da betörte „Bach to the future“ von Alekeey Igudesman, da verblüffte der besondere Klang von „Prelude Reexplored“ aus der Feder der malaiischen Komponistin Huey Ching Chong und da setzte die feurig-jazzige Interpretation von Bachs Präludien, komponiert von Nikolai Kapustin, in Erstaunen.

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Jazziger Sound in der zweiten Konzerthälfte

In der zweiten Konzerthälfte betraten die Musiker unkonventionelleres Terrain und eröffneten geradezu avantgardistisch eine spielerisch innovative Weise des Musizierens; dabei jonglierten sie virtuos mit klassisch beeinflussten Musikstücken in jazzigem Klanggewebe. Bestens gelang Paul Bießmanns interessante Cross-over-Bearbeitung des Songs „Exit Music“, komponiert von  Brad Mehldau,  inspiriert durch Chopins Prélude in e-Moll (Op. 28) und einst performt von der britischen Rockband Radiohead.

So abwechslungsreich kann Saxophon klingen

Kraftvoll und energetisch beendeten die vier Künstler ihr schwungvolles und vielseitiges Konzert mit einer Bearbeitung von Leonard Bernsteins farbenreichem Werk „Prelude, Fugue & Riffs“, welches die klassischen Kompositionselemente Präludium und Fuge mit jazzigen Riffs verquickt. Der Münchner Komponist, Jazzgitarrist (und Mathematiker) Leonhard Kuhn hat dieses Musikstück speziell für das Arcis Saxophon Quartett als rasante Techno-Jazz-Version arrangiert. So abwechslungsreich kann Saxophon klingen! Begeisterter Applaus für die hervorragende künstlerische Leistung der Musiker.