Regionalgruppe der Teckwerke: Erfolge kommen – Projekt in Hechingen ist sehr konkret

Bei der Hauptversammlung der Teckwerke-Regionalgruppe Hechingen sprach auch Felix Denzinger (rechts), Vorstand der Teckwerke.
StopperDie ehrenamtliche Beratung für Photovoltaikanlagen läuft, ein größeres Photovoltaik-Projekt ist in der Planung. Anders ausgedrückt: Es läuft gut für die im Herbst vorigen Jahres gegründete Hechinger Regionalgruppe der Teckwerke Bürgerenergie Genossenschaft. Ziel der Genossenschaft ist es, den Ausbau erneuerbarer Energiequellen in Hechingen auszubauen und den Einwohnern der Region auch finanzielle Beteiligungsmöglichkeiten an den Gewinnen dieser Technik zu ermöglichen.
Und das passiert in Hechingen offensichtlich mit großer Begeisterung. „Ihr seid eine der aktivsten Regionalgruppen, die wir haben“, lobte Felix Denzinger, Vorstandsmitglied der Teckwerke, der zur Hauptversammlung im Hechinger Schützenhaus gekommen war. Stolz berichtete er auch darüber, dass für das Jahr 2023 für alle Mitglieder der Teckwerke vier Prozent Ausschüttung auf die Genossenschaftsanteile beschlossen wurde.
Ehrenamtlich werden Bürger zur Installation einer Solaranlage beraten
Die drei Regionalgruppen- Sprecher Almut Petersen, Rolf Ege und Reinhold Robertz sowie weitere Arbeitsgemeinschafts-Sprecher berichteten vor über 20 Mitgliedern über den aktuellen Stand der Aktivitäten. Die konkretesten Erfolge kann hier die Gruppe Photovoltaik-Bürgerenergieberatung vorweisen, in der sechs Aktive ehrenamtlich Einwohner der Region beraten, die sich unverbindlich darüber informieren wollen, ob und wie sich ihr Gebäude für die Installation einer Solaranlage eignet.
Die Hechinger Berater haben sich dabei intensiv in Kursen und im Eigenstudium in der Gruppe so fortgebildet, dass sie kompetent über viele Themen beraten können, von Balkonkraftwerken bis zu gemeinsamen Anlagen auf Mietshäusern, von Speichertechnik bis hin zur Interpretation des Erneuerbare Energien Gesetzes. Keine Empfehlung geben die Berater nur darüber ab, welche Firma anschließend eine solche Anlage installieren soll. „Die Leute können immer kaum glauben, dass wir das komplett ehrenamtlich machen“, berichtete Rolf Ege, „aber uns motiviert einfach das Ziel, dass hier in der Region möglichst viel Strom aus Sonnenenergie gewonnen wird.“ Wer Interesse hat: Unter der Mailadresse PV-Berater-HCH@mail.de kann ein Termin vereinbart werden.
Parallel sind Aktive der Regionalgruppe immer aktuell dabei, Projekte für große Dach-Photovoltaikanlagen zu finden. Ein Vorhaben ist schon sehr konkret, es fehlt eigentlich nur noch die endgültige Unterschrift unter den Verträgen. Bis Herbst wird es öffentlich vorgestellt werden können. Wichtig für die Einwohner der Region: Sie können sich dort über die Genossenschaft auf unterschiedliche Weise finanziell beteiligen und damit von an der Rendite solcher Anlagen profitieren.
Enger Kontakt mit dem Nabu wegen Freiflächen-Anlagen
Auch an den Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen, deren mögliche Standorte aktuell über den Regionalverband NeckarAlb ausgewiesen werden, hat die Regionalgruppe Interesse angemeldet. Im Vergleich zu Biogasanlagen kann hier mehr als das 30-fache an Strom pro Quadratmeter erwirtschaftet werden. Von den Teckwerken wird auch der ökologische Aspekt dieser Anlagen betont. Es besteht hier enger Kontakt zum Nabu.
Die AG-Windenergie der Regionalgruppe begleitet sehr aufmerksam die aktuelle Planung des Regionalverbands, die hier im Grenzbereich zu Grosselfingen und Rangendingen auch auf Hechinger Gemarkung solche Anlagen ermöglichen könnten. Millionenschwere Vorhaben, an denen Großinvestoren allergrößtes Interesse haben. Auch hier wollen es die Teckwerke durch Projektbeteiligungen ermöglichen, dass auch die Einwohner der Region, in deren Sichtweite diese Anlagen ja entstehen sollen, dann zumindest vom finanziellen Gewinn solcher Anlagen mitprofitieren können. Allerdings muss hier der Abschluss der Standortfragen erst noch abgewartet werden.