Q-Fieber im Zollernalbkreis
: Nur eine neue Erkrankung: Ist das Schlimmste überstanden?

Der Wetterumschwung hin zu mehr Feuchtigkeit scheint die Entwicklung des Q-Fiebers tatsächlich zu bremsen. Der rasante Anstieg der Fallzahlen ist gebremst.
Von
Ernst Klett
Hechingen
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Reaktion auf Rinderdiebstähle in Brandenburg: 15.05.2026, Brandenburg, Herzberg: Rinder der Agrargenossenschaft Gräfendorf eG stehen auf einer Weide. Ende April hatten Unbekannte in Gräfendorf bei Herzberg (Elbe-Elster) 70 Rinder gestohlen und einen Schaden von rund 50.000 Euro verursacht. Drei weitere Diebstähle gab es in den letzten Tagen. Foto: Frank Hammerschmidt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Damit es nicht heißt, man würde das Q-Fieber immer nur mit Schafen in Verbindung bringen: Auch in der Nähe von Rindern und ebenso Ziegen kann man sich mit etwas oder auch viel Pech damit infizieren (Symbolbild).

Frank Hammerschmidt/dpa
  • Q-Fieber im Zollernalbkreis: 16 registrierte Erkrankungen, Schwerpunkt Rangendingen.
  • Innerhalb einer Woche kam ein Fall hinzu – zuvor waren es drei in sieben Tagen.
  • Mehrere Betroffene erlitten Lungenentzündungen und wurden im Krankenhaus behandelt.
  • Wetterumschwung mit mehr Feuchtigkeit bremst wohl die Verbreitung, es staubt weniger.
  • Übertragung erfolgt von Tieren, vor allem Huftieren; Kontrollen fanden keinen Ausbruchsbetrieb.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mittlerweile sind im Zollernalbkreis 16 an Q-Fieber erkrankte Menschen registriert. Das ist eine Zahl, die weiterhin aufhorchen lässt. Die Infektion hat teilweise zu Lungenentzündungen geführt, die im Krankenhaus behandelt werden mussten. Allerdings scheint das Schlimmste überstanden zu sein. Innerhalb einer Woche ist nur ein weiterer Fall hinzugekommen. Zuvor hatte es binnen sieben Tagen drei Neuerkrankungen gegeben.

Auch der neue Fall ist einer aus Rangendingen

Den neuen Fall hat die Pressestelle des Landratsamtes am Donnerstag auf Anfrage gemeldet. Es handelt sich um eine neuerliche Erkrankung in Rangendingen. Schon wieder. Dort ist eindeutig der Schwerpunkt der Welle. Insgesamt taucht die Starzelgemeinde jetzt mit 16 Erkrankten in der Liste des Kreisgesundheitsamtes auf. Die drei vorigen Fälle waren ebenfalls alle in Rangendingen.

Für die Statistik: Notiert sind für den Landkreis Zollernalb außerdem noch zwei Erkrankungen in Hechingen und ein Fall in Meßstetten. Aus Hirrlingen, der Nachbargemeinde von Rangendingen im Landkreis Tübingen, wurden zwei Erkrankte gemeldet.

Für das Q-Fieber gilt, dass es von Tier zu Mensch übertragen wird, vorzugsweise durch Huftiere. Aber es soll, so versicherte zumindest ein Schäfer, auch Fälle geben, die durch Hund und Katze ausgelöst worden sein sollen. Fest steht zum einen, dass der Erreger eine hohe Überlebensfähigkeit in der Umwelt hat, und zum anderen, dass er besonders mithilfe von Stäuben übertragen wird.

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Wetterwechsel sollte Entwicklung bremsen

Da kommt der unheimlich heiße und trockene Sommer 2026 mit ins Spiel. Er dürfte für eine auffallend großflächige Verbreitung des Erregers mitgesorgt haben. Mittlerweile ist es nicht mehr heiß und nur noch Altweibersommer. Regen fehlt zwar weiterhin, aber immerhin kühlt es über Nacht so heftig ab, dass es noch lange in den Tag hinein halbwegs feucht bleibt – und wenig staubt. Darauf hat das Landratsamt bereits letzte Woche verwiesen.

Bei der Suche nach dem Tierhalterbetrieb, in dem das Q-Fieber ausgebrochen sein könnte, ist das Landratsamt derweil weiterhin nicht fündig. Die seitherigen Kontrollen hatten ausnahmslos negative Ergebnisse.