Obst- und Gartenbauverein Weildorf
: Seit 125 Jahren im Einsatz für die Natur

Mit einem Festsonntag hat der Obst- und Gartenbauvereins Weildorf (OGV) sein Vereinsjubiläum gefeiert. Es gab Geschenke, Ehrungen und ein Programm für die Kinder.
Von
Herbert Hurm
Oberndorf
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Bürgermeister Heiko Lebherz und Ortsvorsteher Armin Hipp (hinten links) sowie Vizepräsident Christian Heubaum und Kreisvorsitzender Ulrich Ende (hinten rechts) nehmen beim Festsonntag des OGV Weildorf die geehrten Mitglieder in ihre Mitte. Für das Gruppenfoto haben sie die Baumpflanzung symbolisch nachgestellt; tatsächlich haben die Mitglieder bereits vor Wochen den Apfelbaum – ein Geschenk von Lebherz – eingepflanzt.

Herbert Hurm

„Feste unterbrechen den Alltag“ – Unter dieses Motto hat Diakon Peter Hipp den ökumenischen Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Peter und Paul gestellt, den er mit Diakonin Daniela Brändle zelebrierte, von Matthias Naeschke an der Orgel begleitet.

Schöner hätte er fast nicht sein können, dieser Festsonntag des Obst- und Gartenbauvereins Weildorf.

Ob im Hagastall oder draußen – es blieb reichlich Zeit für Gespräche

Zahlreiche Besucher, Ehrungen, eine symbolische Baumpflanzung, musikalische Unterhaltung „unplugged“ durch eine Abordnung des Musikvereins, Mittagstisch, eine große Auswahl an leckeren Kuchen und sogar eine Cocktailbar, betrieben von jungen Leuten aus dem Jugendheim „Bude“, waren geboten – vor allem aber gab es genügend Zeit für Gespräche, sei es im Hagastall oder draußen.

Vor dem Kriegerdenkmal gedenken die Festbesucher den verstorbenen Mitgliedern des Vereins.

Foto: Herbert Hurm

Doch zurück zum Anfang: Diakon Peter Hipp wies gleich zu Beginn darauf hin, dass dieser Gottesdienst im Zeichen der lebenden und der bereits verstorbenen Mitglieder stehe, „die sich seit der Gründung vor 125 Jahren für die Natur eingesetzt haben und es auch heute noch tun.“

Eingebunden in den Gottesdienst waren die Ehrungen für 25 und 40 Jahre Vereinszugehörigkeit, die Ulrich Ende, Vorsitzender des Kreisverbandes, und der Vizepräsidenten des Landesverbandes, Christian Heubaum, durchführten; unterstützt hat sie dabei Schriftführer Gerhard Stocker.

Lebherz: „Der Verein darf zu Recht stolz auf die lange Tradition sein“

Nach der Totenehrung folgten Ansprachen von Ortsvorsteher Armin Hipp und Bürgermeister Heiko Lebherz. Beide wiesen auf die lange Tradition und auf die Bedeutung des Vereins für die Gemeinde hin. Der OGV Weildorf dürfe zu Recht „stolz auf die lange Tradition und seine heutige Bedeutung sein.“

Auch so kann Tischschmuck mal aussehen: Paula Huber, ein Aktivposten beim OGV, hat hier einen ihrer kreativen Einfälle umgesetzt.

Foto: Herbert Hurm

Der Bürgermeister kam nicht mit leeren Händen: Schon vor etlichen Wochen hatte die Stadt einen stattlichen Apfelbaum der alten Sorte „Jakob Fischer“ gespendet, den die Vereinsmitglieder bereits fachgerecht eingepflanzt und wegen der Trockenheit regelmäßig mit Wasser versorgt haben.

Der „Verkehrskasper“ unterhält die Kinder beim Fest in Weildorf

Paula Huber und Karola Stocker wurden für ihren herausragenden Einsatz für den Verein mit je einer schönen Pflanze überrascht – versehen waren diese mit dem Hinweis: „Die gehört in den Garten, dort zieht sie die Insekten nur so an“.

Eine kleine Besetzung des örtlichen Musikvereins unter Leitung des Vorsitzenden Andreas Trefz trug mit flotten Musikstücken ebenfalls zur guten Laune der Gäste bei.

Mit viel Eifer und Disziplin haben die Kinder gemeinsam gebastelt und gespielt.

Foto: Herbert Hurm

Karola Stocker fesselte derweil im Heimatmuseum die jüngeren Kinder mit einer Marionettenaufführung vom „Verkehrskasper und dem verunglückten Hund Bello“. Sie und weitere Helferinnen bastelten danach anschließend mit den Kindern, die auch draußen beim Herumtollen viel Spaß hatten.

Selbst der Wettergott hielt sich mit seinen Regentropfen zurück

Später wurde ihnen noch ein Märchen erzählt. Es war bei all diesen Angeboten schön zu sehen, wie begeistert und zugleich diszipliniert die Kinder bei der Sache waren.

Der Wettergott hatte ebenfalls ein Einsehen und außer gelegentlich ein paar Regentropfen störte nichts die Feiernden. So zog sich die Veranstaltung bis in die Abendstunden hin, während im Hintergrund bereits erste „Heinzelmännchen“ mit dem Aufräumen beschäftigt waren.

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