Niedriges Grundwasser in Hohenzollern
: Appell: „Vermeiden Sie unnötigen Wasserverbrauch“

Der Zweckverband Wasserversorgung Hohenzollern und die Stadt Hechingen warnen vor Wassermangel: Das Grundwasser erreicht demnach neue Rekord-Niedrigstände. Die Stadt schaltet Brunnen ab – was Privatpersonen unternehmen können, um ihren Wasserverbrauch zu senken.
Von
red
Hechingen/Hohenzollern
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Der Brunnen vor dem Rathaus plätschert am Montagnachmittag noch. Die Stadt kündigt an, ihn abzuschalten, um Wasser zu sparen.

Der Brunnen vor dem Rathaus plätschert am Montagnachmittag noch. Die Stadt kündigt an, ihn abzuschalten, um Wasser zu sparen.

Alexander Kauffmann
  • Hohenzollern meldet Rekordtief beim Grundwasser – Hitze und Trockenheit lassen Pegel sinken.
  • Der Zweckverband nutzt verstärkt Bodenseewasser, um die Versorgung abzusichern.
  • Vorsorgemaßnahmen gefordert: Trinkwasser sparsam nutzen und unnötigen Verbrauch vermeiden.
  • Empfehlungen: Großflächen nicht bewässern, Gärten nur per Hand, keine Poolfüllungen.
  • Hechingen schaltet Trinkwasser-Brunnen ab, betroffen sind Anlagen in Boll, Schlatt, Stetten und Weilheim.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Aufgrund der anhaltenden Hitze- und Trockenperiode sind die Wasserstände in den Gewinnungsanlagen des Zweckverbandes Wasserversorgung Hohenzollern drastisch abgefallen. Die aktuellen Fördermengen zeigen, dass die Grundwasserspiegel der Quellen und Brunnen inzwischen unter das Niveau des bisherigen Rekordhitzejahres 2003 gesunken sind. Dies berichtet die Stadt in einer Pressemitteilung.

„Um die lokalen Wasservorkommen zu entlasten, nimmt der Zweckverband derzeit bereits teilweise mehr als die vollen vertraglich vereinbarten Bezugsrechte der Bodenseewasserversorgung in Anspruch“, heißt es weiter.

Da laut Wetterprognosen in den kommenden Wochen keine ausreichenden Niederschläge zu erwarten sind, müssen demnach „zwingend vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden, um die Trink- und Löschwasserversorgung für die Verbandsgemeinden bis weit in den Herbst hinein lückenlos sicherzustellen“.

Vier Maßnahmen zum Wassersparen

Der Zweckverband Wasserversorgung Hohenzollern erklärt, wie jeder dazu beitragen kann, Wasser zu sparen:

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  • Bewässerung von Großflächen und Grünflächen: Verzicht auf das Gießen und Bewässern von großen Rasen- und Grünflächen sowie Sport- und Freizeitanlagen mit Trinkwasser
  • Private Grünflächen und Gärten: Beschränkungen der Gartenbewässerungen sind auf das absolut notwendige Minimum (ausschließlich Handbewässerung in den kühlen Morgen- oder Abendstunden) zu beschränken
  • Pools und Schwimmbecken: Verzicht auf das Befüllen von privaten Pools, Schwimmbecken, Whirlpools und Zisternen mit Trinkwasser
  • Reinigung und Fahrzeugwäsche: Verzicht auf das Abspritzen von Einfahrten, Terrassen, Fassaden sowie auf das Waschen von Fahrzeugen mit Trinkwasser

„Nutzen Sie Trinkwasser bewusst und vermeiden Sie unnötigen Verbrauch“, appelliert der Zweckverband. Und weiter: „Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Nur durch einen verantwortungsvollen und umsichtigen Umgang aller Bürgerinnen und Bürger können die Grundversorgung sowie der Brandschutz sichergestellt werden.“

Stadt nimmt Brunnen außer Betrieb

Derweil kündigt die Stadt Hechingen an, Brunnen außer Betrieb zu nehmen, die mit Trinkwasser gespeist werden. Begründet wird dies mit der Trockenheit und dem Sparen von Trinkwasser.

Folgende Brunnen sind betroffen: In Boll das Marienbrünnle beim Kreuzweg Maria Zell, in Schlatt die Brunnen in der Wörthstraße und auf dem Lammplatz, in Stetten die Brunnen in der Bachstraße, der Brünnlestraße und beim Rathaus sowie der Weilheimer Brunnen im Unterdorf.