Natur in Haigerloch
: Infotafeln machen auf Schmetterlinge aufmerksam

Mit Infotafeln macht der NABU Haigerloch an Feldern in Stetten und Trillfingen auf die schützenswerten Brennnesselfalter aufmerksam.
Von
(red/pm)
Oberndorf
Jetzt in der App anhören

Im Gewann "Reiber" in Trillfingen steht eine Infotafel, die darauf aufmerksam macht, das Randstreifen an Feldern für Schmetterlinge wertvolle Lebensräume sind.

Herbert Fuchs/NABU

Bunt geht’s derzeit an manchen Feldrainen in Stetten und Trillfingen zu. NABU-Aktive haben an zwei mit frischen Brennnesseln bewachsenen Stellen Metallstangen mit farbigen Informationstafeln angebracht, und an deren Spitze thront ein bunter Schmetterling aus Blech.

Diese Aktion, die mit der Stadtverwaltung abgesprochen ist, soll zum einen die Bevölkerung darauf aufmerksam machen, dass es hier Raupen von sogenannten „Brennnesselfaltern“ zu bewundern gibt.

Zumeist handelt es sich dabei um die Raupen des Tagpfauenauges oder vom Kleinen Fuchs. Besonders für Kinder ist es sicher interessant, so etwas auch in der Landschaft „live“ zu bewundern. Zum anderen dienen die Markierungen dem Bauhof und den bewirtschaftenden Landwirten, genau die Stellen zu erkennen, an denen man den Mähbalken für ein kurzes Stück anheben sollte.

In der Regel achtet man zwar darauf, dass solche Bestände mit Raupen nicht beschädigt werden (was im Übrigen auch verboten wäre), doch von hoch oben auf dem Traktor sieht man das eben oft nicht rechtzeitig. Mit den Markierungen sind die Raupen jetzt „safe“. Deren Entwicklung verläuft häufig recht schnell, so dass die Tiere bald abwandern und sich einen Platz zum Verpuppen suchen. Wenn dann keine Raupen mehr in den Brennnesseln sitzen, können sie abgemäht werden – denn Altbestände werden nicht mehr belegt. Nach dem Mähen wachsen dann meist schnell frische Pflanzen nach und der Tisch für die nächste Falter-Generation ist wieder gedeckt. Die NABU-Leute entfernen also die Info-Tafeln, sobald alle Raupen abgewandert sind. Weil man nicht alle Stellen im Blick hat, sind Hinweise aus der Bevölkerung willkommen. Auch anders herum: Wenn jemand Brennnesselbestände mit Raupen findet, die vielleicht von einer zu frühen Mahd bedroht sind, freut sich der NABU über einen Anruf oder eine E-Mail unter info@nabu-haigerloch.de.

Junge Raupen vom Tagpfauenauge hinter dem „Netterbühl“.

Foto: NABU/Fuchs

Der NABU im Porträt

Der NABU/DBV Haigerloch wurde im April 1977 von einer kleinen, aber engagierten Schar von Naturfreunden gegründet. 1986 ging der Vorsitz an Adolf Beiter über, der das Amt des Vorsitzenden dann bis 2015 in Händen hatte. Seither stand Herbert Fuchs wieder der Gruppe vor.

In der Mitgliederversammlung 2020 wurde „Rangendingen“ in den Gruppen-Namen aufgenommen und ein neuer Vorstand gewählt: erstmals ein Team-Vorstand, bestehend aus vier Sprechern.

Von Anfang an war nicht nur die Naturbeobachtung, sondern auch der Schutz der Natur das Anliegen der Gruppe. Vorträge und naturkundliche Führungen für die gesamte Bevölkerung bilden damit den Schwerpunkt der Öffentlichkeitsarbeit. Daneben steht sie der Verwaltung mit Rat und Tat zur Verfügung- Aber auch in der Landschaftspflege ist die Gruppe regelmäßig aktiv. Quelle: NABU

ZAK News
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Zollernalbkreis Montag bis Samstag im kompakten Überblick.