Nahwärme in Rangendingen
: Noch ist nichts entschieden

Einen Zwischenstand zum Nahwärme-Konzept gab es in Rangendingen. Abwärme von der Firma Tubex fällt weg.
Von
Alexander Kauffmann
Oberndorf
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Auch das Rangendinger Rathaus könnte mit Nahwärme versorgt werden.

Kauffmann

Wie könnte Rangendingen in Zukunft mit Wärme versorgt werden? Die Antworten soll der kommunale Wärmeplan geben, den auch die Gemeinde Rangendingen hat erstellen lassen.

Laut Gesetz des Landes Baden-Württemberg muss das Gutachten bis 2030 stehen.

Eine Pflicht, das Konzept in die Realität umzusetzen, gibt es nicht.​

Noch kein Standort

​Der Gemeinderat wird das Thema künftig vertiefend beraten und hörte bei der jüngsten Sitzung einen aktuellen Stand. Entschieden und abgestimmt hat das Gremium nicht letztgültig über das Thema. In Zeiten klammen Haushalts dürften nicht zuletzt finanzielle Argumente in der Waagschale liegen. Was berichtet wurde:​

Wie ein Vertreter des Ingenieurbüros Lorinser (mit Sitz in Betzenweiler, Kreis Biberach) erklärte, stehe noch kein genauer Standort für die Heizzentrale fest. Als Fläche für die Anlage könnte sich der Bereich bei der Schule anbieten, weil es dort in direkter Nähe zueinander elf gemeindeeigene Gebäude gibt. Generell gilt nämlich der Grundsatz: Je kürzer die Netzlänge, desto rentabler.​

Offen ist derzeit auch der Verlauf des Nahwärmenetzes. Aufgrund des potenziellen Standorts der Heizzentrale könnten – so die Idee grob skizziert – künftig Anwohner zwischen Heimgartenstraße, Schulstraße und Oberdorfstraße ans Nahwärmenetz angeschlossen werden. Allerdings kann das Netz erweitert werden, falls sich genug Abnehmer finden – eine Pflicht zum Anschließen gibt es nicht.

Für Eigentümer einige Vorteile

​Ein Anschluss würde für Eigentümer einige Vorteile bringen. Der Vertreter des Ingenieurbüros sagte etwa, dass der Betreiber für die Wärmeversorgung zuständig ist und die Verantwortung alleine übernimmt. Entsteht an der Heizzentrale also ein Defekt, sind es nicht die Hauseigentümer, die ihn beseitigen müssen. Ausgestattet wären die Eigentümer mit einer gesetzeskonformen Wärmeversorgung. Was die technische Einrichtung anbetrifft, müsste in den Gebäuden eine Übergabestation eingebaut werden, was laut erster Kalkulation einmalige Kosten von etwa 23.800 Euro verursache.​

Für die Gemeinde könnte dies jedenfalls ein gutes Geschäft sein, denn wie die Verwaltung in der Sitzung mitteilte, seien die bestehenden Einrichtungen schon älteren Datums und müssten absehbar ohnehin erneuert werden.​

Ursprünglich war angedacht, auch die Abwärme vom Unternehmen Tubex für die Nahwärme zu nutzen. Allerdings ist das nicht mehr Gegenstand der Planungen, weil die eingespeiste Leistung zu niedrig und die Kosten dafür zu hoch wären.

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