Nachruf auf Wilhelm Weith: Eine prägende Figur der Hechinger Unterstadt

Wilhelm Weith ist im 86. Lebensjahr gestorben. In Hechingen wird er als erfolgreicher Geschäftsmann und engagierter Vereinsmensch in Erinnerung bleiben.
privat- Hechingen trauert: Wilhelm Weith starb am 6. Juli 2026 im 86. Lebensjahr.
- Er führte das Schuhhaus Weith von 1961 bis 2007 und übergab an Sohn Rainer.
- Gasexplosion 1977 zerstörte die Filiale – Neubau eröffnete 1983. Hochwasser 2008 traf erneut.
- Weith engagierte sich im HGV, war FC-Spieler und später Funktionär, zudem Chorsänger.
- Beerdigung am Dienstag, 21. Juli, um 10 Uhr auf dem Friedhof Heiligkreuz.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Nachricht vom Tode Wilhelm Weiths hat in Hechingen und darüber hinaus viele Menschen bewegt. Der in vielen gesellschaftlichen Bereichen engagierte Geschäftsmann ist am 6. Juli 2026 im Kreise seiner Familie gestorben. Seine letzten Lebensmonate hatte Weith, von Krankheit gezeichnet, im Hechinger Marienheim verbracht.
Die Schuhmacherei war Wilhelm Weith in die Wiege gelegt
Mit Wilhelm Weith verliert die Stadt Hechingen einen Mann, der jahrzehntelang zu ihren prägendsten Geschäftsleuten zählte. Am 24. September 1940 war er als zweites Kind von Wilhelm und Martha Weith in Hechingen geboren worden. Die Schuhmacherei war ihm in die Wiege gelegt. Schon mit 14 Jahren begann er seine Lehre bei der Firma Fischer in Esslingen, derselben Schuhmacherei, in der schon sein Vater Wilhelm 30 Jahre zuvor gelernt hatte.
Der Vater war im Krieg gefallen
Doch der Stammhalter konnte nicht so einfach in die Fußstapfen der Älteren treten. Sein Vater war bereits 1943 im Krieg gefallen, und Großvater Johann Weith hatte 1947 das Zeitliche gesegnet, weshalb zunächst die Witwen Martha und Anna Weith gefordert waren, das Schuhgeschäft in Hechingen durch die schwierigen Nachkriegsjahre zu führen. Wilhelm Weith kehrte direkt nach seiner Gesellenprüfung nach Hechingen heim und unterstützte Mutter und Großmutter im Schuhgeschäft, bevor er 1961 die Firma Schuh-Weith schließlich übernahm.
Filialen an der Staig und in Balingen
Er führte das Schuhhaus Weith von 1961 bis 2007, bevor er es an seinen Sohn Rainer übergab. Mit Filialen am Fuße der Hechinger Staig und in der Balinger Friedrichstraße zählt das inzwischen in vierter Generation geführte Unternehmen zu den bekanntesten Einzelhandelsgeschäften der Region.
Schicksalsschläge: Gasexplosion und Hochwasser
Zur erfolgreichen Expansion gehörte jedoch auch, erhebliche Widerstände zu überwinden. 1977 war das Schuhhaus von einer verheerenden Gasexplosion an der Staig betroffen. Ein Mitarbeiter erlitt schwerste Verletzungen, das Gebäude wurde zerstört und musste durch den 1983 eröffneten Neubau ersetzt werden. 2008 richtete das Jahrhundert-Hochwasser in der Hechinger Unterstadt im Schuhhaus einen Sachschaden in sechsstelliger Euro-Höhe an.
Tragende Figur des Hechinger Einzelhandels
Zu seiner Zeit lag Wilhelm Weith nicht nur das Wohl des eigenen Geschäftes am Herzen. Mit großem Engagement und Ideenreichtum setzte er sich für den gesamten Einzelhandelsstandort ein. Über viele Jahre hinweg war er eine tragende Figur, zeitweise auch Vorsitzender des Handels- und Gewerbevereins (HGV) Hechingen, des Vorläufers des heutigen Stadtmarketing-Vereins.
Mitglied der legendären FC-Meistermannschaft
Als sportbegeisterter Mann war Wilhelm Weith bis ins fortgeschrittene Alter wandernd und radfahrend in der heimischen Natur unterwegs. In jüngeren Jahren war er begeisterter und erfolgreicher Fußballer. Er war zwischen 1959 und 1962 Mitglied der legendären FC-Meistermannschaften. Nach seiner aktiven Zeit war Wilhelm Weith rund 20 Jahre als FC-Funktionär bis zum 2. Vorsitzenden tätig. Im TC Hechingen war er ebenfalls aktives Mitglied.
Eine weitere Leidenschaft galt dem Chorgesang. Ab 1957 war Weith aktiver Chorsänger im Sängerbund Hechingen. Später amtierte er 20 Jahre lang als 1. Vorsitzender des Vereins. Auch den Stiftschor St. Jakobus bereicherte er über viele Jahre hinweg mit seiner Singstimme. Im Hechinger Jahrgang 1940 war Weith Vorstand und Mitorganisator der regelmäßigen Treffen und Ausflüge.
Beerdigung am Dienstag auf Heiligkreuz
Wilhelm Weith hinterlässt seine Frau Ilse, geborene Albrecht, mit der er seit 1962 verheiratet war, die drei gemeinsamen Söhne Matthias, Wolfgang und Rainer und acht Enkel. Zu Grabe getragen wird er an diesem Dienstag, 21. Juli, um 10 Uhr auf dem Friedhof Heiligkreuz.

