Militär
: Eidgenossen auf dem Vormarsch? Nein, ganz normaler Flugbetrieb

Schweizer Militärhubschrauber flogen in geringer Höhe über dem Fehlatal bei Burladingen. Kein Grund zur Beunruhigung. Es handelte sich um eine gewöhnliche Übung.
Von
Matthias Badura
Burladingen
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Schweizer Militärhubschrauber über dem Fehlatal Burladingen

Jürgen Meyer fotografierte diesen Militärhubschrauber über dem Burladinger Fehlatal.

Jürgen Meyer
  • Militärhubschrauber flogen niedrig über das Fehlatal bei Burladingen – eine Übung.
  • Ein Hubschrauber trug ein Schweizer Hoheitszeichen, mehrere weitere waren in der Luft.
  • Bundeswehr: gemeinsames Training mit der Schweizer Armee gehört zur Ausbildung.
  • Flüge fanden im HFCA Laupheim statt und entsprachen den flugbetrieblichen Regeln.
  • In diesen Gebieten sind Tiefflüge bis unter 100 Fuß erlaubt, reale Übungen bleiben nötig.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Jürgen Meyer, Journalist und Pressefotograf, gelang am Dienstag, 22. September, eine erstaunliche Aufnahme. Er hielt sich in der Nähe der Ruine Falken oberhalb Burladingens auf (Zollernalbkreis), fotografierte von dort, nachdem er Rotorengeräusche vernommen hatte, mehrere Militärhubschrauber, die über das Fehlatal zogen. Einer davon trug ein Schweizer Hoheitszeichen.

Eine nicht ganz ernst gemeinte Frage, die sich daraufhin stellte, lautete: Marschieren die Eidgenossen ein? Unsere Redaktion fragte bei der zuständigen Stelle der Bundeswehr nach und erhielt die Mitteilung, dass sich an dem Tag in der fraglichen Zeit mehrere Maschinen im Hubschrauberflugkoordinierungsgebiet (HFCA) Laupheim befanden:  „Zwei EC 45 des Hubschraubergeschwaders 64 aus Laupheim, sowie neun Militärhubschrauber (vier AS 32, vier EC 35 und ein H 53) mit Schweizer Kennung.“

Regelmäßige Übungen mit der Schweizer Armee

Die Bundeswehr trainiert demnach regelmäßig Hubschraubereinsätze gemeinsam mit der Schweizer Armee. Die Zusammenarbeit ist Teil der internationalen Ausbildungszusammenarbeit und wird jährlich durch den Schweizer Bundesrat genehmigt

Weiter wird mitgeteilt: „Uns liegt keine Information einer speziellen Übung vor. Nach den uns vorliegenden Daten erfolgte der Einsatz, welcher im Rahmen des täglichen Routineübungs- und Ausbildungsflugbetriebs durchgeführt wurde, unter Beachtung der flugbetrieblichen Bestimmungen. Grundsätzlich ist militärischer Flugbetrieb überall in Deutschland zulässig und ist nicht an bestimmte Streckenführungen gebunden, um diese Flugbewegungen möglichst gleichmäßig über den gesamten Luftraum der Bundesrepublik zu verteilen.“

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Flughöhe unter 30 Metern ist erlaubt

Um eine sichere Durchführung von Tiefflügen mit Hubschraubern, verbunden mit Absetzübungen durchführen zu können, sei das Territorium der Bundesrepublik Deutschland in Hubschrauberflugkoordinierungsgebiete aufgeteilt, „die dann in der Hauptsache durch einen festgelegten Verband genutzt werden. In diesen Gebieten dürfen die Hubschrauber je nach Ausbildungsauftrag auch unterhalb einer Flughöhe von 100 Fuß (circa 30 Meter) über Grund fliegen und Übungen durchführen, die man als kurzzeitiges taktisches Aufsetzen bezeichnet.“

Training in der realen Welt ist unumgänglich

Die Erfüllung der Aufgaben der Luftstreitkräfte erfordere eine „fundierte fliegerische Ausbildung und kontinuierliches Üben. Daher ist mit Blick auf den Erhalt der Einsatzbereitschaft der Streitkräfte und unter den gegebenen sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen ein Verzicht nicht möglich.“ Zwar würden heute bereits große Teile der fliegerischen Ausbildung ressourcen- und umweltschonend unter Nutzung von Simulatoren durchgeführt; die Durchführung von Übungseinsätzen in einem realen Umfeld bleibe dennoch unumgänglich.

Bundeswehr gibt Auskunft

Allgemeine Informationen zum militärischen Flugbetrieb sind im Internet unter Militärischer Flugbetrieb (bundeswehr.de) bereitgestellt. Weiter hat die Bundeswehr ein Bürgertelefon eingerichtet, damit sich die Bevölkerung auch unmittelbar mit Beobachtungen an sie wenden kann. Bürgerservice rund um den militärischen Flugbetrieb (bundeswehr.de).