Kernzeitraben in Bisingen: Kevin Büttners Appell an die Gemeinde

Die Kinder der Kernzeitraben werden derzeit auch im Gebäude der Kita Rappelkiste betreut.
KauffmannAm Dienstag waren die Eltern von Grundschulkindern zwar nicht im Gemeinderat, dennoch waren die Kernzeitraben / Verlässliche Grundschule kurz Thema im Gremium.
Angesprochen hatte es Kevin Büttner unter dem Tagesordnungspunkt „Anfragen und Bekanntgaben“. Auf dem Hintergrund, dass Eltern sich während der Bürgerfragestunde in der Juni-Sitzung zu Wort gemeldet hatten, sagte Büttner: „Ich hoffe, dass wir daraus lernen, nicht, dass wir nächstes Jahr vor der gleichen Situation stehen.“
Sabrina Langenbach ergänzte: Für manche Eltern seien die Begründungen, warum ihr Kind für die Kernzeitbetreuung abgelehnt wurde, nicht nachvollziehbar. Insbesondere bei der Kommunikation von Seiten der Verwaltung gebe es in dieser Hinsicht „Luft nach oben“.
Die allermeisten Eltern erhielten eine Zusage
Bürgermeister Roman Waizenegger antwortete in aller Kürze. Er sieht demnach „kein großes Problem“ bei den Kernzeitraben. Er erinnerte an die mehr als 170 Zusagen. Inzwischen sind es nur noch zehn Eltern, denen die Gemeinde eine Absage zustellen musste. Darüber hinaus werde das von den Eltern angeregte Platz-Sharing-Konzept erstmals umgesetzt.
Die Kernzeitbetreuung könnte jedoch auch künftig zum Zankapfel werden. Ab dem Jahr 2026 gilt nämlich der gesetzliche Anspruch auf Betreuung von Grundschülern (dieser gilt pro Jahr für eine Klassenstufe, beginnend mit der ersten).
Ab nächstem Jahr besteht Betreuungspflicht für Eltern
Das bedeutet in der Praxis: Bei den Erstklässlern besteht nächstes Jahr eine Betreuungspflicht. Ihre Eltern dürfen keine Absage erhalten. Melden sich nun bedeutend mehr Erstklässler an, könnte es für die anderen Schüler weniger Platz geben.
Bereits im vergangenen Jahr sorgten die in der ersten Runde erteilten Absagen für Unmut unter den Eltern. Ab 2030 ist die Gemeinde verpflichtet, allen Grundschülern eine Betreuung anzubieten. Das Thema bleibt also bestehen und Lösungen für die Betreuung der Grundschüler insgesamt müssen so oder so gefunden werden.