Katholische Kirchengemeinde Zollern
: Kräfte bündeln gegen die Einsamkeit

Bestehende Ideen sichtbar machen und neue Wege entwickeln: Die Projektinitiative „Gemeinsam gegen einsam“ möchte ein Netzwerk etablieren. Das erste vorbereitende Treffen ist in Hechingen.
Von
Sabine Hegele
Hechingen
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Engagiert für das Projekt Gemeinsam gegen Einsam - von links

Engagiert für das Projekt „Gemeinsam gegen einsam“  – von links: Jasmin Hörter, Ulrike Mayer-Klaus, Bettina Schneider und Meinrad Hirlinger.

Sabine Hegele
  • Initiative „Gemeinsam gegen einsam“ will im „Lebensraum Zollern“ ein Netzwerk gegen Einsamkeit aufbauen.
  • Start mit drei offenen Treffen: 15. Oktober Hechingen, 16. Oktober Burladingen, 12. November Empfingen.
  • Träger ist die katholische Kirchengemeinde Zollern, Partner sind evangelische, kommunale und caritative Akteure.
  • Schirmherrin ist Bonita Grupp von Trigema – Ziel ist Sichtbarkeit und Vernetzung bestehender Angebote.
  • Mitmachen möglich via Medienarbeit@kath-hechingen.de oder Mayer-Klaus@katholisch-zollern.de.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wo im „Lebensraum Zollern“  ist Einsamkeit ein Thema? Die Projektinitiative „Gemeinsam gegen einsam“ der katholischen Kirchengemeinde Zollern nimmt sich dieser Frage an und wirbt „für mehr Verbundenheit“. Als Schirmherrin dafür gewonnen werden konnte keine Geringere als Bonita Grupp, Geschäftsführende Gesellschafterin der Burladinger Firma Trigema.

Drei Treffen zum Start

Gemeinsam mit evangelischen, kommunalen und caritativen Partnern soll die Initiative im nächsten Jahr starten. Voraus gehen drei offene Treffen, bei denen Interessierte miteinander ins Gespräch kommen, bestehende Ideen sichtbar gemacht werden und neue Wege entwickelt werden sollen, um Einsamkeit zu überwinden und Gemeinschaft zu stärken.

Ort dieser Begegnung in Hechingen ist am Donnerstag, 15. Oktober, ab 19.30 Uhr das Bildungshaus St. Luzen. Tags darauf, am 16. Oktober ab 17 Uhr, ist der Gemeindesaal St. Fidelis in Burladingen der Treffpunkt. Die dritte Zusammenkunft ist auf Donnerstag, 12. November, terminiert – ab 19 Uhr im Gemeindehaus in Empfingen.

„Wir möchten uns vernetzen“, sagen Ulrike Mayer-Klaus, Leitende Referentin in der Kirchenentwicklung, und ihre Mitstreiter Meinrad Hirlinger als Vertreter des Pfarreirats, Bettina Schneider, Referentin für Engagementförderung, und Jasmin Hörter, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Digitales.  Ein erstes Ziel der angestrebten Vernetzung:  das Thema Einsamkeit „sprechfähig“ beziehungsweise sichtbar zu machen. Die Kirche allein, sagen die engagierten Projektentwickler, könne das nicht leisten. Um ein Bewusstsein dafür zu schaffen, brauche es eine motivierte Gemeinschaft. Und Menschen „vor Ort“, weil die am besten wissen, wo der Hebel angesetzt werden könnte, um Menschen – egal, ob jung oder älter – aus ihrer Einsamkeit herauszuhelfen.

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Einsamkeit lauert überall

Wo muss Einsamkeit vermutet werden?  An erster Stelle im Seniorenbereich –  dort, wissen Meinrad Hirlinger und seine Mitstreiterinnen, sei sie „augenscheinlich“. Aber (leider) auch bei der Jugend: Corona habe viele Kinder und Jugendliche in die Einsamkeit getrieben… und halte sie bis heute gefangen. Die Pandemie habe sie regelrecht traumatisiert.

Angebote, die den Wunsch „Gemeinsam gegen einsam“ wahr werden lassen, gibt es bereits: Besuchsdienste, Gesprächs- und Spielkreise, Laufgruppen… Die Projektinitiative ruft dazu auf, über soziale, gesellschaftliche oder institutionelle Grenzen hinweg Kräfte zu bündeln. In der Zusammenarbeit von bereits engagierten Menschen mit weiteren Interessierten, die ergänzende oder neue Ideen für einen Weg heraus aus der Einsamkeit einbringen wollen, könnten im besten Fall noch nie dagewesene Initiativen entwickelt werden.

Wer möchte mitmachen?

Wer Teil der Projektinitiative „Gemeinsam gegen einsam“ werden möchte, kann sich unter Medienarbeit@kath-hechingen.de melden oder direkt mit Ulrike Mayer-Klaus unter Mayer-Klaus@katholisch-zollern.de in Verbindung setzen. Weitere Ansprechpersonen der Arbeitsgemeinschaft sind Bettina Schneider, die Gemeindereferentinnen Sonja Dieringer und Antje Perktold (Empfingen) sowie Bildungsreferentin Ulrike Stoll-Dyma.

Genau diesem „Anstoß“ hat sich die Projektinitiative „Gemeinsam gegen einsam“ verschrieben – wobei, darauf legen Ulrike Mayer-Klaus und Co. wert, kein „ausschließlicher Marsch der Kirchengemeinde“ angestrebt sei.

Mit medialem Rückenwind

Oft, macht die Leitende Referentin in der Kirchenentwicklung deutlich, stünden bei Reformen Strukturdebatten im Vordergrund – „wir wollen es anders machen!“  Man wolle Themen setzen, die für andere relevant sind. Und dabei gerne alle mit ins Boot holen, die „kreativ und initiativ“ sind. Nicht zu unterschätzen dabei: der „mediale Rückenwind“, um ein „Feuer der ehrenamtlichen Arbeit zu entfachen“.