Infrastruktur Bisingen
: Inklusives Wohnen mit hoher Lebensqualität

Soziale Verantwortung vor Ort: Das Eberhard-Wiget-Haus an der Bahnhofstraße in Bisingen wurde jetzt offiziell eingeweiht.
Von
swp
Bisingen
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Fassade

Prominent an der Bahnhofstraße in Bisingen steht das Eberhard-Wiget-Haus.

Sabine Hegele
  • In Bisingen wurde das Eberhard‑Wiget‑Haus an der Bahnhofstraße eingeweiht.
  • Es bietet 18 barrierefreie Wohnungen – inklusives Wohnen für Menschen mit und ohne Behinderung.
  • Acht ehemalige Bewohner aus der Raichbergstraße zogen in eigene Apartments mit Aufzug.
  • Förderer waren Aktion Mensch, Landeswohnraumförderung und KfW, umgesetzt von Willi Mayer.
  • Das Wohnangebot wechselte von stationär zu ambulant, eine neue Hausgemeinschaft entstand.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mit einer feierlichen Einweihungsveranstaltung wurde jetzt das neue Eberhard-Wiget-Haus in der Bahnhofstraße 1/5 in Bisingen offiziell seiner Bestimmung übergeben. Das Haus bildet den Schlusspunkt eines mehrjährigen Projektes und bietet modernen, barrierefreien Wohnraum für Menschen mit und ohne Behinderung. Zugleich würdigt es das jahrzehntelange Engagement des Namensgebers Eberhard Wiget, der sich an vorderster Stelle in den Gremien der Lebenshilfe Zollernalb für die Belange von Menschen mit Behinderung eingesetzt hat.

Für mehr Selbstständigkeit

Das Eberhard‑Wiget‑Haus umfasst insgesamt 18 Wohnungen. Acht Apartments werden von Bewohnerinnen und Bewohnern des bisherigen Wohnhauses in der Raichbergstraße bewohnt. Dieses Gebäude war in die Jahre gekommen und nicht barrierefrei. Die Bewohnerinnen und Bewohner sind in eigene, helle Wohnungen mit Bad, Einbauküche und Balkon umgezogen und genießen nun mehr Selbstständigkeit und Privatheit.

Eine große Hausgemeinschaft

Eine weitere Wohnung wird als Büro und Treffpunkt für die ambulante Unterstützung genutzt. Die übrigen Wohnungen sind überwiegend an Auszubildende und Mitarbeitende der Lebenshilfe Zollernalb vermietet. Zwei Wohnungen im Dachgeschoss werden von Mieterinnen und Mietern bewohnt, die bislang keine Verbindung zur Lebenshilfe hatten. So ist in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof eine inklusive Hausgemeinschaft entstanden, in der Menschen mit und ohne Behinderung selbstverständlich Tür an Tür leben.

Unterstützer des neuen Wohnangebots

Ermöglicht wurde das zukunftsweisende inklusive Wohnangebot nicht zuletzt durch die Förderung der Aktion Mensch e.V., die einen wesentlichen Beitrag zur Finanzierung von acht barrierefreien Wohnungen geleistet hat, sowie durch die Landeswohnraumförderung und die KfW-Bank. Ohne diese Partnerschaften wäre das Gebäude in dieser Form nicht realisierbar gewesen.

Mit dem Umzug aus der Raichbergstraße wurde zugleich der Schritt aus einem stationären Wohnheim hin zu ambulant betreutem Wohnen im Sozialraum vollzogen. Die Unterstützungsleistungen werden weiterhin erbracht, allerdings in einem zeitgemäßen, selbstbestimmten Wohnsetting. Besonders wichtig ist dabei die deutlich verbesserte Barrierefreiheit: Ein Aufzug und barrierefreie Duschen ermöglichen es den teils älteren Bewohnerinnen und Bewohnern mit körperlichen Einschränkungen, ihren Alltag wesentlich leichter und sicherer zu bewältigen.

Konrad

Eberhard Wiget war es vorbehalten, den Kuchen zur offiziellen Eröffnung anzuschneiden.

Privat

Lob fürs gute Gelingen

Zur Einweihung begrüßte der amtierende Stiftungsratsvorsitzende Hans-Peter Schreijäg die Gäste im Hof und in den angrenzenden Garagen. Er würdigte die zukunftsgerichtete Ausrichtung des Hauses und insbesondere die langjährige, ehrenamtliche Arbeit von Eberhard Wiget für Menschen mit Behinderung im Zollernalbkreis. Grußworte entrichtete außerdem Sozialdezernent Georg Link. Im Namen von Landrat Günther-Martin Pauli dankte er der Lebenshilfe für ihr Engagement im Bereich bezahlbaren Wohnraums und passender Wohnmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung.

Holger Klein, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebenshilfe Zollernalb, bedankte sich bei allen Beteiligten für das gute Gelingen des Projekts. Hervorgehoben wurde die Leistung der Firma Willi Mayer, die als Generalbauunternehmen das Gebäude im Terminplan, im Kostenrahmen und in hoher Qualität im Energiestandard QNG 40 umgesetzt hat.

In seiner Rede ließ Holger Klein auch die Geschichte des Wohnhauses in der Raichbergstraße Revue passieren. Das Haus war Anfang der 1990er Jahre gebraucht erworben worden, mehrfach ertüchtigt und über drei Jahrzehnte ein wichtiges Wohnangebot der Lebenshilfe Zollernalb; das dritte Wohnheim und das erste kleinere Haus der Einrichtung. Mit dem Umzug ins Eberhard‑Wiget‑Haus wurden zwar vertraute Nachbarschaften aufgegeben, doch zugleich hat sich in der Bahnhofstraße bereits eine neue, lebendige Nachbarschaft entwickelt.

Auf ein gutes Zusammenleben

Zum Abschluss der Einweihung bedankte sich Eberhard Wiget selbst dafür, dass dieses schöne Haus seinen Namen trägt. Er wünschte den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie der gesamten Hausgemeinschaft alles Gute und ein gutes Zusammenleben unter einem Dach.