Hoffnung für die Kirche: In Rangendingen entstehen Ideen zur Kirche der Zukunft

Wie soll die Kirche in Zukunft aussehen? Darüber haben Gläubige jeden Alters beim Mitmachevent „Hope“ der katholischen Kirche in Zollern gesprochen.
Peter DuttweilerWohin geht die Kirche in Zollern? Wie wollen wir Kirche sein? Diese Fragen wurden bei „Hope“ gestellt, dem Mitmachevent in Rangendingen, zu dem die katholische Kirche in Zollern eingeladen hat.
2026 wird das ehemalige Dekanat zu einer großen Pfarrei werden. Nun trafen sich viele Menschen, die sich nicht entmutigen lassen wollten von all den Veränderungen, die auf die Kirche zukommen. Mittelpunkt und Grund von Kirche ist ein hoffnungsspendender Glaube.
Berührende Geschichten, die alle zum selben Punkt zurückführen
Und so begann der Tag mit zwei Geschichten aus dem Leben von Menschen aus Zollern. Die Teilnehmer waren berührt zu hören, wie der Glaube an Gott sie durch das Leben und durch schwere Situationen getragen hat. Die Erkenntnis: Alle Fragen nach der Gestalt von Kirche kommen immer wieder dahin zurück, wie der Glaube gestärkt und geteilt werden kann.
Ähnliche Geschichten kannten viele aus dem eigenen Leben. Und so durften die Teilnehmenden ihre Hoffnungsgeschichten und – perspektiven auf ein großes Banner kleben und schreiben.

Die Teilnehmer haben Ideen zur Kirche der Zukunft gesammelt.
Foto: Peter DuttweilerDie beiden Moderatorinnen Regina Münch von der Diözesanstelle Singen und Marina Malke führten von da aus zur großen Ideenschmiede. An Tischen zu unterschiedlichen Themen wurden Ideen geboren, Meinungen ausgetauscht, neue Leute kennengelernt. Eine Gruppe etwa baute mit Lego, wie sie sich Kirche der Zukunft in so einer großen Fläche vorstellt.
Der Nachmittag eröffnete mit sehr unterschiedlichen Workshops für jeden einen eigenen Zugang zum Thema Hoffnung und Kirche. Da wurden Hoffnungstexte geschrieben, Hoffnungsbäume gemalt, spirituelle Erfahrungen geteilt, aber sich auch über die Visionen aus anderen Gemeinden und Ländern ausgetauscht.
„Inspirierend, kreativ und partizipativ“ war auch das Event in Rangendingen
„Mein Ziel für diesen Tag ist, dass wir hier schon Kirche erleben, wie wir sie in Zukunft leben wollen. Für mich heißt das, dass Kirche inspirierend, kreativ und partizipativ ist“, sagt Pastoralreferent Peter Duttweiler, der dieses Treffen mit vorbereitet hat.
Gezeigt hat sich das an vielen Stellen – unter anderem zugespitzt am großen Hoffnungstext des Slam Poeten Marco Michalzik. Sein Text ist entstanden aus den vielen Sprachbildern, die im Vorfeld und an diesem Tag gesammelt und aufgeschnappt wurden. Den Text wurde bereits beim Abschlussgottesdienst von ihm vorgetragen; zudem wird er auf der Internetseite www.dekanat-zollern.de in Kürze abrufbar und zu hören sein.

Aus den gesammelten Ideen soll ein gemeinsames Konzept entstehen.
Foto: Peter DuttweilerDamit die Ergebnisse nicht einfach verpuffen wird das Vorbereitungsteam noch einige Arbeit haben. Die Thementische werden ausgewertet, alle Rückmeldungen erfasst und ein erster Entwurf für eine gemeinsame Vision der künftigen Kirchengemeinde konzipiert.
Aus dieser Vision kann ein Leitfaden erwachsen, was in Zukunft angegangen aber vielleicht auch gelassen werden kann – gerade, wenn die Ressourcen weniger werden. Der Tag hat den Beteiligten gezeigt, dass Begegnung und Glaube zusammengehören und stärkend wirken kann für das Leben.