Hechinger Orgelherbst
: Feuer und Flamme für Pfeifenklänge

Draußen brausen die Herbststürme, drinnen in der Stiftskirche die Pfeifenklänge. Der Konzertreigen des Hechinger Orgelherbsts beginnt mit Feuer und Flamme.
Von
Klaus Stopper
Oberndorf
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Hechingens Stiftskirchen-Organist Jonathan Ferber vor der Göckel-Orgel, auf der im Herbst drei herausragende Konzerte gespielt werden.

Klaus Stopper

Bereits im Winter hatte Jonathan Ferber zur Wiederinbetriebnahme der vom Sturm beschädigten mächtigen Göckelorgel in der Stiftskirche eine Orgelkonzertreihe organisiert. „Das kam sehr gut an“, erzählt der hauptberufliche Kirchenmusiker.

Und deshalb knüpft er nun daran an mit dem „1. Hechinger Orgelherbst 25“. Drei Abende stehen auf dem Programm. Am Sonntag, 5. Oktober, steht der Abend unter dem Motto „Feuer und Flamme“. Sonntag, 26. Oktober, wird mit der Orgel ein Stummfilm von Buster Keaton musikalisch begleitet, und am Sonntag, 9. November präsentieren sich sechs aus Gottesdiensten bekannte Organisten aus der Region Zolllern mit kurzen Stücken. „Feuer und Flamme“ – unter dieses Motto stellt Mirjam Laetitia Haag ihr Konzert, das am 5. Oktober um 17 Uhr beginnt. Sie ist Assistenzorganistin an der weltberühmten Hildebrandt-Orgel in Naumburg, gibt international regelmäßig Kirchenkonzerte, hat bedeutende Orgelpreise gewonnen und kennt Jonathan Ferber von einem Seminar. Ihr Programm spannt den Bogen weit mit Stücken von Bach, Nishimura, Hakim bis hin zu Jazz-Improvisationen.

Beim zweiten Konzert darf herzlich gelacht werden

Beim zweiten Konzert am Sonntag, 26. Oktober, das um 19 Uhr beginnt, darf dann auch herzlich gelacht werden. Wie schon beim ersten Orgelfestival im Winter wird wieder ein Stummfilm von Buster Keaton gezeigt. Diesmal ist es der 1926 gedrehte „Der General“. Und wieder wird Peter Schleicher den Film mit Orgelmusik begleiten.

Schon der erste Stummfilm begeisterte in der Stiftskirche

Der Film alleine ist schon unterhaltsam, aber was der Stuttgarter Organist und Dozent für liturgisches Orgelspiel an der Rottenburger Hochschule für Kirchenmusik als Stummfilmbegleiter leistet, hatte schon im Winter die Hechinger Konzertbesucher restlos begeistert.

Mit den Zollern-Organisten schließt die Konzertreihe

„Zollern-Organisten“ ist dann der Titel des dritten Konzerts der Reihe am Sonntag, 9. November, das um 17 Uhr beginnt. Spielen werden Organisten, die im Dekanat Zollern regelmäßig Gottesdienste begleiten. „Ich will ihnen die Gelegenheit bieten, auch ihre konzertante Seite zu zeigen“, so Jonathan Ferber. Kurze Stücke sind zu hören. Es spielen neben ihm selbst Clara Brauer, Lukas Holocher, Martin Riester, Anton Roggenstein und Christoph Wild.

Jonathan Ferber spielt „so schön wie der Mario“

Für Jonathan Ferber ist diese Konzertreihe ein weiterer Schritt zum beruflichen Ankommen in Hechingen, nachdem er vergangenes Jahr Nachfolger von Mario Peters wurde. Allzu viele Rückmeldungen erhalte man als Organist nicht, aber „sie spielen ja so gut wie der Mario“, sei das schönste Lob gewesen, das er gehört habe, erzählt er, und dass die Gottesdienstbesucher sich am Anfang an einige neue Lieder hätten gewöhnen müssen, die er ausgesucht habe. Aber das sei längst Routine.

Auf den Organist warten Veränderungen durch die Pfarrei

Das seien aber eher kleine Veränderungen gewesen angesichts der aktuellen grundlegenden Umorganisation der Seelsorgeeinheit zur künftigen Pfarrei Zollern und dem personellen Wechsel unter anderem auf der Ebene der Seelsorger. Bis hier Ruhe und Gewöhnung einkehre, werde es wohl noch dauern.

Ferber ist hauptsächlich für die Kirchenmusik zuständig, aber ihn betreffen dann auch Fragen wie beispielsweise die, welche der bislang 35 Kirchenorgeln in der künftigen Pfarrei angesichts schwindender Ressourcen spielfähig erhalten werden können. Er wird hier beraten. Entscheiden muss am Ende der neu zu wählende Kirchengemeinderat.

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