Haigerlocher Schulen
: Eltern werden etwas stärker zur Kasse gebeten

Die Betreuungskosten an den Haigerlocher Schulen werden ab dem neuen Schuljahr steigen. Das hat Gründe.
Von
Thomas Kost
Oberndorf
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Die Betreuung von Kindern an den Schulen außerhalb des regulären Unterrichtes kostet Geld

AP

Die Gebühren steigen nach einem entsprechenden Beschluss des Haigerlocher Gemeinderates für die Eltern moderat um jeweils einen Euro pro Baustein. Für die Grundschulen betragen die Kosten dann vier Euro pro Einheit und Tag.

Ein Komplettpaket mit Früh-, Mittags- und Nachmittagsbetreuung kostet dann pro Tag zwölf Euro - zuzüglich der Kosten für ein Frühstück und ein Mittagessen in der Mensa, falls gewünscht. Derzeit kostet eine Einheit drei Euro pro Tag, eine Komplettbetreuung also neun Euro.

Die Betreuungskosten der Realschule und des Gymnasiums werden ebenfalls um einen Euro auf sechs Euro pro Tag erhöht. Die Anpassung wird aber nur für das Schuljahr 2025/26 gelten, im Schuljahr 2026/27 sollen die Betreuungsgebühren um einen weiteren Euro pro Einheit angehoben werden.

Maßnahme soll städtischen Haushalt entlasten

Die beiden beschlossenen Erhöhung zählen zu den vom Gemeinderat beschlossenen Maßnahmen zur Konsolidierung des städtischen Haushaltes. Zum letzten Mal waren die Betreuungsgebühren vor zehn Jahren erhöht worden.

Und worum geht es genau? An besagten Schulen werden für Schülerinnen und Schüler verschiedene Betreuungsmöglichkeiten (Früh-, Mittags-, Nachmittagsbetreuung, gegebenenfalls Spätbetreuung am Freitag sowie Frühstück und Essen) angeboten. Im Rahmen der verlässlichen Grundschule und der flexiblen Nachmittagsbetreuung finden diese vor und nach dem Unterricht statt. Zu Beginn jedes Schulhalbjahres legen die Eltern fest, welche Angebote ihr Kind in Anspruch nehmen möchte. Die Abrechnung erfolgt dann pro Einheit und Tag durch die Schulsekretärinnen in Zusammenarbeit mit der Stadtkasse.

Weiter ein Zuschussgeschäft

Auch wenn die städtischen Einnahmen durch die beschlossene Gebührenerhöhung um rund 30 000 Euro jährlich steigen, eine goldene Nase ist damit nicht verdient, sie minimieren allenfalls ein Defizit. Nach Angaben der Stadt erhält Haigerloch für die verlässliche Grundschule und die flexible Nachmittagsbetreuung zwar einen jährlichen Zuschuss von rund 147 000 Euro, die Personalkosten für insgesamt 14 Betreuungskräfte und fünf FSJ-Kräfte belaufen sich aber auf knapp 386 500 Euro. Hinzu kommen weitere laufende Ausgaben in Höhe von 55 000 Euro.

Auch wenn die Elternbeiträge rund 87 000 Euro ausmachen, bleiben an der Stadt dennoch rund 189 500 Euro hängen, die sie jährlich aus eigener Tasche für die Betreuungsangebote finanzieren muss.

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