Haigerloch: Weltmeisterin entspannt beim Fotoshooting

Die zweifache Weltmeisterin im Damen-Skispringen Juliane Seyfarth wurde kürzlich von einem Bad Imnauer Fotografen ins rechte Licht gesetzt. Foto: Haid
Schwarzwälder BoteWas macht eine Profi-Skispringerin wie Juliane Seyfarth in ihrer knappen Freizeit nach einem harten Sommertraining, Lehrgang oder dem Sommer-Grand-Prix-Wettbewerb? Na klar: Entspannung suchen. Am besten gelingt das bei einem Fotoshooting – mit einem Haigerlocher Fotografen.
Haigerloch-Bad Imnau/Fischen. Auf der Suche nach guten Fotografen wurde Juliane Seyfarth übers Internet auf den Bad Imnauer Fotografen Jonas Haid aufmerksam. "Die Fotos von Jonas auf Instagram haben mich sehr angesprochen und ich habe immer seine tollen Fotos gelikt", sagt Seyfarth. Als er sie daraufhin angefragt hat, habe sie spontan zugesagt und sich "riesig gefreut".
Die gebürtige 29-jährige Thüringerin aus Ruhla springt seit 18 Jahren über die Schanzen auf der ganzen Welt. In diesem Jahr schaffte die sympathische Wahl-Oberstdorferin den Sprung in die absolute Weltspitze.
Bei der WM in Seefeld Ende Februar gab es den Titel mit der Mannschaft und im Mixed-Team. Zudem wurde Seyfarth Dritte im Damen-Weltcup der Saison 2018/19 hinter der Mannschaftskollegin Katharina Althaus und der Norwegerin Maren Lundby.
Einfach mal Abwechslung in den Alltag bringen
Den neuen Wettbewerb "Blue-Bird-Tour" gewann sie im März in Russland. Drei Siege und einen abschließenden zweiten Platz reichten zum Gesamterfolg. Jetzt folgte der Sieg beim Sommer-Grand-Prix im Mixed, in der Mannschaft und Platz acht im Einzelspringen.
"Ich habe den zweiten Sprung verbockt, sonst wäre ich weiter vorne gelandet", so Seyfarth. Über den Sommer muss sich die Skispringerin im Leistungszentrum in Oberstdorf fit halten. Zudem stehen immer wieder Lehrgänge wie kürzlich in Oberhof oder Lillehammer (Norwegen) an.
Da kommen die Fotoshootings gerade recht, meinte Seyfarth, um einfach mal Abwechslung in den Alltag zu bekommen und nicht immer nur Sportkleidung zu tragen. "Das Shooting mit Jonas im Hotel Tanneck in Fischen war super organisiert und sehr harmonisch", sagt sie. Mit so einem netten Fotografen zu "shooten", mache einfach Spaß. "Ich habe das sehr genossen", meint die Wintersportlerin.
Auch im Whirlpool und Innenpool oder im Abendkleid an der Rezeption des Vier-Sterne-Hotels wurde Seyfarth abgelichtet, bevor man sich nach über zweieinhalb Stunden Fotosession zum Abendessen verabredete. Hier wurde im harmonischen Gespräch deutlich, dass die Skispringerin ganzjährig auf ihr Gewicht und dadurch auf eine ausgewogene Ernährung achten muss.
"Ich würde gerne mal über 200 Meter fliegen"
Ihre bisherige Bestweite liegt bei 143 Metern. "Ich würde gerne mal über 200 Meter auf einer Skiflugschanze wie die Heini-Klopfer-Schanze in Oberstdorf fliegen", meint die Soldatin der Bundeswehr. "Fliegen ist für mich beim Skispringen wie der kurze Moment von Schwerelosigkeit." Aber das Skifliegen sei für Frauen von der FIS noch nicht zugelassen. Ans Aufhören denkt 29-Jährige noch lange nicht. "Skispringen ist meine Leidenschaft", sagt sie. Danach will sie ihr Studium zu Ende führen und sich beruflich orientieren.
Sofern es ihr proppevoller Terminkalender zulässt, soll nach dem Sommerurlaub ein weiteres Shooting im Allgäu geplant werden, bevor die neue Winter-Weltcupsaison mit 23 Wettkämpfen am 7. Dezember in Lillehammer beginnt.