Führung in Hechingen
: Auf den historischen und ökologischen Spuren von St. Luzen

Als Pfarrkirche wurde das St. Luzen-Kloster bereits im Jahr 1328 erwähnt. Teilnehmer einer Führung erfahren am Sonntag, 18. Mai, mehr über die Historie des ehemaligen Klosters. Das müssen Interessierte zur Veranstaltung wissen.
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(red/pm)
Oberndorf
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Die St. Luzen-Kirche in Hechingen ist seit 1975 ein vielbesuchter Anziehungspunkt Hechingens.

Jauch

Dort, wo Geschichte und Natur ganz nah beieinander liegen, im ehemaligen Hechinger St. Luzen-Kloster, findet am Sonntag, 18. Mai, ab 14 Uhr eine Führung statt. Stadtführer Jörg Küster und Ulrich Knoll, Mitglied der Hechinger NABU-Gruppe, erläutern die Entstehung und Geschichte des ehemaligen Klosters St. Luzen und demonstrieren den nach ökologischen Gesichtspunkten gestalteten Klostergarten.

Als Hechinger Pfarrkirche ist St. Luzen bereits 1328 in einer Ablassurkunde erwähnt. Nachdem um das Jahr 1500 die Funktion als Pfarrkirche auf die in der Hechinger Oberstadt erbaute Kirche „Unsere liebe Frau und St. Jakobus“ überging, bestimmte Zollergraf Eitelfriedrich II. testamentarisch einen Klosterbau bei St. Luzen. Dieses Vermächtnis konnte jedoch erst sein Urenkel, Graf Eitelfriedrich I. von Hohenzollern-Hechingen, erfüllen.

Geprägt von seinem gegenreformatorischen Eifer ließ Eitelfriedrich die Kirche in einem aus der italienischen Spätrenaissance entwickelten Stil, dem Manierismus, prachtvoll ausgestalten. Im Zuge des Reichsdeputationshauptschlusses wurde das Kloster 1803 aufgelöst und die Klosteranlage ging an den Fürsten von Hohenzollern-Hechingen und in der Folge an das Sigmaringer Fürstenhaus über. Dieses schenkte 1970 die Kirche der katholischen Kirchengemeinde. 1975 wurde die Kirche nach einer umfassenden Renovierung wiedereröffnet und ist seither ein vielbesuchter Anziehungspunkt Hechingens.

NABU informiert über Flora und Fauna im Klostergarten

Im ummauerten Klostergarten erfahren die Besucher einiges über die heimische Flora und Fauna. Von der NABU-Gruppe Hechingen wurden mehrere Biotope, ein Heilkräutergarten, ein Bienenhaus, ein Teich und ein Obstgarten angelegt. Ulrich Knoll wird deren ökologische Bedeutung erläutern und auch auf die historische Entwicklung der Klostergärten eingehen.

Für die Teilnahme ist eine Anmeldung beim städtischen Sachgebiet Tourismus und Kultur unter Telefon 07471/94 02 20 bis Freitag, 16. Mai, 11.30 Uhr erforderlich. Die Teilnahmegebühr beträgt fünf Euro für jede erwachsene Person, Kinder unter 18 Jahren sind frei.

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