Ferienspiele Burladingen: Der Flieger in die Burladinger Ferienspiele ist doch gestartet

Endlich! Startfreigabe. Die Burladinger Ferienspiele heben ab zur ihrer Reise „Rund um die Welt“. 300 Kinder nehmen teil, betreut werden sie von 40 „Teamern“.
Matthias Badura- Burladinger Ferienspiele starten mit Motto „Rund um die Welt“ für 300 Kinder und 40 Teamer.
- Auftakt auf dem Marktplatz: Verzögerung wegen fehlendem „Treibstoff“ und „Kühlmittel“.
- Lösung mit Capri-Sonne und Eis – Bewohner des Hauses Fehlatal brachten Eis für alle.
- Leitung: Kinder- und Jugendbüro Burladingen, Gruppen auch in Hausen, Ringingen und Stetten.
- Gemeinsame Treffen: Elternnachmittag vor der Stadthalle am Freitag und Bewirtung durch die Nautle.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das sah nicht gut aus für die Burladinger Ferienspiele (Zollernalbkreis), zu denen sich 300 Kinder angemeldet hatten. Der Düsenjet, der sie in ferne Länder fliegen soll, erhielt vom Tower am Montag, 31. August, auf dem Marktplatz weder Lande- noch Starterlaubnis. Es fehlte am Treibstoff und an Kühlmaterial (wofür immer man das auch brauchen mag). Vielleicht hatte man die Reisegesellschaft aber auch ganz einfach vergessen?
Zunächst wurde Funkkontakt hergestellt: Die 300 skandierten aus voller Kehle ohrenbetäubend „Ferien-Spiele!, Ferien-Spiele, Ferien-Spiele“. Trotzdem erhielt Fabian Pfister im Kontrollraum zunächst keine Rückmeldung. Möglicherweise hatte man das Flugzeug dadurch erschreckt? Jetzt probierten es die 300 mit Mucksmäuschenstille. Wieder keine Reaktion.
Es fehlt Treibstoff – Lösung: Capri Sonne

Bewohner des Hauses Fehlatal hatten für alle jungen Teilnehmerinnen und Teilneher ein Eis mitgebracht. Natürlich bekamen die Betreuer auch eins ab.
Matthias BaduraAha, so die nächste Ansage vom Tower: Es fehlt Treibstoff! Dem konnte abgeholfen werden. Die 40 Betreuer („Teamer“) verteilten Getränke – Capri-Sonne. Damit war das Tankproblem gelöst. Doch scheinbar fehlte noch Kühlmittel. Wie gut, dass mehrere Bewohner des Seniorenheimes Haus Fehlatal anwesend waren. Die hatten für alle Kinder ein Eis mitgebracht.
Zuletzt konnten Jana Leipert, Chefin des Kinder- und Jugendbüros Burladingen, und ihr Co-Pilot Florian Renz die ersehnte Starterlaubnis erteilen. Es ging los. Die 300 erleben in den kommenden, starken anderthalb Wochen in ihren Gruppen wieder Spaß und Abenteuer unter dem Motto „Rund um die Welt“. Die Mehrzahl der jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer stammt aus Burladingen und ist auch dort untergebracht. Weitere drei Gruppen sind in den Ortsteilen Hausen, Ringingen und Stetten eingerichtet.
Wiedersehen beim Elternnachmittag
Nach der großen Eröffnungsveranstaltung trennte man sich. Alle gemeinsam sehen sich am Freitag beim Elternnachmittag vor der Stadthalle wieder. Und nochmals am kommenden Donnerstag, wenn sie traditionell von der Narrenzunft Nautle, ebenfalls vor der Stadthalle, bewirtet werden.
Getroffen hatte man sich an diesem Montag im Hof der Grundschule. Von dort aus zog der Tross fröhlich lärmend auf den Marktplatz. Dort wurde er nicht nur von Eltern, sondern zudem von zahlreichen Mitbürgern erwartet. Die hatten ihre Freude an dem bunten Spektakel und an den Schlachtrufen der einzelnen Gruppen: „Koi Zeit – Weltreise“ schallte es über den Platz. Und auch „Madrid oder Mailand – Hauptsache Italien“.
Offizielle Begrüßung
Begrüßt wurden Kinder und Teamer außerdem von Bürgermeister Davide Licht sowie Daniel Hahn, dem stellvertretenden Leiter des Hauses Nazareth/Sigmaringen. Beide hielten sich sehr kurz, denn sie wollten dem Spaß (und dem Mittagessen) nicht im Wege stehen.

Beim Einchecken auf dem Flugplatz Schulhof. Alle Passagiere für den Flug in die Ferienspiele „Rund um die Welt“ wurden überprüft. Kein gefährlichen Gegenstände oder Tiere aus der einheimischen Fauna dabei? Alle haben den Test bestanden.
Matthias Badura
So zog die fröhliche Menge dem Burladinger Rathausplatz entgegen. Zu überhören war sie mit ihrem Sirenengeheult und anderen Lärmgeräten nicht. Für die Sicherheit sorgte das Ordnungsamt der Stadt.
Matthias Badurahhhdh
Kurze Geschichte der Ferienspiele
Die Burladinger Ferienspiele wurden 1979 vom Dekanat Hohenzollern als Pilotprojekt für das gesamte Dekanat ins Leben gerufen. Den Erinnerungen nach fanden sie damals alle zwei Jahre statt. Später übernahm das Jugendhaus Burladingen die jährliche Leitung, inzwischen ist das Kinder- und Jugendbüro der Stadt zuständig. Die Mannschaft der Betreuer „Teamer“ besteht aus Mitarbeitern des Hauses Nazareth und ortsansässigen Jugendlichen, die Spaß an der Aufgabe haben – oder womöglich damit liebäugeln, später einen erzieherischen Beruf zu ergreifen. Von diesen Teamern waren viele als Kinder selbst einmal Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Ferienspiele.
