„European Energy Award“: Hechingen für Engagement im Klimaschutz erneut ausgezeichnet

Das Energieteam der Stadt Hechingen (von links): Caren Wagner (Sachgebiet Organisation und Digitales), Nadine Schneider (Sachgebiet Liegenschaften und Grundstücke), Marc Meßmer (Öffentlichkeitsbereich im Fachbereich Bürgerdienste), Stefan Oßwald (Stadtwerke), Jürgen Baumer (Leiter Energieteam, Fachbereich Forst und Natur, Klimaschutzmanagement), Bürgermeister Philipp Hahn, Patrick Loll (Ordnungsbereich im Fachbereich Bürgerdienste), Celine Keller (Sachgebiet Liegenschaften und Grundstücke), Theresia Weiß (Fachbereich Bau und Technik).
JauchMehr erneuerbare Energien nutzen und Treibhausgasemissionen einsparen: Vor dieser Aufgabe stehen die 1136 Kommunen in Baden-Württemberg. Nun wurden jüngst 35 Städte, Gemeinden und Landkreise für ihr Engagement für den Klimaschutz ausgezeichnet – darunter auch die Stadt Hechingen, wie die Verwaltung in einer Mitteilung informiert.
Staatssekretär Dr. Andre Baumann vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg verlieh den Klimaschutz-Kommunen die internationale Auszeichnung „European Energy Award“ (eea). Acht Kommunen erhielten den eea in Gold. Die Preisverleihung fand in der diesjährigen Gold-Preisträger-Kommune Freiburg in deren Historischem Kaufhaus statt.
Mit dabei war auch Jürgen Baumer, Sachgebietsleiter Forst und Natur der Stadt Hechingen und mit zuständig für das Klimamanagement. Baumer nahm das Zertifikat für die Zollernstadt entgegen, die nach 2017 und 2021 bereits zum dritten Mal mit dem „European Energy Award“ ausgezeichnet wurde.
Sachverständiger im Februar zu Gast
Das sogenannte „Audit” für Hechingen, also die Prüfung durch einen eea-Sachverständigen, fand Anfang Februar 2025 in Hechingen statt. Dazu versammelten sich die Mitglieder des städtischen Energieteams im Ratssaal, mit dabei eea-Berater Matthias Schlagenhauf von der Energieagentur Zollernalb und Auditor Leonard Meyer, der aus Berlin angereist war.
Die Begutachtung und Prüfung der Projekte der Stadt, die dem Klimaschutz dienen, war erfolgreich. Hechingen wurde laut Mitteilung als eine der ersten Kommunen anhand der neuen eea-Kriterien zertifiziert. Der sogenannte „eea 3.0“ stellt höhere Anforderungen als bisher und legt den Schwerpunkt stärker auf die Treibhausgasneutralität. Hechingen erreichte 61 Prozent, ein sehr gutes Ergebnis, wie die Verwaltung sich selbst bewertet. Nach den alten Kriterien wären über 70 Prozent möglich gewesen und Hechingen wäre schon in die Nähe der „Gold-Auszeichnungen” gerückt. Diese werden ab 75 Prozent verliehen.
Jürgen Baumer, Leiter des städtischen Energieteams, das mit Mitarbeitern aus allen Bereichen der Verwaltung und der städtischen Werke besetzt ist, zeigte sich aber hoch zufrieden mit dem Ergebnis, das die Qualität der Hechinger Klimaschutzprojekte ins rechte Licht rücke.
Großprojekte geben Ausschlag für Zertifizierung
Bürgermeister Philipp Hahn gratulierte dem Energieteam und fasste die Hechinger Klimaschutzaktivitäten und deren Grundlage zusammen: „Die Stadt Hechingen bietet eine hohe Lebensqualität in allen Bereichen. Hierfür Verantwortung zu zeigen, bedeutet, dem Klimaschutz Rechnung zu tragen.“ Hechingen habe unter anderem mit der Verabschiedung eines Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzepts 2023, dem Start der Wärmeplanung 2024 und der Erschließung des Neubaugebiets Killberg IV mit einer nahezu CO₂-freien Nahwärmeversorgung die Weichen gestellt.
Die genannten Großprojekte seien es dann auch gewesen, die den Ausschlag für die gute Zertifizierung gaben. Hinzu kämen viele Hochbauprojekte, in deren Rahmen die Stadt großen Wert auf den KfW-Wert, sprich auf die Energieeffizienz, legt. Diese hätten mit der Realisierung von KfW 40-Standards in den Kindergartenneubauten Sickingen und Fürstin Eugenie die geforderten Werte übertroffen. Dazu kämen beispielsweise der Ausbau der Fahrradinfrastruktur oder die Erarbeitung eines Biotopverbundes.