Empfang für Siebenkämpferin: Riesen Jubel – Fans feiern Sandrina Sprengel in Hechingen

Empfang in Hechingen
EyckelerZahlreiche Weggefährten, ehemalige Vereinskollegen, Bürgermeister und weitere Fans erwarteten am Sonntagabend sehnsüchtig Sandrina Sprengel im Hechinger Weiherstadion, um ihre erfolgreiche Siebenkämpferin wieder in der Heimat zu empfangen.
Unter tosendem Applaus der Fans und durch spalierstehende Sportler der LG Steinach-Zollern lief die 21-jährige WM-Fünfte ins Stadion ein, sichtlich gerührt vom Empfang.
„So richtig hat man es noch gar nicht realisiert“, sagte LG-Vorstand Martin Grundmann. Sieben Jahre lang trainierte Sprengel bei der LG. „Schon damals als Teenager war sie mental besonders stark und hegte schon früh Ambitionen.“ Deshalb rechnete Grundmann auch mit einer Top-Ten-Platzierung bei der Leichtathletik-WM in Tokio. „Aber Platz 5 ist natürlich ein sensationelles Ergebnis.“
Dieringer: habe alle Wettkämpfe mitverfolgt
Das haben auch Hechingens Bürgermeister Philipp Hahn sowie der Bürgermeister von Sprengels Heimatgemeinde Grosselfingen, Friedbert Dieringer, anerkennend zum Ausdruck gebracht – auch in Form von Geschenken.
Dieringer: „Ich habe alle Einzelwettkämpfe live im Fernsehen mitverfolgt und war total begeistert von ihrer sportlichen Leistung, aber auch von ihren sympathischen Auftritten vor der Presse. Als Dank gab es diesmal nicht – wie sonst üblich – ein Banner am Ortseingang von Grosselfingen. „Diesmal haben wir uns gedacht, sollst du, liebe Sandrina, den Wert eines solchen Banners in Form eines Gutscheins bekommen“, sagte Dieringer.
Nach all den Huldigungen – unter anderem von Dieter Schneider, Präsident des Württembergischen Leichtathletik-Verbands – kam die Athletin selbst zu Wort.
Sprengel hat Tipp für junge Sportler
So fragte Grundmann die 21-Jährige, wie es um ihre Aufregung stand auf der ganz großen Bühne in Tokio. „Das ging erstaunlicherweise. Eigentlich bin ich immer total aufgeregt vor Wettkämpfen, aber in Tokio hatte ich keinen Druck, da das Ziel einfach nur die Qualifikation für die WM war.“
Beim Siebenkampf wird den Athletinnen einiges abverlangt: Sie treten in den Disziplinen 100-Meter-Hürdenlauf, Hochsprung, Kugelstoßen, 200-Meter-Lauf, Weitsprung, Speerwurf und 800-Meter-Lauf gegeneinander an.
Mit acht Jahren begann ihre Sportkarriere bei der LG Steinlach-Zollern, 13 Jahre später darf Sprengel nun die bislang wertvollste Frucht ihrer harten Arbeit ernten. Und einen Tipp an ihre jungen Sportlerkollegen hatte sie auch noch dabei: „Man muss immer dranbleiben und darf sich nicht aus der Bahn bringen lassen, selbst wenn es mal nicht so läuft. Im Frühjahr hatte ich mich verletzt und gedacht, die Welt geht unter. Und jetzt ist die Saison ja doch nicht so schlecht ausgegangen.“
