Dorfweihnacht Trillfingen
: Ein kleiner Ort rückt eng zusammen

Die Dorfweihnacht in Trillfingen übertraf die Erwartungen der Veranstalter bei Weitem. Zahlreiche Trillfingerinnen und Trillfinger versammelten sich auf dem Dorfplatz.
Von
Carola Lenski
Oberndorf
Jetzt in der App anhören

Die schön beleuchtete Krippe sorgte bei der Trillfinger Dorfweihnacht für eine schöne Atmosphäre.

Carola Lenski

Dort hatte der Förderverein zum Erhalt des Kulturdenkmals Wendelinskapelle einen Weihnachtsstand aufgebaut. Es gab Getränke, darunter Glühwein und Kinderpunsch, sowie Rote Würste und süße Waffeln.

Auch das Wetter hatte diesmal ein Einsehen mit dem Veranstalter. Im vergangenen Jahr hatte es nämlich bei der kleinen Dorfweihnacht in Strömen geregnet, was die Veranstaltung damals buchstäblich ins Wasser fallen ließ.

140 Rote Würste und 50 Liter Glühwein verkauft

Nicht so in diesem Jahr. Der Publikumsandrang war so groß, dass am Ende etwa die doppelte Menge der ursprünglich georderten Menge an Getränken und Essen verbraucht wurde. 140 Rote Würste wurden verkauft, und jeweils 25 Liter an roten und weißem Glühwein ausgeschenkt. Mit diesem enormen Andrang hatten der Trillfinger Ortsvorsteher Horst Henle und der Vereinsvorsitzender Martin Beuter nicht gerechnet. Sie bedankten sich bei den vielen Festbesuchern für ihr Kommen sowie ihre bisherige Unterstützung und wünschten allen eine frohe Weihnacht und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Hinter dem Wurstgrill und am Glühweinausschank gab es alle Hände voll zu tun.

Foto: Carola Lenski

Ortsvorsteher Henle ernannte zudem kurzerhand Nathalie Pfeffer mit einer Urkunde zur „Weihnachtselfe von Trillfingen“, da sie sich ganz besonders dafür eingesetzt hat, dass der Krippenweg und damit eine große Portion weihnachtlicher Stimmung im Dorf entstehen konnte.

Frohe Botschaft: Notartermin für die Wendelinskapelle

Besonders erfreulich sei laut Martin Beuter eine Nachricht gewesen, die am Tag vor der Dorfweihnacht per Post bei ihm eingegangen ist: die Ankündigung des Notartermins. Damit steht fest, dass die um 1728 erbaute aber mittlerweile sanierungsbedürftige Wendelinskapelle am Dienstag, 27. Januar, vom Eigentum der Stadt in die Hände des Fördervereins übergeht. „Ein schöneres Weihnachtsgeschenk hätten wir nicht bekommen können“, so Beuter.

Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Wendelinskapelle bald wieder in altem Glanz erstrahlen kann. Gleichzeitig bat er die Bevölkerung darum, den Förderverein weiterhin zu unterstützen: „Die Arbeit geht jetzt erst richtig los.“

Nikolaus verteilt an Kinder kleine Geschenke

Das stimmt, denn im Frühjahr sollen die Arbeiten zur Sanierung der Kapelle beginnen, damit sie wieder begehbar ist. Rund 100 000 Euro hat sich der Förderverein als Ziel gesetzt, um mit diesen finanziellen Mitteln den Glockenturm zu sichern, Risse innen und außen am Kirchenschiff zu schließen und diverse Schönheitsreparaturen finanzieren zu können.

55 000 Euro von dieser Summe wurden bekanntlich von der Stadt Haigerloch zugeschossen, was den Rest betrifft, so ist der Verein dank der bisher gezeigten Spendenbereitschaft auf einem guten Weg. Martin Beuter hofft natürlich trotzdem, dass fleißig weiter gespendet wird.

Auch der Nikolaus ließ es sich nicht nehmen, den Kindern kleine Geschenke zu überbringen.

Im Rahmenprogramm der Veranstaltung bestand zudem die Möglichkeit, die neu entstandenen Wohnungen im ehemaligen Gasthaus „Rössle“ auf dem Dorfplatz zu besichtigen. Auch dies wurde mit großem Interesse von den Anwesenden wahrgenommen.

ZAK News
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Zollernalbkreis Montag bis Samstag im kompakten Überblick.