Bentley in Hechingen
: Einblick in eine erfolgreiche Industrie

Regierungspräsident Klaus Tepper und eine Delegation aus Tschechien waren zu Gast beim Medizintechnikunternehmen Bentley.
Von
(pm)
Oberndorf
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Viel Zeit für Fragen blieb nicht, denn die Gäste waren auf Burg Hohenzollern angemeldet.

Thomas Jauch

Die Medizintechnikindustrie in und um Hechingen ist ein Erfolgsmodell, das die Zollernstadt in den vergangenen 50 Jahren zum starken Industriestandort gemacht hat.

Die Medizintechnikindustrie wächst schnell weiter. Jüngst überzeugten sich davon Regierungspräsident Klaus Tappeser und eine Delegation aus der Region Pardubice in der Tschechischen Republik, angeführt vom obersten Repräsentanten, Martin Netolický.

Die Besucher wurden in der Zentrale der Bentley Innomed GmbH im Lotzenäcker von Geschäftsführer Sebastian Büchert, Bürgermeister Philipp Hahn und Heiko Zimmermann empfangen, Geschäftsführer des Vereins Medical Valley. Mit Blick über Hechingen und den Albtrauf wurden die Gäste über die Stadt als Industriestandort, das Medical Valley und die Entwicklung der Firma Bentley informiert.

Rund 3000 Arbeitsplätze in der Medizintechnik

Bürgermeister Hahn gab einen Überblick über die Infrastruktur Hechingens, etwa Schulen und Freizeiteinrichtungen. Er verwies auf rund 3000 Arbeitsplätze in der Medizintechnik.

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Die Firmen seien auch im Sponsoring sehr aktiv, dafür sei die Stadt dankbar: „Die Medizintechnik ist mit ein Garant für die gute Entwicklung der Stadt.” Er Vergleich Hechingen mit Kommunen, deren Wirtschaft zum Beispiel von der Autoindustrie dominiert ist.

Zimmermann stellte die Vorteile des Medical Valley, der institutionalisierten Zusammenarbeit der Medizintechnikfirmen sowie ihrer Zulieferer und Dienstleister heraus. Der Verein sorge für Wissenstransfer für die 72 Mitglieder und unterstütze Start-Ups. „Die Firmen machen sich bezüglich ihrer Produkte keine Konkurrenz,” betonte er.

Mehr als 400 Mitarbeiter in Hechingen

Büchert stellte die Geschichte des Unternehmens Bentley vor. Vor 16 Jahren gegründet beschäftigt es inzwischen weltweit mehr als 500 Mitarbeitende, davon über 400 in Hechingen.

Beim Firmenrundgang konnte man die geplanten Erweiterungsflächen sehen. Sie bieten Entwicklungsraum für kommenden Jahre und Jahrzehnte.

Raum benötigt man für neue Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Um diese zu finden, mache Bentley beispielsweise durch Sponsoring auf sich aufmerksam, zum Beispiel mit dem internationalen U10-Fußballturnier. Das erhöhe den Bekanntheitsgrad der Firma.

Die Anstrengungen hätten sich gelohnt: „Früher hatten wir drei Bewerbungen auf eine Stelle, heute haben wir 40“, sagte Büchert. Neue Mitarbeiter suche man in Hechingen und der Region.