Ausstellung in Hechingen: Keramikkunst begeistert Besucher

Susanne Pohl berät einen Besucher bei ihrer Ausstellung.
RothTrotz Kaiserwetter herrschte am Samstag in der Ausstellung von Keramikerin Susanne Pohl in der Oelser-Straße 1 mächtig Betrieb. Ob Fahrschüler der hauptberuflichen Fahrlehrerin oder andere interessierte Bürger: An diesem Tag wechselten zahlreiche getöpferte Werke ihren Besitzer. Viele Besucher deckten sich mit Geschenken ein: „So etwas bekommt man sonst nirgends“, war öfters zu hören.
Beeindruckend ist die Anzahl und Vielfalt an Unikaten, die angeboten werden. Seien es Teller, Tassen oder Vasen. Es ist sicher eine vierstellige Anzahl an Werken, die am Wochenende zu sehen waren. Man mag sich gar nicht vorstellen, welche immense Geduld, Ideenkraft und Feinmotorik hinter den Kunstwerken steckt. Dabei ist das Töpfern für Susanne Pohl „nur“ ein Hobby.
Ihre Ausstattung ist dennoch professionell. So bot sie im Rahmen der Ausstellung am Wochenende auch einen Blick in ihre Werkstatt an. Wer den Raum betritt, wird zwar von Staub empfangen, was bei einer Keramikerin aber nicht verwundern darf.
Viele Werke entstehen nachts nach Fahrstunden
Dass sich Susanne Pohl in ihrem Metier auskennt, zeigt auch der am Sonntagmittag vorgeführte sogenannte Raku-Brand: Ein Spektakel, bei dem die getöpferten Sachen 1000 Grad heiß aus dem Ofen genommen und dann mit Sägespänen oder anderen kohlenstoffhaltigen Materialien in Berührung gebracht.
Die Gäste erhielten am Wochenende zudem individuelle Beratungen, teils bot Susanne Pohl Käufern von Vasen gar noch eine Bepflanzung für diese an. „Ich bin ein spontaner kreativer Kopf“, sagt sie über sich selbst.
Wann entstehen die Werke der Fahrlehrerin überhaupt? „Häufig nachts. Nach Fahrstunden am Abend kann ich nicht direkt schlafen. Dann setze ich mich eben an die Drehscheibe“, erzählt sie. So ist es möglich, dass solch eine beeindruckende Ausstellung wie am Wochenende zustande kommt.
