Ausbau der Kinderbetreuung: Haigerloch investiert weiter Millionen in Krippe und Kita

Haigerloch investiert weiter Millionen in die Kinderbetreuung: Nach dem Neubau in Weildorf folgen nun eine neue Krippe und die Sanierung in Owingen.
Christian Charisius/dpa- Haigerloch baut die Kinderbetreuung aus und investiert weiter Millionen.
- Neue zweigruppige Krippe in Haigerloch: Fertigstellung spätestens bis Ende des Jahres.
- Kosten rund zwei Millionen Euro – etwa 75 Prozent durch Fördermittel gedeckt.
- Sanierung des kirchlichen Kindergartens in Owingen läuft, eine vierte Gruppe zieht ein.
- Stadt plant 2,1 Millionen Euro für Owingen in den Haushalten von 2026 bis 2028 ein.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Stadt Haigerloch treibt den Ausbau der Kinderbetreuung weiter voran und investiert dafür Millionenbeträge. Nach der Wiederinbetriebnahme des Kindergartens Hart, der Erweiterung des Waldkindergartens Hart um einen neuen Aufenthaltswagen im vergangenen Jahr und der Inbetriebnahme der fünfgruppigen, gesamtstädtischen Kindertagesstätte in Weildorf zu Jahresbeginn stehen nun zwei weitere Projekte auf der Agenda: eine neue zweigruppige Kinderkrippe in Haigerloch sowie die Sanierung des kirchlichen Kindergartens in Owingen.
Neue Krippe soll Ende des Jahres fertig sein
Für die neue Krippe in Haigerloch laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Die Einrichtung im früheren Wohn- und Geschäftsgebäude am Baumäckerweg 3, in unmittelbarer Nähe des städtischen Kindergartens, soll spätestens bis Ende des Jahres fertiggestellt sein.
Inzwischen ist die Dachsanierung abgeschlossen. Auf dem bestehenden Flachdach wurde eine neue Dämmung aufgebracht. Auch die Trockenbau- und Fensterarbeiten sowie die Heizungs-, Sanitär- und Elektroinstallationen sind beendet. Das entsprechende Paket einschließlich Flachdachsanierung schlug mit 643.500 Euro zu Buche und lag damit knapp 100.000 Euro unter den ursprünglichen Schätzungen. Ausstehend ist noch die endgültige Dämmung der Außenfassade.

Am ehemaligen Schwesternhaus im Zuge der Sanierung der kirchlichen Kindertagesstätte St. Joseph-Anton in Owingen steht noch das Gerüst. Im Inneren werden die Arbeiten nach den Handwerkerferien fortgesetzt.
Wilfried SelinkaFür die neue Krippe hatte die Stadt das leerstehende Gebäude erworben und das Architekturbüro Eppler und Bühler mit der Planung des Umbaus beauftragt. Nach der Entwurfsplanung belaufen sich die Kosten auf rund zwei Millionen Euro. Einen erheblichen Teil davon decken Zuschüsse ab: Aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) erhält die Stadt 635.000 Euro. Aus dem Ausgleichstock wurden zudem 430.000 Euro bewilligt.
Zum Glück gibt es Fördermittel
Hinzu kommt ein weiterer Zuschuss in Höhe von 346.860 Euro. Dieser wurde für zusätzliche Ausgaben von 102.000 Euro bewilligt, die durch eine bessere Dämmung der Außenwände und ein komplett neues Dach entstanden. Damit können rund 75 Prozent der Baukosten über Fördermittel finanziert werden.
Auch die Sanierung der kirchlichen Kindertageseinrichtung St. Joseph-Anton in Owingen ist nach den Handwerkerferien wieder angelaufen. Die Dachsanierung am früheren Schwesternhaus ist abgeschlossen. Derzeit arbeiten die Zimmerleute eine Etage tiefer, wo die verlegten Holzböden in den Räumen aufgearbeitet werden. Sie sollen in dem historischen Gebäude erhalten bleiben. Nach Abschluss der weiteren Sanierungsarbeiten soll dort eine vierte Gruppe einziehen.
Damit die Arbeiten im belegten Teil der Kindertagesstätte fortgesetzt werden können, zieht eine der drei bestehenden Gruppen in das sanierte Gebäude um. Die beiden anderen Gruppen sind bereits mit ihren Erzieherinnen vom Neubau im Erdgeschoss ins Dachgeschoss umgezogen. Voraussetzung dafür war der Einbau einer stählernen Feuertreppe als zusätzlicher Fluchtweg in Richtung der Schick-Parkplätze. Diese ist inzwischen installiert.

Mit Hochdruck wird derzeit an der Fertigstellung der neuen Kinderkrippe in Haigerloch in unmittelbarer Nähe des städtischen Kindergartens gearbeitet.
Wilfried SelinkaAm Dach des Neubaus sind keine Sanierungsarbeiten notwendig, auch die bisherigen Fenster bleiben erhalten. Die Arbeiten im Erdgeschoss werden unter laufendem Betrieb ausgeführt. Erforderlich ist allerdings eine neue Heizung für den gesamten Komplex.
Musik- und Gesangverein müssen ausweichen
Die Stadt Haigerloch beteiligt sich mit 90 Prozent an der Sanierung der kirchlichen Kindertagesstätte in Owingen und hat dafür in den Haushalten von 2026 bis 2028 insgesamt 2,1 Millionen Euro eingestellt. Allerdings sind im Altbau zusätzliche Arbeiten und damit Mehrkosten angefallen. Wie sich diese auf die Endabrechnung auswirken, wird sich erst nach Abschluss der Sanierung zeigen.
Für die bisher im Dachgeschoss des Kindergartens untergebrachten Proberäume von Musik- und Gesangverein wurden inzwischen Ausweichquartiere gefunden. Der Musikverein probt während der Übergangszeit im Pfarrsaal unter der Neuen Kirche, der Gesangverein vorübergehend im Sitzungssaal des Rathauses.
